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VDS-Infobrief Nr. 358
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Kulturpreis Deutsche Sprache 2007

Samstag, den 27. Oktober 2007 um 11:42 Uhr

Die Preisträger des Jahres 2007 sind:

  • Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache:

    Dr. Frank Schirrmacher

  • Initiativpreis Deutsche Sprache:

    Deutsche Bibliothek Helsinki

  • Institutionenpreis Deutsche Sprache:

    Redaktion der Zeitschrift „Angewandte Chemie“

Bilder von der Preisverleihung

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Jacob-Grimm-Preisträger Dr. Frank Schirrmacher und der Stifter des Kulturpreises Deutsche Sprache, Eberhard Schöck.

 

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Die Laudatio auf Dr. Frank Schirrmacher hielt der Vorsitzende des Deutschen Germanistenverbands, Prof. Dr. Thomas Anz (Universität Marburg)


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Dr. Frank Schirrmacher trug sich ins Goldene Buch der Stadt Kassel ein. Rechts: Oberbürgermeister Bertram Hilgen.


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Bei der Pressekonferenz (von links): Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Dr. Frank Schirrmacher, Preisstifter Eberhard Schöck, Prof. Dr. Helmut Glück, Prof. Dr. Ahti Jäntti, Dr. Peter Gölitz.


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Von links: Felicitas Schöck, Dr. Peter Gölitz, Prof. Dr. Ahti Jäntti, Prof. Dr. Helmut Glück, Kaarina Rantavaara, Botschafter René Nyberg, Botschafter a.D. Dr. Cornelius Sommer, Prof. Dr. Thomas Anz, Dr. Eva Wille, Dr. Frank Schirrmacher, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Staatssekretär Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz, Eberhard Schöck


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Bei der Pressekonferenz: Jacob-Grimm-Preisträger 2007 Dr. Frank Schirrmacher

 

Auszüge aus der Dankesrede von Frank Schirrmacher in der Süddeutschen Zeitung vom 29.10.2007: Wir brauchen eine Debatte

 

Kulturpreis Deutsche Sprache - Pressemitteilung - 27. Oktober 2007

Preise für Frank Schirrmacher, die Deutsche Bibliothek Helsinki und die Fachzeitschrift "Angewandte Chemie"

Der mit 30.000 Euro dotierte Jacob-Grimm-Preis wurde am Samstag an Frank Schirrmacher verliehen. Einer der höchstdotierten Kulturpreise im deutschspra-chigen Raum ging damit erstmals an einen Journalisten. Weitere Preise gingen an die Deutsche Bibliothek Helsinki und an die Fachzeitschrift "Angewandte Chemie".

Der Stifter des Jacob-Grimm-Preises Deutsche Sprache, Eberhard Schöck, bezeichnete den Journalisten und Autoren Schirrmacher als eine herausragende Persönlichkeit der deutschen Medienlandschaft, die es im journalistischen Handwerk zur Meisterschaft gebracht habe.

Zur siebten Preisverleihung kamen mehr als 500 Gäste nach Kassel. Grußworte wurden von der Hessischen Landesregierung, vom finnischen Botschafter René Nyberg und vom Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen überbracht. Der Kulturpreis Deutsche Sprache wird jährlich von der Eberhard-Schöck-Stiftung (Baden-Baden) und dem Verein Deutsche Sprache e.V. (Dortmund) vergeben.

Die Laudatio auf Schirrmacher hielt der Vorsitzende des deutschen Germanistenverbandes, Thomas Anz. Er bescheinigte dem Jacob-Grimm-Preisträger eine glänzende Journalistenkarriere. Das "journalistische Genie des Buchstaben- und Wortsetzers Schirrmacher", so Anz, zeige sich daran, dass er alles, was er sprachlich erfasst, in historische Ereignisse zu verwandeln vermag. Dies gelte ebenso für seine Bücher wie für seine Zeitungsartikel.

Schirrmacher plädierte in seiner Rede für den Erhalt des Qualitätsjournalismus, der sich den modernen Herausforderungen der neuen Medien stellen müsse. Unabhängiger Journalismus biete verlässliche Informationen für die Gesellschaft.

Den mit 5.000 Euro dotierten Initiativpreis Deutsche Sprache für die Deutsche Bibliothek Helsinki überreichte der ehemalige deutsche Botschafter in Finnland, Cornelius Sommer. Die Bibliothek "ist ein kleiner, aber kraftvoll strahlender Leuchtturm, nicht wegzudenken aus der kulturellen Tradition Finnlands und der deutsch-finnischen Beziehung. Hier begegnen sich unsere Menschen, ihr Wissen und ihre Sprachen", sagte Sommer. Der finnische Botschafter René Nyberg verstand die Verleihung des Preises an die Bibliothek auch als Warnung vor einer drohenden Schließung der Bibliothek.

Den dritten Preis, den undotierten Institutionenpreis Deutsche Sprache, erhielt die Redaktion der Fachzeitschrift "Angewandte Chemie" für ihren Beitrag zur Erhaltung des Deutschen als Wissenschaftssprache. Die Zeitschrift trage durch ihre Übersetzungen der englischen Beiträge ins Deutsche zur Weiterentwicklung des Deutschen als Wissenschaftssprache bei, erläuterte die Laudatorin, Felicitas Schöck.

Der Chefredakteur der "Angewandten Chemie", Peter Gölitz, sagte, dass die deutsche Ausgabe der Zeitschrift eine wichtige Stellung im Verlagsprogramm habe. Sie sei nicht nur für die Industrie und Forschung von großer Bedeutung, sondern unterstütze auch die Vermittlung der Chemie in Schule und Universität.

Nähere Informationen sind erhältlich beim Sprecher der Jury des Kulturpreises Deutsche Sprache, Prof. Dr. Helmut Glück (Universität Bamberg, Tel.: 0951-863-2239) und im Internet: www.kulturpreis-deutsche-sprache.de.

Weitere Seiten zum Thema Kulturpreis:

 

Medienecho

Wiederum als voller Erfolg erwies sich laut einer Mitteilung eine Vortrags­veranstaltung mit grenz­über­schreitendem Charakter, zu welcher die Regional­gruppe Ortenau des Vereins Deutsche Sprache nach Offenburg eingeladen hatte.
(Badische Zeitung 24.4.2015)

 

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Sprüche

„Mich hat es gestört, dass es keine ordentlichen deutschen Texte gab. Ich dachte, das muss doch gehen. Dass ich Trommler war, kam mir sehr zugute. Ich hab mir die Sprache zurechtgetrommelt. Ich konnte gut Wörter dehnen wie Kaugummi, sie schleudern, zerbeißen, konnte rhythmisch auch die ersten Rap-Dinger anlegen: 'Käthe Dorsch wohnt in Kiel', das war schon Ende der Siebziger.“

Udo Lindenberg, DB mobil 5/2016