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VDS-Infobrief 38. Woche
Presseschau vom 20. September bis 26. September 2010
- Sprachbewahrer-Preis für Hans Driesel
- Politiker zur deutschen Sprache
- Österreicher für mehr Deutsch-Unterricht
Sprachbewahrer-Preis für Hans Driesel
Rezitator, Regisseur und Schauspieler Hans Driesel wurde vor Kurzem mit dem Sprachbewahrer-Preis 2010 des Vereins Deutsche Sprache, Regionalgruppe Mainfranken, ausgezeichnet.
Als „kultureller Tausendsassa“, wie ihn der Vorsitzende der Regionalgruppe, Bernhard Sturn, nennt, bringt er den Menschen das gepflegte Hochdeutsch nahe und „zeige in vorbildlicher Weise die Schönheit und Lebendigkeit der deutschen Sprache auf“.
Driesel gründete in Schweinfurt verschiedene kulturelle Institutionen, zum Beispiel die Hans-Sachs-Gruppe und die Kleinkunstbühne Schrotturmkeller und ist berühmt als Rezitator von Klassik und Moderne. (mainpost.de)
Politiker zur deutschen Sprache
In letzter Zeit gab es häufig Debatten darüber, ob Deutsch als Landessprache im Grundgesetz festgelegt werden soll. In den vergangenen Wochen machten sich auch Politiker für diese Forderung stark.
So meint CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, dass es „ohne gemeinsame Sprache [...] keine wirksame Integration“ gäbe. Daher gehöre das Deutsche durch das Grundgesetz geschützt.
Dass viele Deutsche Probleme mit der Sprache haben, wird oft nur allzu deutlich. Eine Umfrage dazu zeigt, wie die Menschen über das Deutsche und seine Grundgesetzverankerung denken. (rtl.de)
Auch Ministerpräsident Wolfgang Böhmer wirbt für die Pflege der deutschen Sprache.
Mit Blick auf das Festspiel der deutschen Sprache im historischen Goethe-Theater in Bad Lauchstädt verweist Böhmer auf die Dichtkunst, die am besten dazu geeignet sei, Sprachgefühl für das Deutsche zu bekommen.
Die Sprachaufnahme dazu: newsclick.de
69 Prozent der Österreicher für mehr Deutsch-Unterricht
Nach einer Studie des Linzer market-Instituts wünscht sich der Großteil der Österreicher eine Verstärkung der deutschen Sprachpflege an den Schulen. 61 Prozent von 500 Befragten ab 16 Jahren glauben, dass die schulische Sprachausbildung in Hinblick auf die zukünftigen Anforderungen zu wenig beachtet werde.
Neben der Wichtigkeit der deutschen Sprache finden 93 Prozent der Befragten es sinnvoll, Englisch in der Schule zu lehren. Zuvor ist das Erlernen des Deutschen jedoch bedeutsam. „Viele Kinder können schon nicht richtig Deutsch, deshalb ist Fremdsprachenunterricht schwierig“. Dies erschwere, wie 74 Prozent meinen, den gewünschten Fremdsprachenunterricht.
Grund für das Wanken der Sprachkultur sehen die Befragten in der enormen Mediennutzung. In Kurzmitteilungen und elektronischer Post werde nicht mehr an schönen Formulierungen gearbeitet, „man schreibt, wie man denkt“.
Der Nutzen der vielfältigen Medien wird kritisch gesehen. 45 Prozent sind der Ansicht, durch sie erhalte man mehr Informationen und sei somit gebildeter als frühere Generationen. Ebenfalls wird die Flut der Infomationen als zweifelhaft gesehen, die wirklich wichtigen Medien seien aus der Menge zu schwer herauszufiltern. (derstandard.at)
Dies ist der VDS-Infobrief. Jede Woche sammeln Mitarbeiter der VDS-Geschäftsstelle Neuigkeiten und Nachrichten über die deutsche Sprache und werten sie aus. Wir sichten die Presse, Aussagen von Politikern, Wissenschaftlern und Persönlichkeiten, die in den Schlagzeilen stehen. Für eine bessere Übersicht fassen wir die Neuigkeiten zusammen. Handelt es sich um Meldungen aus dem Internet, sind die dazugehörigen Verweise angegeben.
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© Verein Deutsche Sprache e.V.
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