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VDS-Infobrief Nr. 354
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Sprachpanscher 2000

Donnerstag, den 31. August 2000 um 12:26 Uhr

Rektor der Uni München wird Sprachpanscher 2000

Mit einer Überraschung endete heute in Dortmund die Wahl zum Sprachpanscher 2000. Es gewann Prof. Dr. jur. Andreas Heldrich, der Rektor der Ludwig-Maximilians- Universität München, vor Rolf Breuer, dem Chef der Deutschen Bank, und der Firma TUI Touristik Union International. Weitere Kandidaten auf der fünf Positionen umfassenden Vorschlagsliste waren Jürgen Rüttgers, CDU Spitzenkandidat in NRW, und Jürgen Weber, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa AG.

Prof. Heldrich ist nach Jil Sander, Ron Sommer und Johannes Ludewig der vierte Sprachpanscher des Jahres. Mit dem "Sprachpanscher des Jahres" zeichnen die über 10.000 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache e.V. Personen und auch Firmen aus, die im abgelaufenen Jahr auf besonders augenfällige Weise die deutsche Sprache und Kultur mißhandelt haben. Im Fall von Prof. Heldrich war dies ein Vorschlag, die ehemaligen Fakultäten und Fachbereiche der traditionsreichen Münchener Universität in "departments" umzutaufen.

Vereinsvorsitzender Krämer: "Es gibt schlimmere Sprachsünder; vermutlich strafen unsere Vereinsmitglieder mit dieser Wahl vor allem die würdelose Anbiederung der deutschen Hochschullandschaft an das amerikanische System, wie sie sich in der massenhaften Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen oder in den modernen Credit- Point-Systemen äußert. Für alle diese Dinge könnte eine selbstbewußte, auf ihre eigenen Stärken bauende Universität problemlos deutsche Wörter finden."

Weitere Informationen bei:

Prof. Dr. Walter Krämer (1. Vorsitzender und Gründer des VDS),

Tel. 05033-5878 oder 0231-7948520.

 

Medienecho

Wiederum als voller Erfolg erwies sich laut einer Mitteilung eine Vortrags­veranstaltung mit grenz­über­schreitendem Charakter, zu welcher die Regional­gruppe Ortenau des Vereins Deutsche Sprache nach Offenburg eingeladen hatte.
(Badische Zeitung 24.4.2015)

 

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Sprüche

„Ist es Imperialismus, wenn Sowjet-Panzer bis an die deutsche Grenze stehen? Nein, Imperialismus ist, wenn die eigene Kultur flöten geht. Jedes zweite Stück auf deutschen Spielplänen hat einen englischen Titel. Wir machen uns zu Sklaven, wir finden es schick, wenn die Internetsprache deutsche Bühnen bestimmt. Wenn wir so weitermachen, wird das Deutsche 'ne Zwergensprache. Wir sind Deutsche durch Sprache, nicht durch Krupp oder die Bild-Zeitung."

Claus Peymann: Das Theater verliert sein Geheimnis (derwesten.de, 15.6.2016)