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VDS-Infobrief Nr. 215
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Aktion „Lebendiges Deutsch“ - „Spam“

Sonntag, den 04. Februar 2007 um 11:36 Uhr

Dieses Mal werden treffende deutsche Entsprechungen für Spam gesucht. Senden Sie bitte Ihre Vorschläge bis zm 16. Februar über das Formular "Wörter des Monats" auf der Seite www.aktionlebendigesdeutsch.de.

Für „Slogan“ hat die Aktion aus 298 verschiedenen Angeboten das kürzeste ausgewählt: den Spruch – der enthält alles, von der Spruchweisheit bis zum Sprüchemachen. „Knacksatz“ und „Kaufkitzel“ waren in der engeren Wahl.

Das Angebot des Monats lautet: Sagen wir doch statt Newsletter Infobrief!

Die Aktion, gefördert von Bundestagspräsident Lammert und zahlreichen prominenten Professoren, wird getragen vom Präsidenten des Deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus, dem Vorsitzenden des Vereins Deutsche Sprache, Prof. Walter Krämer, dem Autor Wolf Schneider und Dr. Cornelius Sommer von der „Stiftung Deutsche Sprache“.

 

Medienecho

Für VDS-Mitglied Reiner Pogarell, Leiter des Instituts für Betriebslinguistik und Sprachberater, war das Jahr 2000 ein Tiefpunkt, was die Stellung der deutschen Sprache angeht. Warum? „Wenn damals ein deutsches Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern ein Werk in Tschechien mit 200 Mitarbeitern gekauft hat, wurde deshalb Englisch zur Arbeitssprache auf allen Ebenen erklärt.“ Daraus resultierte, dass Fachkräfte in Konferenzen aufgrund mangelnder Englischkenntnisse schweigsam wurden. Pogarell: „Die Plapperer haben alles an sich gerissen.“ („Klartext tut gut“, FAZ vom 15.02.2009)

 

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Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache ergänzt die Vereinsarbeit. Sie wurde 2001 aus der Überzeugung ge­gründet, dass die deutsche Sprache ein Gemeingut von hohem Wert ist, das der bewussten Förderung und Entwicklung bedarf. Die Stiftung fördert die Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung dieser Sprache. Sie ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Um die deutsche Sprache ist es nicht gut bestellt. Schuld daran sind die Werbung, ein Teil der Medien und auch einige Politiker. Sie wollen der deutschen Sprache den Garaus machen. Doch der Versuch, sie abzuschaffen, wird scheitern.“

Hans Magnus Enzensberger am 21.10.2007 in der Bildzeitung