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VDS-Infobrief Nr. 354
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Sprachpanscher 1998

Sonntag, den 01. November 1998 um 14:06 Uhr

sprachpanscher98


HERR RON SOMMER, WENN ICH BITTEN DÜRFTE ... ACH GOTT ... DER VERSTEHT MICH JA NICHT! ... ATTENTION: ... A SHORT- DISTANCE-CALL TO MISTER RON SUMMER, PLEASE

Wegen seiner herausragenden Fehlleistung im Umgang mit der deutschen Sprache hat die Mitgliederversammlung des „Vereins zur Wahrung der deutschen Sprache e.V.“
Herrn

Ron Sommer

zum
Sprachpanscher des Jahres 1998


gewählt. Damit würdigt der Verein den konsequenten Ausstieg aus der deutschen Sprache durch die von Ron Sommer geführte Deutsche Telekom. Die Mitglieder des Vereins empfinden es als zutiefst kundenfeindlich und menschenverachtend, in ihrem eigenen Land, dessen Menschen zum größten Teil des Englischen nicht mächtig sind, mit "sunshine-" und "moonshine-Tarifen" umworben zu werden und Telefonrechnungen in einer nur spärlich mit deutschen Wörtern garnierten landesfremden Sprache zu empfangen. (City-Calls, Free-Calls, German-Calls usw). Durch die unkritische Anpassung an das moderne pseudokosmopolitische Imponiergehabe, mit dem viele Deutsche sich heutzutage den Anschein von Weltläufigkeit zu geben suchen, hat die Deutsche Telekom eine Spitzenstellung an Illoyalität gegenüber unserer Sprache eingenommen.

Dortmund, im November 1998

 

Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

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Sprüche

Schrecklich, diese „fremdbestimmte Dauer-Beschallung” – vor allem wenn aus den Boxen einer dieser „Gute-Laune-Sender” töne. „Dieser ganze Mainstream-Rock-Faschismus macht mich krank!” Wer das Formatradio erfunden habe, gehöre „gevierteilt – und seine Eingeweide sollten von Geiern gefressen werden!” Da bricht der aufgestaute Frust zahlloser Tournee-Reise-Stunden vor dem Autoradio durch. Auf die Radiomacher, die „unsere Gesellschaft in die Knie zwingen wollen: Diese Nervsäcke in den Gute-Laune-Radios vergehen sich an der Geschmacksbildung – das ist die Hölle. Ganz bitter!”

Götz Alsmann
(derwesten.de, 5.11.2014)