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VDS-Infobrief Nr. 354
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VDS-Infobrief 349: Hindernis für wissenschaftliche Kreativität

Freitag, den 17. Februar 2017 um 12:28 Uhr

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pixabay / CC0 / andrew_t8

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) stellt ein aktuelles Buch vor, in dem Wissenschaftler vor dem Einsatz des Englischen als einziger Wissen­schafts­sprache warnen. Der Verlust der Sprachenvielfalt verzerre den Wettbewerb zugunsten der angelsächsischen Forscher, und er behindere den wissenschaftlichen Fortschritt. Wissenschaftler, die bei der Angli­sierung nicht mitmachen, „verzichten auf Ansehen, Positionen und Fördermittel, weil die auf Deutsch oder Französisch publizierten Arbeiten international nicht mehr gelesen werden und in der auf Rankings fixierten Wissenschaftsfinanzierung bedeutungslos sind“, so die NZZ. Besonders in der Lehre sei die Fremdsprache ein Hindernis für die Kreativität. Auch das Antragswesen bei Förderinstituten erfolge mitunter ausschließlich auf Englisch. So schreibe z. B. der Österreichische WissenschaftsfondsAnträge in englischer Sprache in allen Wissenschaftsdisziplinen vor.

Kürzlich wies auch der Arbeitskreis Deutsch als Wissenschaftssprache e.V. (ADAWIS) in einem offenen Brief an Wissenschaftsministerin Johanna Wanka darauf hin, dass der gesellschaftliche Diskurs über wissen­schaft­liche Themen allein schon dadurch beeinträchtigt werde, dass zahlreiche Forschungsgruppen ihre Internet-Seiten ausschließlich auf Englisch veröffentlichen und Jahresberichte, die auf die wissenschaftlichen Inhalte tiefer eingehen, oft nicht mehr in der Landessprache zur Verfügung gestellt werden.

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Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

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Sprüche

„Mich hat es gestört, dass es keine ordentlichen deutschen Texte gab. Ich dachte, das muss doch gehen. Dass ich Trommler war, kam mir sehr zugute. Ich hab mir die Sprache zurechtgetrommelt. Ich konnte gut Wörter dehnen wie Kaugummi, sie schleudern, zerbeißen, konnte rhythmisch auch die ersten Rap-Dinger anlegen: 'Käthe Dorsch wohnt in Kiel', das war schon Ende der Siebziger.“

Udo Lindenberg, DB mobil 5/2016