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12. März 2010 

Verein Deutsche Sprache e.V.

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Pressemitteilung 11.1.2010

Sprachschützer greifen Justizminister an

Sprachschützer reagieren entsetzt auf Pläne, Deutsch als verbindliche Gerichtssprache in Deutschland abzuschaffen. Nach einer am Wochenende bekannt gewordenen Initiative der Justizminister von Nordrhein-Westfalen und Hamburg soll das Gerichtsverfassungsgesetz dahingehend geändert werden, dass künftig in Deutschland Zivilprozesse auch auf Englisch verhandelt werden sollen. Wirtschaftsanwälte erhoffen sich dadurch bessere Geschäfte.

„Das ist ein Herausschleichen aus der öffentlichen Verantwortung der Justiz und ein Schlag in das Gesicht all derer, die für die sprachliche Eingliederung von Zuwanderern kämpfen,“ kommentierte der Vorsitzende des Vereins Deutsche Sprache e.V. (VDS), der Dortmunder Wirtschaftsprofessor Walter Krämer. „Den Judaslohn, den einige Anwaltskanzleien und ihre ministeriellen Handlanger für diesen Verrat an der deutschen Sprache einzustreichen hoffen, wird letztlich der Steuerzahler zahlen“, warnte Krämer. Denn die Zulassung des Englischen als Gerichtssprache verursache Folgekosten.

Der VDS sieht die neuesten Bestrebungen zur Anglisierung des deutschen Rechtswesens als Teil einer Kampagne vermeintlicher Eliten, die deutsche Sprache und Kultur zugunsten angelsächsischer Lebensweisen aufzugeben. „Aber wie wollen wir dann von Zuwanderern verlangen, Deutsch zu lernen,“ fragt Krämer, „wenn wir ihnen immer wieder sagen, dass man in Deutschland nur mit Englisch weiterkommt?“

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letzte Änderung: 11.01.2010

Dateiadresse: http:// vds-ev.de /presse/pressemitteilungen/archiv/2010_01_11.php