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Reden und Widerreden - Argumente zur deutschen Sprache

Häufige Vorurteile gegen eine zukunftsgerichtete Sprachpflege und die Erwiderungen dazu
von Hermann H. Dieter und Gerd Schrammen


Buchversion

Hermann H. Dieter und Gerd Schrammen:
Reden und Widerreden
Argumente für die deutsche Sprache

2. Auflage - Paderborn 2005, 113 Seiten, 11,20 Euro, ISBN 3-931263-42-8

Inhalt

Vorbemerkung der Autoren

I. "Eine einheitliche Weltsprache ist der Schlüssel zu Völkerverständigung und Weltfrieden. Diese Utopie des Turmbaus zu Babel wird heute endlich verwirklicht."

II. "Viel wichtiger, als den Deutschunterricht zu intensivieren, wäre es, die Sprachkompetenz der Schüler im Englischen zu stärken."

III. "Europa braucht Englisch als gemeinsame Sprache - Denglisch bahnt den Weg dorthin."

IV. "Am einfachsten wäre es, alle Menschen lernten von Geburt an nur noch Englisch als Muttersprache. Auch das Denglisch-Problem würde sich so ganz von selbst erledigen."

V. "Wissenschaftliche Kommunikation in und zwischen allen Forschungsbereichen ist heute nur noch auf Englisch möglich. Unsere Wissenschaftler sollten sich dieser Tatsache so rasch und vollständig wie möglich anpassen."

VI. "Zu Englisch als internationaler Wissenschaftssprache gibt es keine Alternative."

VII. "Die Europäische Union würde mit reibungsloser innerer Kommunikation auf Englisch rasch zur wirtschaftlichen Großmacht."

VIII. "Je weniger Sprachen sich in der EU letztlich durchsetzen, desto besser. Die Übersetzungskosten sind ohnehin zu hoch."

IX. "Englische Ausdrücke sind kurz und prägnant."

X. "Die deutsche Sprache ist umständlich, schwer zu erlernen und ohne Witz."

XI. "Englische Wörter sind nützlich, wo deutsche fehlen."

XII. "Englische Wörter im Deutschen machen die deutsche Sprache modern."

XIII. "Die Jugend liebt Englisch - also spricht auch nichts gegen Denglisch!"

XIV. "Denglisch ist 'multi-kulti' - also gut."

XV. "Denglisch ist eine Kunstform des Deutschen. Es ist origineller, witziger, frecher. Das beste Beispiel dafür ist das ‚Dinglish' von Gayle Tufts."

XVI. "Denglisch ist ein Zeichen für die besondere Weltoffenheit der Deutschen."

XVII. "Die Werbung und ihre Anglizismen verändern kaum unsere Sprache - normale Menschen sprechen nicht so."

XVIII. "Anglizismen sind keine bösen Bazillen."

XIX. "Am meisten Loyalität zur deutschen Sprache beweist man dadurch, dass man ihr die Stärke zutraut, auch mit der heutigen Anglizismenschwemme fertig zu werden."

XX. "Ich weiß überhaupt nicht, warum sich der VDS über gerade mal höchstens 5000 Mode-Anglizismen aufregt. Schließlich besteht der deutsche Wortschatz aus über 500.000 Wörtern."

XXI. "Die meisten Anglizismen sind sprachliche Eintagsfliegen. Sie sind zwar lästig und unschön, verschwinden aber genau so schnell, wie sie auftauchen."

XXII. "Die vielen Anglizismen in der Alltagssprache sind längst nicht so schlimm wie der zunehmende Gebrauch von Englisch in Wissenschaft und Wirtschaft."

XXIII. "Bürokratendeutsch ist schlimmer als Denglisch!"

XXIV. "Die neue Rechtschreibung ist schlimmer als die vielen Anglizismen."

XXV. "Ich bin wie der VDS für sprachlich-kulturelle Vielfalt. Das sog. Denglisch-Problem hat mit deren weltweiter Bedrohung aber nichts zu tun."

XXVI. "Die deutsche Sprache zerfällt an allen Ecken und Enden. Warum gerade die Anglizismen an allem schuld sein sollen, will mir nicht einleuchten."

XXVII. "Auf Deutsch kann man genau so gut lügen und aufgeblasen daherreden wie auf Denglisch!"

XXVIII. "Durch Denglisch lernt man früher und besser Englisch."

XXIX. "Wer sprachliche Hinweise nicht versteht, weil sie Anglizismen enthalten, kann sich das nötige (D)Englisch selbst beibringen oder auf Zeichen, Abbildungen und Symbole ausweichen."

XXX. "Importierte Sachen und Ideen müssen ihre fremden Namen behalten."

XXXI. "Die Tatsache, dass kaum jemand die bestehenden sprachpflegerischen Einrichtungen Deutschlands wahrnimmt, zeigt, dass sie nicht gebraucht werden und überflüssig sind."

XXXII. "Wörter wie ‚Gesichtserker' zeigen, dass künstliche Eindeutschungen lächerlich sind und sich nicht halten."

XXXIII. "Im Deutschen tummeln sich nicht mehr Mode-Anglizismen als in anderen Sprachen."

XXXIV. "Die Argumente der Sprachschützer sind nicht wissenschaftlich."

XXXV. "Der VDS will eine reine deutsche Sprache."

XXXVI. "Sprache lebt."

XXXVII. "Die Fremdwortwellen der vergangenen Jahrhunderte sind ganz von selbst wieder abgeebbt."

XXXVIII. "Das Anliegen des VDS ist nicht seriös, denn er benutzt selbst Fremdwörter."

IXL. "Wer gegen Denglisch ist, sollte sich auch über Wörter wie "zeitgeisty", "obercharming", "kitsch" oder "erbswurst" im Englischen aufregen."

XL. "Es gibt keine Schwelle, jenseits derer man behaupten könnte, eine Sprache enthalte zu viele Anglizismen."

XLI. "Für die deutsche Sprache einzutreten ist Deutschtümelei."

XLII. "Nur Rechtsradikale kämpfen noch für die deutsche Sprache."

XLIII. "Wer keine englischen Wörter will, ist fremdenfeindlich."

XLIV. "Sprachschützer bringen rechtsextremes Gedankengut in die Mitte der Gesellschaft."

XLV. "Die Welt hat wichtigere Probleme, als sich mit Anglizismen und sprachlicher Vielfalt oder auch Reinheit zu beschäftigen."

XLVI. "Täglich findet eine Volksabstimmung für Denglisch statt."

XLVII. "Denglisch ist unser Schicksal."

XLVIII. "Sprachschützer kämpfen gegen Windmühlenflügel."

IL. "Es gibt überhaupt keine überflüssigen Wörter, also auch keine überflüssigen Anglizismen im Deutschen."

L. "Wer Sprachquoten im Rundfunk festlegt, bevormundet die Künstler."

LI. "Jeder soll selbst entscheiden, welche Wörter er benutzt."

LII. "Ein Sprachgesetz will uns Bürger sprachlich bevormunden – genau so wie die neue Rechtschreibung."

LIII. "Sprachschützer möchten, dass wir wieder so sprechen wie Walther von der Vogelweide."