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Pressemitteilung 1.2.2010
Sprachvorbild Ramsauer
Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) lobt die Anweisung des Bundesverkehrsministers
Peter Ramsauer (CSU) an seine Mitarbeiter, in seinem Ressort auf Anglizismen
zu verzichten. Demnach soll aus dem Travel Management eine Reisestelle
werden, statt Task Forces arbeiten in Ramsauers Ministerium Projektgruppen
und die Mitarbeiter treffen sich nicht zum Inhouse Meeting sondern
im hauseigenen Seminar, Public Private Partnership heißt
Öffentlich-Private Partnerschaft.
Ramsauers Entscheidung sollten sich alle politischen Stellen in Deutschland
zum Vorbild nehmen, sagte der Vorsitzende des VDS, der Dortmunder Wirtschaftswissenschaftler
Walter Krämer. Politik in klarem und verständlichem Deutsch sei bürgerfreundlich
und fördere die Sprachentwicklung, so Krämer.
Der VDS wirbt seit 1997 dafür, dass öffentliche Stellen und Behörden
in Deutschland eine besondere Verantwortung für die deutsche Sprache übernehmen
sollen. Die Bürger haben ein Recht darauf, in ihrer Muttersprache angesprochen
zu werden. Die Anweisung des Bundesverkehrsministers zeigt, dass Ämter
und Amtsinhaber großen Einfluss auf Bezeichnungen und Wortschatz ausüben
können.
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