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VDS-Infobrief Nr. 354
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Sprachpanscher 2001

Freitag, den 31. August 2001 um 12:23 Uhr

Oberster Totengräber wird Sprachpanscher 2001

Wolfgang H. Zocher, der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e.V., wurde von den Mitgliedern des Vereins Deutsche Sprache e.V. zum Sprachpanscher des Jahres 2001 gewählt. Zocher ist mitverantwortlich dafür, daß es in Deutschland seit Dez. 2000 den Ausbildungsberuf des "Funeral masters" gibt, und daß sich seine Berufsgenossen auf der jährlichen "Eternity" versammeln. Die "Eternity 2001" war am 11. und 12. Mai in Ulm. Näheres dazu auf den Internet-Seiten des Bestatterverbandes: www.bestatter.de oder bei www.eternity-messe.de.

Zocher gewann mit knappem Vorsprung vor dem Staatsminister beim Bundeskanzler, Hans-Martin Bury, und Franz Beckenbauer. Bury ist für die "Name IT, win IT" Anzeigenserie der Bundesregierung verantwortlich, Beckenbauer wirbt für das "free and easy christmas set".

"Mit der Einführung des funeral masters hat die Denglisch-Welle in Deutschland ihren lächerlichen Höhepunkt erreicht," so Prof. Walter Krämer, Vorsitzender des VDS. "Ich gehe davon aus, daß es diesen Beruf in einigen Jahren nicht mehr gibt. Zusammen mit vielen anderen Landsleuten habe ich in meine letztwillige Verfügung einen Abschnitt aufgenommen, daß meine sterblichen Überrest keinem funeral master in die Hände fallen dürfen. Und ich will auch nicht in einer "peace box" begraben werden."

Zocher ist nach Jil Sander, Ron Sommer, Johannes Ludewig und dem Rektor der Universität München der fünfte Sprachpanscher des Jahres. Mit dem "Sprachpanscher des Jahres" zeichnen die Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache Personen und auch Firmen aus, die im abgelaufenen Jahr auf besonders augenfällige Weise die deutsche Sprache und Kultur mit überflüssigen Imponier-Anglizismen ("Denglisch")mißhandelt haben.

Weitere Infos beim 1. Vorsitzenden des VDS, Prof. Dr. Walter Krämer, Tel. 0231-755-3125 (d)  oder auf den Internet-Seiten des VDS: www.vds-ev.de.

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Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

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(derwesten.de 12.12.2014)