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VDS-Infobrief Nr. 319
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MDR-Programm „von Wiederholungen geprägt“

Montag, den 17. Februar 2014 um 13:28 Uhr

Immer mehr öffentlich-rechtliche Rundfunksender weigern sich, Musikstücke in deutscher Sprache zu spielen. Der Sender „MDR 1 Radio Sachsen“, des Mitteldeutschen Rundfunks hat nun in einer Stellungnahme an die Regionalvertretung des Vereins Deutsche Sprache e.V. in Dresden erklärt „... nur noch wenig deutschsprachige Musik wird gewünscht, dafür mehr englische Oldies.“ Eine „internationale Vielfalt“ der Musikstücke sei „nicht angedacht, eher ein Programm, das von Wiederholungen geprägt ist“. Dabei beruft sich der MDR auf die Ergebnisse von Hörer-Umfragen.

„Der MDR will uns weismachen, dass die Mehrheit der Hörer keine deutschen Lieder mehr hören will“, sagte die Dresdener VDS-Regionalleiterin Eva-Maria Oelschlegel. Sie bezweifelte die Repräsentativität dieser Umfrage, denn beim VDS gingen ständig Beschwerden über die Vernachlässigung deutscher Musik im Rundfunk ein. „Beim MDR und bei den meisten anderen Sendern in Deutschland haben die Verantwortlichen einfach nicht kapiert, dass wir in Deutschland eine vielfältige populäre Musikszene für jede Altersgruppe haben“, so Oelschlegel. „Wir rufen die Hörerinnen und Hörer der öffentlich-rechtlichen Sender auf, Musikwünsche an die Redaktionen zu schicken, um auf dieses vielfältige Angebot hinzuweisen“, kündigte Oelschlegel an.

Der VDS ist mit 36.000 Mitgliedern Deutschlands größter Sprach- und Kulturverein. Er setzt sich auch dafür ein, dass mehr deutschsprachige Musik im Radio gespielt wird. Denn bei den meisten Sendern in Deutschland liegt der Anteil der Lieder in deutscher Sprache bei unter zehn Prozent.

 

Medienecho

Wiederum als voller Erfolg erwies sich laut einer Mitteilung eine Vortrags­veranstaltung mit grenz­über­schreitendem Charakter, zu welcher die Regional­gruppe Ortenau des Vereins Deutsche Sprache nach Offenburg eingeladen hatte.
(Badische Zeitung 24.4.2015)

 

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Sprüche

„Ich glaube, die Deutschen sind nicht stolz genug auf ihre Sprache. An Heideggers Aus­spruch, nur Deutsch und Griechisch seien fürs Philosophieren geeignet, ist vielleicht doch ir­gendwas dran. Ich glaube jedenfalls nicht, dass es ein Zufall ist, dass es in der Vergangenheit so viele deutsche Denker und Komponisten gab. Oder in der Gegenwart, dass die Deutschen so einzigartig gute Maschinen und Motoren bauen. Die Komplexität ihrer Sprache bereitet sie genau darauf vor."

Yngve Slyngstad, Chef des Norwegischen Staatsfonds in: Frankfurter Allgemeine Sonntags­zeitung, 7. Februar 2016, S. 40.