Gegen Abschaffung des Diploms

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Zehn Jahre nach der Bologna-Konferenz, auf der 29 europäische Bildungsminister unverbindlich ihre Absicht erklärten, einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu schaffen, sind die verheerenden Auswirkungen der deutschen Interpretation des Vorhabens nicht mehr zu übersehen. Die altehrwürdige deutsche Universität nach Humboldtschem Ideal wurde ohne Not dem politischen Bolognarisierungswillen geopfert, ohne auch nur eines der anvisierten Ziele zu erreichen. Dafür werden die verschulten und inhaltlich ausgedünnten Studiengänge – im Sinne der geistigen Selbstkolonialisierung – mit einem „Bachelor“ oder „Master of Whatever“ belohnt.

Wir halten es für dumm, bewährte und weltweit geschätzte Abschlüsse zugunsten fragwürdiger Bachelor- und Mastertitel aufzugeben. Und dann in englischer Sprache zu lehren, noch dazu in schlechtem Englisch! Als hätte es nie Gäste gegeben, die bei uns studieren: in der Sprache die wir am besten beherrschen, unserer eigenen.

Unterschriftenliste „Für ein selbstbestimmtes Studium“ (pdf, 120 kB) – Eine gemeinsame Aktion des Vereins Deutsche Sprache e. V. und der Gruppe Schüler für Freiheit im Bildungswesen.

Artikel von Prof. Dr. Hering: