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VDS-Infobrief Nr. 354
und 2017

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Pressemitteilungen

Freitag, 10. Februar 2017

VDS-Infobrief 348: Der Reim in der politischen Sprache

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© foitolia #97156919 | Kadmy

Das Bundesumweltministerium hat für eine Werbekampagne elf „neue Bauernregeln“ erfinden lassen, z.B. „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.“ Dafür erntet Umweltministerin Barbara Hendricks viel Kritik von den Bauern. Die Sprüche seien platt formuliert und diffamierend. Politischer Diskurs könne nicht auf Basis plumper und pauschalisierender Reime geführt werden, erklärte Gabi von der Brelie, Sprecherin des Landvolks Niedersachsen. Die Ministerin verteidigt die Kampagne wiederum in gereimter Form: „Wir wollen niemand diffamieren, uns liegt nur viel an Pflanz' und Tieren“. Der Bauernverband kontert auf seiner Facebook-Seite: „Schließt der Bauer Hof und Stall, brachten die Umweltauflagen ihn zu Fall“.

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Freitag, 03. Februar 2017

VDS-Infobrief 347: Deutschsprachige Gemeinschaft besucht den VDS

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Foto (VDS): Die belgische Delegation bestand aus dem Parlamentspräsidenten der DG, Alexander Miesen, der Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Myriam Pelzer sowie Nadja Düsseldorf aus der Sprachenabteilung der DG und wurde von Prof. Dr. Walter Krämer, Prof. Dr. Roland Duhamel und Dr. Holger Klatte empfangen. 

Seit 2010 ist die Deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien Mitglied im Verein Deutsche Sprache e. V. Diese institutionelle Partnerschaft nahm der Präsident des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen, Alexander Miesen, zum Anlass für einen Besuch in der VDS-Geschäftsstelle in Dortmund. Mit den beiden VDS-Vorsitzenden Prof. Dr. Walter Krämer und Prof. Dr. Roland Duhamel vereinbarte die Delegation aus Belgien eine engere Zusammenarbeit, um die Stellung der deutschen Sprache in den Einrichtungen der EU zu verbessern. Parlamentspräsident Miesen kündigte außerdem an, die Bedeutung des Deutschunterrichts sowie das Medienangebot in deutscher Sprache in seinem Einflussbereich zu stärken. Im Herbst soll eine gemeinsame öffentliche Veranstaltung mit Themen rund um die deutsche Sprache in Eupen organisiert werden.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG) ist neben der Französischen Gemeinschaft und der Flämischen Gemeinschaft eine der drei Gemeinschaften des Königreichs Belgien. Sie umfasst neun Gemeinden im Osten Belgiens mit rund 76.600 Einwohnern. Der Verwaltungssitz ist in Eupen.

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Freitag, 27. Januar 2017

VDS-Infobrief 346: Deutsch in Lothringen

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(© Wikipedia / CC BY-SA 3.0 / Cornischong)

Das Hochdeutsche zählt in Lothringen nicht mehr zu den Regionalsprachen. Dies hat die Landesschulbehörde Rectorat in Nancy beschlossen. Hochdeutsch werde daher vom Unterricht im Moselfränkischen getrennt, so Antoine Chaleix, akademischer Direktor der Landesschulbehörde, und wie in ganz Frankreich als Fremdsprache unterrichtet. Da im laufenden Schuljahr rund 3000 Schüler mehr die deutsche Sprache im Moselland als Schulfach belegt hätten, sehe er keine Gefahr für die Stellung des Deutschen. Léon Dietsch, Vorsitzender des Vereins Culture et Bilinguisme de Lorraine (Kultur und Zweisprachigkeit in Lothringen), spricht sich gegen eine Trennung von Dialekt und Hochsprache aus.

 

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Freitag, 20. Januar 2017

VDS-Infobrief 345: Worte der Liebe

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© pixabay / CC0 1.0 / Anhangsgebilde

Seit Jahrhunderten schreiben die Menschen Liebesbriefe. Was diese Form des emotionalen Austausches über uns aussagt, hat die Germanistin Eva Wyss der Universität Zürich erforscht. Über 2500 Briefe aus den Jahren 1816 bis 2016 hat Wyss analysiert, um herauszufinden, „wie Liebeskonzepte sich geändert haben und welche Emotionen darin überhaupt thematisiert werden", berichtet ze.tt. Das Ergebnis: Die Funktion der Briefe und somit auch ihre Sprache unterscheiden sich über die beiden Jahrhunderte stark. War der Liebesbrief zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch die einzige Möglichkeit, den zukünftigen Ehepartner ohne die Beeinflussung der elterlichen Überwachung kennenzulernen, wurde die Liebe im 20. Jahrhundert und somit auch die Sprache der Liebe freier.

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Freitag, 13. Januar 2017

VDS-Infobrief 344: Goethes Schicksalsberg

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© Wikipedia - Tuschezeichnung Goethes mit Blick nach Italien vom Gotthard, 1775

Dreimal besuchte Goethe das Sankt-Gotthard-Massiv in den Schweizer Alpen. 1775 auf seiner Reise nach Italien, 1779 im Alter von 30 Jahren als Beamter am Weimarer Hof und 1797 zu einer landeskundlichen Forschungsreise über die Schweiz und ihre Bewohner. Die Neue Zürcher Zeitung arbeitet Spuren dieser Reise in seinem dichterischen Werk heraus. „Das Gebirge war für Goethe ein Ort der Selbstfindung, eine Fundstätte der Erkenntnis und eine Goldader für Motive und Szenen.“

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Medienecho

Wiederum als voller Erfolg erwies sich laut einer Mitteilung eine Vortrags­veranstaltung mit grenz­über­schreitendem Charakter, zu welcher die Regional­gruppe Ortenau des Vereins Deutsche Sprache nach Offenburg eingeladen hatte.
(Badische Zeitung 24.4.2015)

 

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Sprüche

Wenn's ernst gemeint ist, muss es in der Muttersprache sein.

Rapper Smudo & Co. singen deutsche Texte
(derwesten.de 12.12.2014)