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VDS-Infobrief Nr. 358
und 2017

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Pressemitteilungen

Freitag, 06. Januar 2017

VDS-Infobrief 343: Unsere Eliten können auch anders als VW

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Allianz-Arena in München © Wikipedia / CC BY-SA 2.5 / Richard Bartz

Das Portal „Welt, N 24 u.a.“ berichtet am 4.1.2017, als quasi „brandneue“ Nachricht, über eine Pressekonferenz des alten und neuen Präsidenten des FC Bayern, Uli Hoeneß, anlässlich seiner Wiederwahl am 25.11.2016. Sollten die gegen den Zeitgeist gebürsteten Auffassungen von Hoeneß, fragt sich Dr. Kurt Gawlitta (VDS-Vorstand), der Grund dafür sein, dass erst heute darüber gesprochen wird? Hoeneß fordert nämlich, unsere Landessprache müsse in der Kabine und auf dem Platz die einzige Arbeitssprache sein. Dies zeige Identifikation mit dem Klub und beweise, dass der FC Bayern nicht nur eine Durchgangsstation sei. Hoeneß ist sich mit dem Trainer Ancelotti darin einig, dass es nicht angehe, wenn in Bayerns Kader, darunter Profis aus neun Nationen, viele auch nach mehreren Jahren nur schlecht oder gar kein Deutsch sprächen. Ein Zustand, den Hoeneß dringend ändern wolle!

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Freitag, 30. Dezember 2016

VDS-Infobrief 342: Walter Krämer im Gespräch

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Foto: VDS

VDS-Mitglied Hans-Martin Esser führte für das MagazinThe European ein Interview mit dem VDS-Vorsitzenden Prof. Dr. Walter Krämer. Die Gründung des VDS im Jahr 1997, so Krämer, sei auf ein Interview, gespickt mit unverständlichen Anglizismen, der FAZ mit der Modemacherin Jil Sander zurückzuführen. Dieses habe Krämer als Anstoß zur Notwendigkeit empfunden, gegen die Gefährdung des Deutschen als vollwertige Kultursprache vorzugehen. Bereits in der Wissenschaft lasse sich nur noch schwer auf Deutsch forschen. Krämer verstehe eine Veränderung der Sprache grundsätzlich nicht als etwas Schlechtes. Jedoch bestehe ein Unterschied in den Richtungen, von denen dieser Sprach­wandel ausgehe – beispielsweise zwischen „Werbe-Fuzzis“ und Dichtern und Denkern. Er verweist zudem auf den Kulturpreis Deutsche Sprache, der jährlich vergeben wird und Personen ehrt, die liebevoll mit der deutschen Sprache umgehen.

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Freitag, 23. Dezember 2016

VDS-Infobrief 341: Protest gegen Volkswagen

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© Wikipedia / CC BY 3.0 / Andreas Praefcke

Der Volkswagen-Konzern will Englisch zur Unternehmenssprache machen. Für diese Ankündigung hat das Unternehmen in der vergangenen Woche viel Kritik einstecken müssen. Der Verein Deutsche Sprache e.V. warf den Autobauern aus Wolfsburg in einer Pressemitteilung „Verrat an der deutschen Sprache und Kultur“ vor.

Aus Protest gegen die sprachliche Neuausrichtung bei Volkswagen hat die in Berlin ansässige Stiftung Deutsche Sprache alle in ihrem Besitz befindlichen Aktien der Volkswagen AG verkauft. „Die Wörter Volkswagen und deutsche Sprache passen leider nicht mehr zusammen“, so der Stiftungsvorsitzende Prof. Dr. Walter Krämer. Der Plan, mit Englisch als Konzernsprache leichter Führungskräfte aus anderen Ländern gewinnen zu können, sei „illusorisch“, urteilte Krämer.

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Donnerstag, 22. Dezember 2016

Stiftung Deutsche Sprache verkauft ihre VW-Aktien

Aus Protest gegen die geplante Einführung von Englisch als Konzernsprache hat die in Berlin ansässige Stiftung Deutsche Sprache alle in ihrem Besitz befindlichen Aktien der Volkswagen AG verkauft. Das Land Niedersachsen, Großaktionär bei VW, hat die Flucht des größten Arbeitgebers im Lande aus der Landessprache nicht verhindert.

„Die Wörter Volkswagen und deutsche Sprache passen leider nicht mehr zusammen“, erklärte Stiftungsvorstandssprecher Walter Krämer. „Ich bin entsetzt, wie bedenkenlos unsere Eliten ihre eigene Sprache und Kultur aufgeben.“

Volkswagen hofft, mit dieser Maßnahme bessere Führungskräfte aus Drittländern gewinnen zu können. Auch das hält Krämer für illusorisch – internationale Führungskräfte seien problemlos in der Lage, die Sprache ihres Gastgeberlandes zu erlernen. Und für die inneren Betriebsabläufe sei eine Fremdsprache sogar schädlich – nicht ohne Grund ist Mercedes-Benz nach dem Chrysler-Desaster mit Englisch als Firmensprache wieder zu Deutsch zurückgekehrt.

   

Freitag, 16. Dezember 2016

VDS-Infobrief 340: FDP in Düsseldorf gegen Gendersprache

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© Bildarchiv des Landtags Nordrhein-Westfalen

Die FDP-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen hat sich in einem Antrag gegen einen Zwang zu geschlechtergerechten Formulierungen ausgesprochen. Gleichstellungspolitik dürfe nicht „zu einer sprachlichen Überformung mit absurden Bezeichnungen führen“, heißt es darin. Auf „weiteres sprachliches Gendern in der öffentlichen Verwaltungslandschaft“ solle künftig „aufgrund des damit verbundenen Bürokratie- und Kostenaufwands“ verzichtet werden.

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Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

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Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache ergänzt die Vereinsarbeit. Sie wurde 2001 ge­gründet, ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Ist es Imperialismus, wenn Sowjet-Panzer bis an die deutsche Grenze stehen? Nein, Imperialismus ist, wenn die eigene Kultur flöten geht. Jedes zweite Stück auf deutschen Spielplänen hat einen englischen Titel. Wir machen uns zu Sklaven, wir finden es schick, wenn die Internetsprache deutsche Bühnen bestimmt. Wenn wir so weitermachen, wird das Deutsche 'ne Zwergensprache. Wir sind Deutsche durch Sprache, nicht durch Krupp oder die Bild-Zeitung."

Claus Peymann: Das Theater verliert sein Geheimnis (derwesten.de, 15.6.2016)