Wir wollen der Anglisierung der deutschen Sprache entgegentreten und die Menschen in Deutschland an den Wert und die Schönheit ihrer Muttersprache erinnern. Die Fähigkeit, neue Wörter zu erfinden, um neue Dinge zu bezeichnen, darf nicht verloren gehen.

Dabei verfolgen wir keine engstirnigen nationalistischen Ziele. Wir sind auch keine sprachpflegerischen Saubermänner. Fremdwörter – auch englische – sind Bestandteile der deutschen Sprache. Gegen fair, Interview,Trainer, Doping, Slang haben wir nichts einzuwenden. Prahlwörter wie event, highlight, shooting star, outfit, mit denen gewöhnliche Dinge zur großartigen Sache hochgejubelt werden, lehnen wir ab. Dieses „Imponiergefasel“ grenzt viele Mitbürger aus, die über keine oder nur eingeschränkte Englischkenntnisse verfügen.

Unsere Mitglieder kommen aus allen Bevölkerungsschichten in Deutschland und im Ausland (zurzeit 110 Länder). Wir sind überparteilich und arbeiten mit anderen europäischen Organisationen zusammen, sofern diese die Erhaltung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt in Europa zum Ziel haben und keine nationalistischen Zwecke verfolgen. Ein wissenschaftlicher Beirat hilft uns bei kniffligen sprachlichen Fragen.

Besonderes Merkmal des VDS sind seine Regionalvertretungen. VDS-Gruppen in zahlreichen Städten und Gemeinden in Deutschland und im Ausland organisieren Lesungen, Vorträge und Wettbewerbe und sorgen für ein reges Vereinsleben. Der VDS ist ein Mitmach-Verein, der die Angehörigen der Sprachgemeinschaft einlädt, sich mehr mit ihrer Sprache zu beschäftigen. Unser Ziel ist es, dass die deutsche Sprache wieder an Ansehen gewinnt.

Wir schreiben Protestbriefe an Firmen und öffentliche Einrichtungen, die mit sprachlichen Fehlleistungen aufgefallen sind, wählen den „Sprachpanscher des Jahres“ und haben am 2. Samstag im September den „Tag der deutschen Sprache“ als Feiertag für unsere Muttersprache eingerichtet.

Durch Informationsstände in Fußgängerzonen, Unterschriftensammlungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen, Anzeigen und Pressebeiträge, Erarbeitung von Übersetzungshilfen und ähnliche Maßnahmen versuchen wir, „die deutsche Sprache als eigenständige Kultursprache zu erhalten und zu fördern“ – so steht es in unserer Satzung.