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Freitag, den 30. Dezember 2011 um 16:52 Uhr

VDS-Infobrief 51. Woche

 Presseschau vom 21. bis 27. Dezember 2011

 
  • Abkürzungen im Berufsalltag
  • Russisch in der Schule
  • Fachkräftemangel durch EU-Erweiterung nicht ausgeglichen
  • Englischsprachige Interpreten singen in deutscher Sprache
  • Literaturtipp

 

Abkürzungen im Berufsalltag

Englischsprachige Abkürzungen wie FYI, TGIF, und CEO finden vor allem bei Unternehmen, die auch international orientiert sind immer weitere Verbreitung. Wofür diese gekürzten Namen, Aufträge und Berufsbezeichnungen stehen, ist dabei vor allem für Aussenstehende häufig unklar. Klar ist jedoch, dass sie aus der internationalen Korrespondenz entstehen und eine sehr schnelle Kommunikation begünstigen, da auch komplizierte Arbeitsaufträge mit wenigen Buchstaben vermittelt werden können.

Hier können Sie ihre Meinung zu den englischen Abkürzungen kundtun:  money.de.msn.com/karriere

 

Russisch in der Schule

Wie die Marienschule in Euskirchen, bieten immer mehr Schulen in den Oberstufen Grundkurse der russischen Sprache an. Für die Schüler ist die Möglichkeit eine weitere Fremdsprache zu erlernen vor allem für den Lebenslauf vorteilhaft. Aber für viele Schüler, deren Eltern oder Großeltern aus Russland stammen, ist es auch ein Mittel zur Identitätsfindung - eine Verbindung zu ihrer ersten bzw. zweiten Heimat und eine gute Gelegenheit, auch ihre Muttersprache beherrschen zu können, denn viele von ihnen sprechen zwar Russisch, können es aber nicht schreiben. Auch Vorurteile russischstämmigen Schülern gegenüber können durch gemeinsamen Russischunterricht entkräftet und Freundschaften gefördert werden.

Zudem biete Russland potenziellen Arbeitskräften aus Deutschland besondere „Reize und Anforderungen“, wie Georg Schneider, Unternehmensberater und Russlandexperte, erläutert. So sei es für deutsche Arbeits- bzw. Fachkräfte in Russland bei aller Anstrengung auch niemals langweilig und deutsche Fachkräfte hätten in Russland ohnehin einen guten Ruf. In dem Projekt „Russisch macht Schule“ fördert Schneider zusammen mit dem Deutsch-Russischen Forum, der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und dem Ernst Klett Verlag die russischen Sprache und Kultur in Deutschland, indem diese an verschiedenen Schulen vorgestellt und den Schülern näher gebracht wird. (http://www.migazin.de)

 

Fachkräftemangel durch EU-Erweiterung nicht ausgeglichen

Wie Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit, im Gespräch mit der „Welt“ erklärt, ist der deutsche Arbeitsmarkt für Fachkräfte aus dem Ausland nicht sehr beliebt. Lediglich 55.000 Arbeitnehmer seien seit der EU-Erweiterung im Mai 2011 nach Deutschland gekommen und diese Anzahl reiche bei weitem nicht aus, um den hiesigen Fachkräftemangel aufzufangen. Gründe für die zögerliche Zuwanderung seien die schwierig zu erlernende deutsche Sprache, wie auch der Umstand, dass der deutsche Arbeitsmarkt erst seit kurzem zugänglich sei, da vornehmlich jene Länder von Auswanderern gewählt würden, wo bereits entsprechende Landsleute anzutreffen seien. Außerdem sei die deutsche „Willkommenskultur“ eher „naiv“ als einladend.

Obwohl der Fachkräftemangel in erster Linie durch inländische Arbeitskräfte ausgeglichen werden sollte, wenn nötig auch durch Weiterbildungen, so Weise, stünden nicht ausreichend Fachkräfte zur Verfügung und so würden diese vor allem aus dem europäischen Ausland angeworben. (www.welt.de)

 

Englischsprachige Interpreten singen in deutscher Sprache

Um englischsprachige Lieder für den deutschsprachigen Radiohörer verständlich zu machen, wurden seit den 1950er Jahren englische Liedtexte ins deutsche übersetzt. Diese wurden entweder von den englischsprachigen Interpreten selbst gesungen, häufig bar jeglicher Deutschkenntnisse, oder von deutschen Schlagersängern wie Udo Jürgens. Obwohl die Erfolge rar waren, gibt es gut 450 bis 500 englischsprachige Interpreten, die mit dem Singen in deutscher Sprache ihr Glück versuchten und scheiterten, darunter Johnny Cash, The Supremes, Marvin Gaye, Beach Boys, Frank Zappa, David Bowie und viele mehr. Seit den 70er Jahren, mit dem Aufkommen der Punk-Musik änderten sich die Hörgewohnheiten und es sangen nur noch vereinzelt englischsprachige Interpreten auf deutsch. Erfolgreich bemüht um Lieder in deutscher Sprache waren Connie Francis, Petula Clark und Cliff Richards. Mehr dazu: (www.dradio.de)

 

Literaturtipp

In seinem Buch „Das Fremdwort im Deutschen“ beschäftigt sich Peter Eisenberg mit den Fremdwörtern der deutschen Sprache aus rein wissenschaftlicher Perspektive. Mehr dazu gibt es hier: (vfll.de/literatur)


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Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

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Johann König, Komiker und Lingualgourmet