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VDS fordert: Reformationstag statt Halloween

Donnerstag, den 30. Oktober 2008 um 11:57 Uhr

kuerbisDer Verein Deutsche Sprache e.V. fordert dazu auf, am 31. Oktober nicht Halloween, sondern den Reformationstag zu begehen. Am Freitag wird es wieder an vielen Türen klingeln, und schaurig verkleidete Kinder werden rufen: „trick or treat“ („Süßes, sonst gibt's Saures“). „Warum äffen wir gedankenlos die Amerikaner nach?“, fragt der VDS-Vorsitzende, Walter Krämer. Der Verein Deutsche Sprache unterstütze mit seiner Kritik die Evangelische Kirche in Deutschland, die seit Jahren mit großer Sorge das Verdrängen eines ihrer höchsten Feiertage beklagt. Bundesbürger, an deren Haustüren am 31. Oktober Kinder um Geschenke bitten, sollten an die christliche Tradition des Martinssingens am 10. und 11. November erinnern, so Krämer.

Das Wort „Halloween“ ist eine Verschmelzung des englischen Begriffs „All Hallows' Even“, deutsch: Allerheiligenabend. Das Fest wurde ursprünglich in den katholischen Gebieten Großbritanniens gefeiert und hat sich in Nordamerika zu einem Volksfest entwickelt. Die katholischen Feiertage Allerheiligen (1. November) und Allerseelen (2. November), an denen die Gläubigen der Gemeinschaft der Heiligen und der Seelen im Fegefeuer gedenken sowie der evangelische Reformationstag (31. Oktober), der an den Thesenanschlag Martin Luthers 1517 erinnert, verlieren dadurch seit Jahren an Bedeutung.

 

 

Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

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Wenn ich merke, dass Sprache den Weg über das Gehirn scheut, muss ich eingreifen.

Johann König, Komiker und Lingualgourmet