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VDS-Infobrief Nr. 350
und 2017

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Pressemitteilungen

Freitag, 24. Februar 2017

VDS-Infobrief 350: Internationaler Tag der Muttersprache

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Foto: VDS

Am 21. Februar feierten die Menschen wieder den Internationalen Tag der Muttersprache. Von den weltweit mehr als 6000 Sprachen ist rund die Hälfte vom Aussterben bedroht. Experten gehen davon aus, dass allein in den letzten 60 Jahren etwa 200 Sprachen und Mundarten ausgestorben sind. Zum Schutz der Sprachen und mit dem Ziel, Sprachenvielfalt und das Bewusstsein für die eigene sprachliche Tradition zu fördern, hat die UNESCO im Jahr 2000 erstmalig den Internationalen Tag der Muttersprache ausgerufen. Denn besonders weniger verbreitete Dialekte und Mundarten werden zunehmend durch die Hochsprachen verdrängt, weil viele Nachteile in Beruf und Alltag durch die Nutzung der eigenen Muttersprache fürchten. „Dabei trägt die Muttersprache viel zur eigenen Identitätsbildung bei. Über sie lernt man zum ersten Mal die Welt kennen, es fällt leichter seine Gefühle in der Muttersprache auszudrücken“, betont Melanie Wagner von der Universität Luxemburg.

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Dienstag, 21. Februar 2017

Deutsch für alle!

Der Verein Deutsche Sprache e.V. präsentiert zum heutigen Internationalen Tag der Muttersprache sein Jahresmotto 2017: „Deutsch für alle!“ Dieser Leitspruch soll die Projekte und Veranstaltungen des Vereins Deutsche Sprache e.V. im laufenden Jahr bündeln.

„Wir sorgen mit Stipendien für die Verbreitung des Deutschen im Ausland, wir fördern ehrenamtliche Deutschlehrer in der Flüchtlingsarbeit, aber vor allem setzen wir uns dafür ein, dass die deutsche Sprache hierzulande besser gepflegt wird“, sagte der VDS-Vorsitzende Prof. Dr. Walter Krämer. „Die Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache werden auch 2017 zur Stelle sein, wenn die deutsche Sprache von öffentlichen Stellen entwertet oder von bestimmten Interessengruppen für ideologische Zwecke missbraucht wird“, so Krämer.

Krämer rief die weltweit 36.000 Mitglieder des größten deutschen Sprach- und Kulturvereins dazu auf, sich in die Diskussion über den Erhalt und die Weiterentwicklung der deutschen Sprache einzubringen. „Wir sind eine Graswurzelbewegung“, so Krämer, „und leben von der Beteiligung und den Ideen unserer Sprachfreunde.“

   

Freitag, 17. Februar 2017

VDS-Infobrief 349: Hindernis für wissenschaftliche Kreativität

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pixabay / CC0 / andrew_t8

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) stellt ein aktuelles Buch vor, in dem Wissenschaftler vor dem Einsatz des Englischen als einziger Wissen­schafts­sprache warnen. Der Verlust der Sprachenvielfalt verzerre den Wettbewerb zugunsten der angelsächsischen Forscher, und er behindere den wissenschaftlichen Fortschritt. Wissenschaftler, die bei der Angli­sierung nicht mitmachen, „verzichten auf Ansehen, Positionen und Fördermittel, weil die auf Deutsch oder Französisch publizierten Arbeiten international nicht mehr gelesen werden und in der auf Rankings fixierten Wissenschaftsfinanzierung bedeutungslos sind“, so die NZZ. Besonders in der Lehre sei die Fremdsprache ein Hindernis für die Kreativität. Auch das Antragswesen bei Förderinstituten erfolge mitunter ausschließlich auf Englisch. So schreibe z. B. der Österreichische WissenschaftsfondsAnträge in englischer Sprache in allen Wissenschaftsdisziplinen vor.

Kürzlich wies auch der Arbeitskreis Deutsch als Wissenschaftssprache e.V. (ADAWIS) in einem offenen Brief an Wissenschaftsministerin Johanna Wanka darauf hin, dass der gesellschaftliche Diskurs über wissen­schaft­liche Themen allein schon dadurch beeinträchtigt werde, dass zahlreiche Forschungsgruppen ihre Internet-Seiten ausschließlich auf Englisch veröffentlichen und Jahresberichte, die auf die wissenschaftlichen Inhalte tiefer eingehen, oft nicht mehr in der Landessprache zur Verfügung gestellt werden.

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Freitag, 10. Februar 2017

VDS-Infobrief 348: Der Reim in der politischen Sprache

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© foitolia #97156919 | Kadmy

Das Bundesumweltministerium hat für eine Werbekampagne elf „neue Bauernregeln“ erfinden lassen, z.B. „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.“ Dafür erntet Umweltministerin Barbara Hendricks viel Kritik von den Bauern. Die Sprüche seien platt formuliert und diffamierend. Politischer Diskurs könne nicht auf Basis plumper und pauschalisierender Reime geführt werden, erklärte Gabi von der Brelie, Sprecherin des Landvolks Niedersachsen. Die Ministerin verteidigt die Kampagne wiederum in gereimter Form: „Wir wollen niemand diffamieren, uns liegt nur viel an Pflanz' und Tieren“. Der Bauernverband kontert auf seiner Facebook-Seite: „Schließt der Bauer Hof und Stall, brachten die Umweltauflagen ihn zu Fall“.

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Freitag, 03. Februar 2017

VDS-Infobrief 347: Deutschsprachige Gemeinschaft besucht den VDS

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Foto (VDS): Die belgische Delegation bestand aus dem Parlamentspräsidenten der DG, Alexander Miesen, der Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Myriam Pelzer sowie Nadja Düsseldorf aus der Sprachenabteilung der DG und wurde von Prof. Dr. Walter Krämer, Prof. Dr. Roland Duhamel und Dr. Holger Klatte empfangen. 

Seit 2010 ist die Deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien Mitglied im Verein Deutsche Sprache e. V. Diese institutionelle Partnerschaft nahm der Präsident des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen, Alexander Miesen, zum Anlass für einen Besuch in der VDS-Geschäftsstelle in Dortmund. Mit den beiden VDS-Vorsitzenden Prof. Dr. Walter Krämer und Prof. Dr. Roland Duhamel vereinbarte die Delegation aus Belgien eine engere Zusammenarbeit, um die Stellung der deutschen Sprache in den Einrichtungen der EU zu verbessern. Parlamentspräsident Miesen kündigte außerdem an, die Bedeutung des Deutschunterrichts sowie das Medienangebot in deutscher Sprache in seinem Einflussbereich zu stärken. Im Herbst soll eine gemeinsame öffentliche Veranstaltung mit Themen rund um die deutsche Sprache in Eupen organisiert werden.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG) ist neben der Französischen Gemeinschaft und der Flämischen Gemeinschaft eine der drei Gemeinschaften des Königreichs Belgien. Sie umfasst neun Gemeinden im Osten Belgiens mit rund 76.600 Einwohnern. Der Verwaltungssitz ist in Eupen.

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Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

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vds-logo-kleinMachen Sie mit! Im Verein Deutsche Sprache e. V. tun Sie etwas für die Zukunft des Deutschen als Kultur­sprache. Jeder ist willkommen; inzwischen sind es mehr als 36.000 Menschen, die weltweit im VDS in über 120 Ländern die deutsche Sprache fördern. Sie können den VDS als stilles Mitglied unterstützen oder die Vereinsarbeit aktiv mitgestalten. Hier (PDF-Datei) finden Sie den Antrag auf Mitglied­schaft. Am besten gleich ausfüllen und mit gelber Post oder per Fax an die Vereinszentrale zurück­. Weitere Informationen finden Sie hier: Mitglied werden.

Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache ergänzt die Vereinsarbeit. Sie wurde 2001 ge­gründet, ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

Schrecklich, diese „fremdbestimmte Dauer-Beschallung” – vor allem wenn aus den Boxen einer dieser „Gute-Laune-Sender” töne. „Dieser ganze Mainstream-Rock-Faschismus macht mich krank!” Wer das Formatradio erfunden habe, gehöre „gevierteilt – und seine Eingeweide sollten von Geiern gefressen werden!” Da bricht der aufgestaute Frust zahlloser Tournee-Reise-Stunden vor dem Autoradio durch. Auf die Radiomacher, die „unsere Gesellschaft in die Knie zwingen wollen: Diese Nervsäcke in den Gute-Laune-Radios vergehen sich an der Geschmacksbildung – das ist die Hölle. Ganz bitter!”

Götz Alsmann
(derwesten.de, 5.11.2014)