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VDS-Infobrief Nr. 316
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Sprachfreunde für Deutsch ins Grundgesetz

Sonntag, den 01. Juni 2014 um 11:00 Uhr

Der Verein Deutsche Sprache e.V. forderte auf seiner diesjährigen Delegiertenversammlung in Gießen mit großem Nachdruck die Aufnahme von Deutsch ins Grundgesetz. Insgesamt 160 Delegierte riefen stellvertretend für weltweit mehr als 36.000 Vereinsmitglieder die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, bei der nächsten Grundgesetzänderung den Paragraphen 22 um den Zusatz: „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch" zu ergänzen. Damit gäbe es auch in Deutschland endlich eine derartige Regel mit Verfassungs­rang, so wie sie in 18 von 28 Ländern der Europäischen Union seit langem existiere.

Mehr als in den meisten anderen Ländern Europas und der Welt sei es in Deutschland die Landessprache, die das Gemeinwesen zusammenhält, erläuterte der Vereinsvorsitzende Professor Dr. Walter Krämer. Aber anders als die Presse, die Freiheit von Forschung und Lehre, die Tiere oder die Wohnung genieße dieses Kulturgut bislang nicht die Anerkennung durch das Grundgesetz. Und wie die geradezu dramatische Verdrängung des Deutschen durch das Englische aus immer mehr Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens nur zu deutlich zeige, reiche ein Schutz durch nachrangige Gesetze hier nicht aus.

Der Verein Deutsche Sprache e.V. wurde im Jahre 1997 in Dortmund gegründet und sieht sich als eine internationale Vereinigung von Menschen, die den Bedeutungsverlust des Deutschen als Sprache von Kultur und Wissenschaft nicht tatenlos begleiten wollen. Seine Mitglieder wählen den Sprachpanscher des Jahres, vergeben aber auch den Kulturpreis Deutsche Sprache für Verdienste um deren Statuserhalt. Zu den bisherigen Preisträgern zählen etwa Ljudmila Putina, der Verfassungsrechtler Paul Kirchhof, Udo Lindenberg oder Loriot.

Gießener Aufruf (pdf)

Tagungsprogramm und Fotos von der Delegiertenversammlung

 

Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

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Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache ergänzt die Vereinsarbeit. Sie wurde 2001 ge­gründet, ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

Schrecklich, diese „fremdbestimmte Dauer-Beschallung” – vor allem wenn aus den Boxen einer dieser „Gute-Laune-Sender” töne. „Dieser ganze Mainstream-Rock-Faschismus macht mich krank!” Wer das Formatradio erfunden habe, gehöre „gevierteilt – und seine Eingeweide sollten von Geiern gefressen werden!” Da bricht der aufgestaute Frust zahlloser Tournee-Reise-Stunden vor dem Autoradio durch. Auf die Radiomacher, die „unsere Gesellschaft in die Knie zwingen wollen: Diese Nervsäcke in den Gute-Laune-Radios vergehen sich an der Geschmacksbildung – das ist die Hölle. Ganz bitter!”

Götz Alsmann
(derwesten.de, 5.11.2014)