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VDS-Infobrief Nr. 358
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Peter Härtling geehrt

Sonntag, den 21. Oktober 2012 um 15:17 Uhr

Zum zwölften Mal wurde am Samstag in Kassel der Kulturpreis Deutsche Sprache verliehen. Er besteht aus drei Teilen. Peter Härtling erhielt den mit 30.000 Euro dotierten Jacob-Grimm-Preis, das medizinische Beratungsprojekt „Was hab’ ich?“ den mit 5.000 Euro dotierten Initiativpreis, und der undotierte Institutionenpreis ging an die Sendung mit der Maus. Der Kulturpreis Deutsche Sprache wird jährlich von der Eberhard-Schöck-Stiftung (Baden-Baden) und vom Verein Deutsche Sprache e. V. (Dortmund) vergeben.

Über 500 Gäste erlebten im Blauen Saal des Kongress Palais Kassel, wie Peter Härtling der Jacob-Grimm-Preis verliehen wurde. Seine Gedichte sind von großer Sprachkraft und seine Werke zeigen, mit welcher Hingabe man sich der Sprache und Literatur widmen kann. Dr. Tilman Spreckelsen, Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, würdigte die Leistungen des 78-Jährigen in seiner Laudatio, in der er Härtlings Biographie und dessen literarisches Schaffen hervorhob. Sowohl seine Kinder- und Jugendbücher wie „Oma“ oder „Ben liebt Anna“ als auch seine Romane seien zeitlose Klassiker. Frühere Preisträger sind unter anderem Loriot, Cornelia Funke, Udo Lindenberg und Nora Gomringer.

Der Initiativpreis Deutsche Sprache ging an das medizinische Beratungsprojekt „Was hab’ ich?“. Mitgründer Johannes Bittner nahm den Preis entgegen. Prof. Dr. Peter Dominiak, Präsident der Universität zu Lübeck, hob in seiner Laudatio hervor, dass das Übersetzen medizinischer Befunde in eine leicht verständliche Sprache gerade für Patienten besonders wichtig sei und würdigte die Leistung der Studenten, die zusätzlich neben dem anstrengendem Medizinstudium besonders anzuerkennen sei.

Der Institutionenpreis Deutsche Sprache wurde der Sendung mit der Maus verliehen. Armin Maiwald, Maus-Regisseur und Erfinder der Sach­geschichten, nahm den Preis zusammen mit der Maus und seinen Redaktions­kollegen entgegen. Die Sendung zeigt Kindern, wie man Vorgänge und Sachverhalte anschaulich erklärt. Dr. Holger Klatte vom Verein Deutsche Sprache e. V. lobte das Bemühen: „Die Sach­geschichten verwenden eine Sprache, die zum Markenzeichen der Sendung geworden ist.“ Die Sprache in diesen kurzen Filmen gelte heute als Vorbild für verständliche Sachbeschreibungen überhaupt.

 

Die Jury für den Kulturpreis Deutsche Sprache:

Angela Elis (Freiberg), Prof. Dr. Helmut Glück (Sprecher, Bamberg), Dr. Holger Klatte (Geschäftsführung, Düsseldorf), Prof. Dr. Wolf Peter Klein (Würzburg), Prof. Dr. Walter Krämer (Dortmund), Dipl.-Ing. Eberhard Schöck (Baden-Baden), Prof. Dr. Waltraud Wende (Kiel).

Kulturpreis Deutsche Sprache, Postfach 10 24 11, 44024 Dortmund

Fotos von der Veranstaltung können Sie unter www.kulturpreis-deutsche-sprache.de/Preisträger 2012 abrufen.

Verweise:

 

Medienecho

Wiederum als voller Erfolg erwies sich laut einer Mitteilung eine Vortrags­veranstaltung mit grenz­über­schreitendem Charakter, zu welcher die Regional­gruppe Ortenau des Vereins Deutsche Sprache nach Offenburg eingeladen hatte.
(Badische Zeitung 24.4.2015)

 

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Sprüche

„Ich glaube, die Deutschen sind nicht stolz genug auf ihre Sprache. An Heideggers Aus­spruch, nur Deutsch und Griechisch seien fürs Philosophieren geeignet, ist vielleicht doch ir­gendwas dran. Ich glaube jedenfalls nicht, dass es ein Zufall ist, dass es in der Vergangenheit so viele deutsche Denker und Komponisten gab. Oder in der Gegenwart, dass die Deutschen so einzigartig gute Maschinen und Motoren bauen. Die Komplexität ihrer Sprache bereitet sie genau darauf vor."

Yngve Slyngstad, Chef des Norwegischen Staatsfonds in: Frankfurter Allgemeine Sonntags­zeitung, 7. Februar 2016, S. 40.