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VDS-Infobrief 47. Woche

Presseschau vom 21. bis 27. November 2012

 

Gregor Gysi krönt Schlagzeile des Jahres

Die Schlagzeile des Jahres 2012 ist „Politik. Macht. Einsam.“ Mit diesen drei Wörtern leitete der „Stern“ in der Ausgabe 43/2012 einen Bericht über den Politiker Gregor Gysi ein. Diese Schlagzeile fasse besser als manch langer Text zusammen, so die Jury, warum Politik tatsächlich einsam mache. Auf den zweiten Platz schaffte es die Schlagzeile „Biosprit: Essen auf Rädern“ aus der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom 22. August. Hier werde schlaglichtartig der bedenkliche Egoismus einer Gesellschaft deutlich, die in einer Welt, in der immer noch Millionen Menschen Hungers sterben, mit Lebensmitteln Auto fährt. Der dritte Platz ging an die „Zeitung am Samstag“ aus Freiburg und ihre Schlagzeile „Der Wulff im Staatspelz.“ Insgesamt gingen 96 Vorschläge bei der Jury ein. Sie wird geleitet vom Dortmunder Wirtschaftsprofessor und VDS-Vorsitzenden Walter Krämer. Weitere Mitglieder sind die Journalisten Wolf Schneider und Franz Stark sowie die Sprachwissenschaftler Gert Ueding, Horst-Haider Munske und Helmut Glück sowie als Gastjurorin Monika Elias. Die 40 besten Schlagzeilen sind hier einzusehen. Die taz monierte, dass sie die Überschrift „Essen auf Rädern“ am 21. August veröffentlichte. (vds-ev.de, www.dradio.de, www.n-tv.de, www.abendblatt.de, www.welt.de, blogs.taz.de)

 

Wege aus dem Analphabetismus

In Deutschland sind etwa 2 Millionen Menschen totale und etwa 7,5 Millionen Menschen funktionale Analphabeten. Totale Analphabeten können weder lesen noch schreiben, funktionale Analphabeten erkennen und schreiben Buchstaben, Namen und einige Wörter; sie verstehen aber keine ganzen schriftlichen Sätze und längere Texte (siehe auch Infobrief 9. Woche/2011, 7. Woche/2012). Analphabetismus gilt als Tabuthema in Deutschland. Betroffene suchen sich oft aus Scham keine Hilfe oder können sich aufgrund ihrer Lese- und Schreibschwäche nicht über Hilfsangebote informieren. Aufklären sollen bundesweite TV-Kampagnen (z.B. „Was uns antreibt“ der Volksbanken und Raiffeisenbanken) und Vorträge von Mitarbeitern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Bundesregierung hat für die „Nationale Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener“ 20 Millionen Euro in die Forschung investiert. Im September ist die Kampagne der Regierung „Lesen und Schreiben – Mein Schlüssel zur Welt“ gestartet, deren interaktive Wanderausstellung bis Ende November in Oldenburg gastiert. Zudem berichteten Betroffene in Medien über Wege aus dem Analphabetismus, um Mut zu machen, und gründeten Selbsthilfegruppen. Die Kinder- und Jugendbuch-Autorin Verena Zeltner widmet sich in ihrem neuen Buch „Ein Indianer weint doch nicht!“ dem Thema Analphabetismus unter Erwachsenen. Der „Kölner Stadtanzeiger“ berichtete, dass Pädagogen umfassendere Fortbildungen fordern, um zu verhindern, dass sich Schüler mit unzureichenden Lese- und Schreibfähigkeiten „durchmogeln“. Eines der Probleme sei die unzureichende Anzahl von Alphabetisierungskursen aufgrund mangelnder Finanzierung. Alphabetisierungskurse sind wie die Bildungspolitik Ländersache und Angebote daher unterschiedlich geregelt. (www.business-on.de, www.horizont.net, www.shortnews.de, www.bild.de, poessneck.otz.de, www.ksta.de)

 

Deutsche Sprache und Integration

Urteil: Integrationskurs bei mangelnden Deutschkenntnissen

Das Verwaltungsgericht (VG) Karlsruhe hat in einem am Montag bekannt gewordenen Urteil entschieden, dass eine seit 30 Jahren in Deutschland lebende Türkin einen Integrationskurs besuchen muss. Da sie sich nicht einmal auf einfache Art in deutscher Sprache verständigen könne, sei sie in besonderer Weise integrationsbedürftig. Zuvor hatte die Ausländerbehörde die 61-jährige Mutter von sechs Kindern zu einem Integrationskurs verpflichtet, da sie der deutschen Sprache nicht mächtig sei. Die Frau klagte dagegen vor dem VG Karlsruhe. Sie habe ihre Integration durch ihren langjährigen Aufenthalt in Deutschland unter Beweis gestellt. Ihre sechs Kinder seien gut ausgebildet und zahlten Steuern. Wegen der Berufstätigkeit ihrer Kinder müsse sie die Enkelkinder betreuen. Ihre Sprachdefizite seien nicht auf fehlende Integration zurückzuführen, sondern darauf, dass sie Analphabetin sei. Da sich die Frau jedoch nicht einmal auf einfache Art in deutscher Sprache verständigen könne und auch bei der mündlichen Gerichtsverhandlung kein einziges deutsches Wort gesprochen habe, bekräftigte das VG Karlsruhe, dass ein besonders hohes staatliches und gesellschaftliches Interesse daran bestehe, dass sich alle auf Dauer in Deutschland lebenden Ausländer zumindest auf einfache Art sprachlich verständigen könnten. Die vom Gesetz geforderte Integration lasse sich durch die Integration ihrer Kinder nicht kompensieren. Die Teilnahme an dem Kurs sei der Klägerin zumutbar. In der näheren Umgebung ihres Wohnorts würden Kurse angeboten, die auf Analphabeten und Personen zugeschnitten seien, die noch nie im Leben eine Schule besucht hätten. (Urt. v. 10.10.2012, Az. 4 K 2777/11). Die Frau hat mittlerweile beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg die Zulassung der Berufung beantragt. Die „Turkish Press“ erklärte: „Die Sprache des Landes, in dem man auf Dauer zu leben gedenkt, ist das A und O erfolgreicher Integrationsbemühungen. Sicher: Gute deutsche Sprachkenntnisse sind beileibe keine Garantie dafür, dass sich jemand integriert, dazu gehört – auf beiden Seiten – sehr viel mehr. Aber ohne Sprache ist alles andere nichts.“ (www.lto.de, www.anwalt.de, www.welt.de, www.kostenlose-urteile.de, www.turkishpress.de)

Sprachzertifikat für 92,1 Prozent im Integrationskurs

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge teilte am Montag mit, dass im ersten Halbjahr 2012 erstmals fast 58 Prozent der Migranten den Integrationskurs mit der Bestnote abschlossen. Von den insgesamt 48.191 Prüfungsteilnehmern hätten 27.819 das Sprachniveau B1 erreicht, 34,4 Prozent hätten mit dem darunter liegenden Sprachniveau A2 abgeschlossen und erhielten ebenfalls ein Sprachzertifikat. 7,9 Prozent der Teilnehmer hätten keine ausreichenden Sprachkenntnisse nachweisen können. Die Sprachprüfung „Deutsch-Test für Zuwanderer“ wurde 2009 eingeführt und steht am Ende eines jeden Integrationskurses, der 600 Stunden Sprach- und 60 Stunden Orientierungsunterricht umfasst. Seit seiner Einführung stellte das Bundesamt eigenen Angaben zufolge 1,1 Millionen Teilnahmeberechtigungen dafür aus. (www.welt.de)

Integrationspreis für RTL-Kampagne „Sag´s auf Deutsch“

Am Donnerstag hat die Bayerische Staatsregierung der RTL-Kampagne „Sag’s auf Deutsch“ im Bayerischen Landtag in München den „Integrationsbrief“ verliehen. Die Auszeichnung bekommen Personen und Organisationen, „die sich um die Völkerverständigung, den interkulturellen Dialog und die Integration in Bayern verdient gemacht haben“. Generalsekretär und Integrationsbeauftragter Thomas Kreyes nahm den Preis für die Mediengruppe RTL Deutschland in Empfang. Martin Neumeyer, MdL, begründet die Auszeichnung: „Mit ‚Sag´s auf Deutsch‘ erreicht RTL vor allem die wachsende Zielgruppe der jungen Menschen mit Zuwanderungshintergrund – und damit genau die, auf die es künftig ankommt. Als Sender, der vor allem junge Leute anspricht und mit prominenten Migranten, die bei der Zielgruppe eine hohe Glaubwürdigkeit genießen, ist RTL genau das richtige Medium, um etwas zu bewegen. Denn es ist etwas anderes, ob wir Politiker, Schule, Eltern oder Verwaltung sagen ‚Lern Deutsch‘ oder ob dies die Jugendlichen von ihren Idolen zu hören bekommen. Dann ist Deutsch keine lästige Pflicht mehr, sondern cool.“ Auf „Spiegel online“ persifliert Silke Burmester in der Kolumne „S.P.O.N. – Helden der Gegenwart“ RTLs „Verdienste beim interkulturellen Dialog und bei der Integration“; u.a. seien die meisten der ausgewählten Prominenten der Kampagne hier geboren und aufgewachsen und wiesen deshalb gute Deutschkenntnisse auf. (kommunikation.rtl.de, www.spiegel.de)

 

Deutsch reden

In der „Frankfurter Neuen Presse“ griff Dieter Weirich, früherer Intendant der Deutschen Welle, die Bitte von Bundesumweltminister Peter Altmaier auf, dessen Mutter einen Gefallen zu tun und deutsch zu reden. Altmaiers Mutter verstehe bei angelsächsischen Begriffen der Energiewende wie „Smart Grids“ oder „Smart Meters“ sowie „Smart Home“ nur Bahnhof. Wer von intelligenten Stromrechnern zur kommunikativen Steuerung rede, schlaue Zähler für mehr Energieeffizienz anpreise, Haus- und Heimvernetzung als Zukunftslösungen propagiere, der werde verstanden. Altmaiers Bitte sollten auch die Verantwortlichen in den Medien, in der Politik, Wirtschaft und Werbung nachkommen. Denn: „Der Schutz der deutschen Sprache ist auch ein Gebot der Selbstachtung, ist es doch oft eine Mischung aus Gedankenlosigkeit und Bequemlichkeit, sich ‚Denglisch‘ zu verbreiten.“ (www.fnp.de)

 

Unnötiges Denglisch

In der Kindertagesstätte

Der neue Name „Nuthe-Kids“ für die Kindertagesstätte in Bergholz-Rehbrücke im Brandenburger Landkreis Potsdam-Mittelmark sorgt für Unmut. Der Hauptausschuss hat zwar die Wahl der Eltern und Kinder mehrheitlich bestätigt, findet den Namen, der nach der offiziellen Taufe am 27. April 2013 auf einem 2.000 Euro teuren Schild groß an dem denkmalgeschützten Gebäude angebracht werden soll, nicht gut. Gemeindevertreterin Erika Haenel (CDU/Grüne) bezeichnete den Namen als Armutszeugnis. Die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ prognostizierten, dass es wohl „trotz aller Bauchschmerzen bei den ‚Nuthe-Kids‘ bleiben wird, weil die Mehrheit der Abgeordneten der Wahl des Hortausschusses nicht widersprechen will.“ (www.pnn.de)


In der Autobranche

Das „Hamburger Abendblatt“ entlarvte in ihrer Glosse die „Schönredner“ und „Marketing-Strategen“ in der Autobranche, die für realitätsferne Zielgruppen („aktive Fun- und Freizeit-Familien, non-konforme Individualisten“) „von kuriosen Parallelwelten (reden), die von ‚Early Adopters‘, ‚Silver Agers‘, ‚Empty Nesters‘ bevölkert werden, die sich bei genauerem Hinsehen nur als neugierige Technik-Fans, kaufkräftige Senioren und kinderlose Eltern entpuppen.“ Um ungewöhnlich zu erscheinen „werden aus Kombis Sportbacks oder Shooting Brakes, aus Geländewagen SUV, SAV und Softroader, bieder-brave Großraumlimousinen mutieren gar zu Sports oder Active Tourer.“ (www.abendblatt.de)

 

Mangelhafter Englischunterricht in der Grundschule

Die Druckausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ berichtete über mangelhaften Englischunterricht in der Grundschule. Durch Vernachlässigung der Ergebnisse aus Entwicklungspsychologie, der Spracherwerbsforschung und der Sprachwissenschaft entwickelten die Schulbuchverlage ungeeignete Schulbücher. Die Pioniere in der Einführung unterschätzten den Intellekt der Schulkinder und hätten den Vorgang des Fremdspracherwerbs nicht auf den Unterricht übertragen. Die Folge: „Es gab kein Fortschreiten vom Elementaren zum Weiterführenden, keine organische Verknüpfung der Einzelbestandteile beim Aufbau des neuen Sprachsystems, sondern subjektive Willkür anstelle begründeter Systematik“. Die Vernachlässigung des Schriftbildes und der Grammatik führte dazu, dass die Schüler z.B. in Nordrhein-Westfalen sich „am Ende von Klasse 4 nur mit Ein- bis Zweiwortsätzen äußern, die überwiegend aus Nomen und vereinzelten (Farb-) Adjektiven bestehen. Vollständige Sätze mit Verben kommen so gut wie nicht vor.“ Lehrer weiterführender Schulen aus Bayern betrachten Englischunterricht in der Grundschule als überflüssig. In Berlin habe der Autor des Artikels, Dieter Mindt, im Englischunterricht neue Methoden und Lehrmaterialien eingesetzt und damit gute Erfolge erzielt. (F.A.Z., 22.11.2012 (Druckausgabe): „Grundschulenglisch mangelhaft“)

 

200 Jahre Grimms Märchen

Die neue Ausgabe der „Sprachnachrichten“ nehmen das 200-jährige Jubiläum der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm zum Anlass, den Schwerpunkt auf die berühmten Brüder zu legen. Die Ausgabe stellt das Märchen „Die kluge Else“ vor, berichtet über die Verleihung des Jacob-Grimm-Preises Deutsche Sprache in Kassel und erinnert an das bis heute umfassendste Wörterbuch der deutschen Sprache, dessen erster Band (von A – Biermolke) 1854 erschien. (vds-ev.de)

Auch die „ZEIT Geschichte 4/2012“ widmet sich den Brüdern Grimm, ihrer Biografie und ihrer Bedeutung für die Sprachwissenschaft. (www.zeit.de)

Die Zeitung „Neues Deutschland“ berichtete über das „Deutsche Wörterbuch“ der Brüder Grimm. (www.neues-deutschland.de)

 

 


 

Der Verein Deutsche Sprache im Internet: vds-ev.de, facebook.com

Das Haus der deutschen Sprache im Internet: www.hausderdeutschensprache.eu, facebook.com

Dies ist der VDS-Infobrief. Er enthält die Neuigkeiten und Nachrichten über die deutsche Sprache der vergangenen Woche. Wir sichten die Presse, Aussagen von Politikern, Wissenschaftlern und Persönlichkeiten, die in den Schlagzeilen stehen. Für eine bessere Übersicht fassen wir die Neuigkeiten zusammen. Handelt es sich um Meldungen aus dem Internet, sind die dazugehörigen Verweise angegeben.

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Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

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„Mich hat es gestört, dass es keine ordentlichen deutschen Texte gab. Ich dachte, das muss doch gehen. Dass ich Trommler war, kam mir sehr zugute. Ich hab mir die Sprache zurechtgetrommelt. Ich konnte gut Wörter dehnen wie Kaugummi, sie schleudern, zerbeißen, konnte rhythmisch auch die ersten Rap-Dinger anlegen: 'Käthe Dorsch wohnt in Kiel', das war schon Ende der Siebziger.“

Udo Lindenberg, DB mobil 5/2016