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VDS-Infobrief Nr. 354
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Sprachpanscher 2003

Montag, den 01. September 2003 um 12:04 Uhr

Präsident des Deutschen Fußballbundes wird Sprachpanscher 2003

Mit knappem Abstand vor der Deutschen Kultusministerkonferenz wurde Gerhard Mayer-Vorfelder, der Präsident des Deutschen Fußballbundes, zum Sprachpanscher des Jahres 2003 gewählt. Wahlberechtigt waren die 16.000 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache e.V., denen die vom DFB und vielen seiner Vereine betriebene Vermanschung der deutschen Sprache mit Englisch zu Denglisch nicht gefällt. "Wenn in einer DFB-Zeitschrift von Home & Away Shirts, Signature Shirts und Reversible Tops die Rede ist, so sehe ich darin kein Zeichen von Weltoffenheit, sondern eine peinliche Mißachtung unserer eigenen Sprache und Kultur," erklärte Vereinsvorsitzender Krämer gegenüber dpa.


Mayer-Vorfelder ist nach der Modeschöpferin Jil Sander, Ex-Telekom Chef Ron Sommer, Ex-Bahnchef Johannes Ludewig, dem Rektor der Universität München, dem der Vorsitzenden des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e.V., ("funeral master") und Postchef Klaus Zumwinkel der siebte Sprachpanscher des Jahres. Mit diesem Titel zeichnen die Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache jährlich Personen, Firmen oder sonstige Institutionen aus, die im abgelaufenen Jahr auf besonders augenfällige Weise die deutsche Sprache und Kultur mit überflüssigen Imponier-Anglizismen oder anderen Angriffen mißhandelt haben.

Der Sieger erhält eine Urkunde per Einschreiben mit der Deutschen Post.

Weitere Infos beim 1. Vorsitzenden des VDS, Prof. Dr. Walter Krämer, Tel. 0231-755-3125 (d), 05033-5878 (p), 0171-2604302 (Funktelefon), oder auf den Internet-Seiten des VDS: www.vds-ev.de.

 


Wegen seiner bemerkenswerten Fehlleistungen im Umgang mit der deutschen Sprache haben die Mitglieder des „Vereins Deutsche Sprache e.V.“ Herrn Gerhard Mayer-Vorfelder, Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), zum Sprachpanscher des Jahres 2003 gewählt. Damit drücken sie ihr Mißfallen an der Vermanschung des Deutschen mit dem Englischen zu Denglisch aus, das der Deutsche Fußballbund in vielen seiner Verlautbarungen betreibt. Wenn etwa in einer DFB-Zeitschrift von Home & Away Shirts, Signature Shirts und Reversible Tops die Rede ist, so sieht der Verein Deutsche Sprache darin kein Zeichen von Weltoffenheit, sondern eine peinliche Mißachtung unserer eigenen Sprache und Kultur.

Urkunde

sprachpanscher03

 

Medienecho

Wiederum als voller Erfolg erwies sich laut einer Mitteilung eine Vortrags­veranstaltung mit grenz­über­schreitendem Charakter, zu welcher die Regional­gruppe Ortenau des Vereins Deutsche Sprache nach Offenburg eingeladen hatte.
(Badische Zeitung 24.4.2015)

 

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Sprüche

„Mich hat es gestört, dass es keine ordentlichen deutschen Texte gab. Ich dachte, das muss doch gehen. Dass ich Trommler war, kam mir sehr zugute. Ich hab mir die Sprache zurechtgetrommelt. Ich konnte gut Wörter dehnen wie Kaugummi, sie schleudern, zerbeißen, konnte rhythmisch auch die ersten Rap-Dinger anlegen: 'Käthe Dorsch wohnt in Kiel', das war schon Ende der Siebziger.“

Udo Lindenberg, DB mobil 5/2016