Suche auf der VDS-Seite

Drucken

VDS-Infobrief 44. Woche

Presseschau vom 02. bis 08. November 2011

  • Wissenschaftssprache Deutsch
  • Förderung der deutschen Sprache in Skandinavien
  • Bastian Sick im Gespräch
  • Deutschsprachiges Theaterfestival in Prag
  • Zeitungsschürzen verkünden Max-Morlock-Stadion
  • Deutsch gerät ins Abseits
  • Deutsche Sprache ins Grundgesetz?
  • Wie viel Englisch verträgt Hamburg?

 

Wissenschaftssprache Deutsch

Macht es wirklich einen Unterschied für unser Denken, in welcher Sprache wir sprechen? Dies ist nur eine der Fragen, die in der Zeit vom 10. bis 12. November 2011 in der Zeche Zollverein in Essen, unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Christian Wulff, diskutiert werden. Denn an diesen Tagen findet die internationale Konferenz „Deutsch in den Wissenschaften“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, des Goethe-Instituts und des Instituts für Deutsche Sprache statt – und der Eintritt ist frei. Themen wie Mehrsprachigkeit in den Wissenschaften, die Bedeutung der Sprache für den Erkenntnisprozess oder die deutschsprachige Wissenschaft im internationalen Kontext sollen in verschiedenen Vortägen und Konferenzen behandelt werden.

Die Eröffnungsrede wird Sprachwissenschaftler Guy Deutscher, Autor der Bücher „Du Jane, ich Goethe. Eine Geschichte der Sprache“ und „Im Spiegel der Sprache“ halten, außerdem werden weitere namhafte Wissenschaftler erwartet. (idw-online.de, wissenschaftssprache-deutsch.de)


Förderung der deutschen Sprache in Skandinavien

Wie der Budestagsabgeordnete Jürgen Koppelin am 05. November in Tingleff, Dänemark zum Deutschen Tag berichtete, stellt der Bund im Auswärtigen Amt 400.000 Euro zur Förderung der deutschen Sprache in Skandinavien zur Verfügung. Grund sei das europaweit wachsende Interesse an der deutschen Sprache.(nordschleswiger.dk)

 

Bastian Sick im Gespräch

„Wie gut ist Ihr Deutsch?“ ist das neue Buch von Bastian Sick, mit dem Leser ihr Wissen um die Grammatik der deutschen Sprache testen können. Im Gespräch mit der „Welt“ erklärt Sick, warum er Ordnung braucht, wann Anglizismen gefährlich werden, was er über Sprache denkt und wie er sie besonders mag. (welt.de)

 

Deutschsprachiges Theaterfestival in Prag

Bereits zum 16. Mal findet in diesen Tagen das deutschsprachige Theaterfestival in Prag statt, um vor allem tschechische Jugendliche mit der deutschen Sprache in Verbindung zu bringen. Und nicht nur Theaterbühnen aus Deutschland führen ihre deutschsprachigen Stücke auf (z.B. „Nora oder ein Puppenhaus“ von Henrik Ibsen, Aufführung durch das Theater Oberhausen), sondern auch Theater aus Luxemburg, Liechtenstein, Schweiz und Österreich. (radio.cz)

 

Zeitungsschürzen verkünden Max-Morlock-Stadion

Aktivisten der Kampagne „Max-Morlock-Stadion jetzt!“ hatten in der Nacht von Freitag auf Samstag fingierte Aushänge an den Zeitungsautomaten im Nürnberger Stadtgebiet angebracht, auf denen zu lesen war: „Stadt, Verein und Betreiber sehen es endlich ein: Max-Morlock-Stadion schon ab Saison 2012“ Mit dieser Aktion wollten die Clubfans ihrem Wunsch nach einer Umbenennung Ausdruck verleihen. Namen wie „Fritz-Walter-Stadion“ in Kaiserslautern oder eben „Max-Morlock-Stadion“ in Nürnberg könnten laut Stefan Warzecha, Sprecher der Morlock-Kampagne, einen Gegentrend zur allgemeinen Kommerzialisierung im Profigeschäft einleiten. (nordbayern.de)

 

Deutsch gerät ins Abseits

Obwohl niederländische Schüler oft ein oder zwei Jahre lang einen Deutschkurs belegen und Deutschland der wichtigste Handelspartner für die Niederlande ist, verliert die deutsche Sprache bei unseren Nachbarn immer mehr an Bedeutung. Englisch ist dort mittlerweile die zweite Landessprache: An den Universitäten in Den Haag und Amsterdam beispielsweise werden Seminare und Vorlesungen in der Regel auf Englisch abgehalten. Ein Bericht der deutsch-niederländischen Handelskammer schätzte jüngst, dass niederländische Unternehmen durch fehlende Deutschkenntnisse Exportchancen nach Deutschland in Höhe von rund sieben Milliarden Euro jährlich vergeben. Durch die neue Kampagne „Mach mit“, einer gemeinsamen Initiative des Deutschland-Instituts der Universität Amsterdam, der Niederländisch-Deutschen Handelskammer, der Deutschen Botschaft in Den Haag und des Goethe Instituts in Amsterdam, soll nun das Interesse an der deutschen Sprache wieder geweckt werden. (suedkurier.de)

 

Deutsche Sprache ins Grundgesetz?

Der Petitionsausschus des Bundestags beschäftigte sich am Mittwoch mit der Frage, ob die
deutsche Sprache als Landessprache im Grundgesetz festgeschrieben werden soll. Der Verein Deutsche Sprache (VDS) und der Verein für deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) sprechen sich für eine Verankerung im Grundgesetz aus, der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch sowie der Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL) sind dagegen. (vds-ev.de, boersenblatt.net, bundestag.de, vfll.de, scilogs.de)

 

Wie viel Englisch verträgt Hamburg?

Eine neue U-Bahnstation der Linie U4 in der „HafenCity“ soll „Chicago-Square“ heißen. Das Hamburger Abendblatt ruft zu folgender Umfrage auf: „Wäre Ihnen ein deutscher Name lieber?“

2.416 Leser haben bereits abgestimmt, davon 89 Prozent mit „ja“ und 11 Prozent mit „nein“. (abendblatt.de)

 

 


Der Verein Deutsche Sprache im Internet: vds-ev.de, facebook.com
Das Haus der deutschen Sprache im Internet: www.hausderdeutschensprache.eu,

 

RECHTLICHE HINWEISE:

Dieser Infobrief ist kein Diskussionsforum! Nachrichten, die an diese E-Post-Adresse geschickt werden, werden nicht beantwortet und auch nicht weitergeleitet. Bitte antworten Sie nur dann auf diesen Infobrief, wenn Sie ihn abbestellen oder eine neue E-Postadresse angeben wollen. Zur Diskussion bietet sich das VDS-Internet-Forum an: http://forum.vds-ev.de

Verein Deutsche Sprache e.V. Dortmund
1. Vorsitzender: Prof. Dr. Walter Krämer
Geschäftsführer: Dr. Holger Klatte
Redaktion: Monika Elias

 

DATENSCHUTZ

Der Verein Deutsche Sprache e.V. nimmt den Schutz Ihrer persönlichen Daten ernst. Die personenbezogenen Daten werden ausschließlich für den Versand dieses Infobriefs gespeichert und keinesfalls an Dritte weitergegeben. Auf Ihren Wunsch hin werden Ihre Daten umgehend gelöscht. Schreiben Sie dazu eine Nachricht an infobrief@vds-ev.de.
© Verein Deutsche Sprache e.V.

 

Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

Mitglied werden

vds-logo-kleinMachen Sie mit! Im Verein Deutsche Sprache e. V. tun Sie etwas für die Zukunft des Deutschen als Kultur­sprache. Jeder ist willkommen; inzwischen sind es mehr als 36.000 Menschen, die weltweit im VDS in über 120 Ländern die deutsche Sprache fördern. Sie können den VDS als stilles Mitglied unterstützen oder die Vereinsarbeit aktiv mitgestalten. Hier (PDF-Datei) finden Sie den Antrag auf Mitglied­schaft. Am besten gleich ausfüllen und mit gelber Post oder per Fax an die Vereinszentrale zurück­. Weitere Informationen finden Sie hier: Mitglied werden.

Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache ergänzt die Vereinsarbeit. Sie wurde 2001 ge­gründet, ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Ist es Imperialismus, wenn Sowjet-Panzer bis an die deutsche Grenze stehen? Nein, Imperialismus ist, wenn die eigene Kultur flöten geht. Jedes zweite Stück auf deutschen Spielplänen hat einen englischen Titel. Wir machen uns zu Sklaven, wir finden es schick, wenn die Internetsprache deutsche Bühnen bestimmt. Wenn wir so weitermachen, wird das Deutsche 'ne Zwergensprache. Wir sind Deutsche durch Sprache, nicht durch Krupp oder die Bild-Zeitung."

Claus Peymann: Das Theater verliert sein Geheimnis (derwesten.de, 15.6.2016)