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VDS-Infobrief Nr. 358
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VDS-Infobrief per E-Post:
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Pressemitteilungen

Freitag, 25. November 2016

VDS-Infobrief 337: Ein E-Buch ist auch ein Buch

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Foto: fotolia.com / 97792588 / Andrea Izzotti

Vor dem Europäischen Gerichtshof erging kürzlich ein Urteil, durch das elektronische Bücher (E-Bücher) und gedruckte Bücher beim Verleih durch Bibliotheken grundsätzlich gleich zu behandeln sind. Für die Nutzer von Bibliotheken wird sich deswegen einiges verändern. Liegt ein Buch elektronisch vor, dann erhält der Nutzer nur die elektronische Fassung. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. kritisiert das Urteil, weil die Bibliotheken keine besonderen Lizenzen für die E-Bücher mehr direkt mit den Verlagen aushandeln müssen. Der Deutsche Bibliotheks­verband begrüßt die Entscheidung, weil auf diese Weise mehr aktuelle Titel verfügbar seien und die Vergütungen für die Urheber künftig über die VG-Wort geleistet werden.

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Donnerstag, 17. November 2016

VDS-Infobrief 336: Sprache im Internet

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Foto: pixabay.com

Sprachforscher erwarten durch die Nutzung des Internets keine Verschlechterung, sondern vielmehr eine Veränderung der Sprache – auch im positiven Sinne. Man wolle durch innovative sprachliche Strategien beeindrucken, so die Mannheimer Sprachwissenschaftlerin Eva Gredel. Sprache differenziere sich so und Gemeinschaften finden ihren eigenen Stil. Gredel ist Sprecherin des Wissenschaftsnetzwerks „Diskurse digital“. „Sprache verfällt nicht“, so Gredel. Jeder habe seinen eigenen Stil. Auch das Verfassen von Kurznachrichten in nicht normgerechter Sprache sei kein Grund zur Beunruhigung. Der VDS setzt sich angesichts der Veränderungen durch die Internetmedien bei Bildungseinrichtungen dafür ein, dass eine hochsprachliche Norm gewahrt wird.

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Freitag, 11. November 2016

VDS-Infobrief 335: Mit „apokalyptischer Rhetorik“ zur Präsidentschaft

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© Wikipedia / CC-BY-SA 4.0 / Michael Vadon

Am 8. November hat das amerikanische Volk seinen neuen Präsidenten gewählt. Nie zuvor hat eine Wahl und ihr Ergebnis die Lager so gespalten wie diese. Der Republikaner Donald Trump tritt im Januar 2017 die 45. Präsidentschaft der Vereinigten Staaten an und setzte sich gegen die Demokratin Hillary Clinton durch. Der Sieg Trumps hat viele überrascht. Ein Ansatz, ihn zu begründen, hat mit der Sprache im Wahlkampf zu tun. Es sei die Mischung aus „apokalyptischer Rhetorik, nationalistischer Verheißung, Xenophobie und Chauvinismus“ gewesen, die Trump letztendlich zum Erfolg verholfen habe, heißt es im Tagesspiegel.

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Freitag, 04. November 2016

VDS-Infobrief 334: Dialektverlust

buecherFoto: VDS

Dialekte werden nicht nur immer weniger gefördert, sondern zunehmend auch diskreditiert. Sprachforscher Péter Maitz von der Universität Augsburg hat diese Entwicklung durch eine Analyse von Schulbüchern erforscht. „Die Bücher legen nahe, dass ein Schüler mit Dialekt unangemessen spricht, vom Rest der Welt nicht verstanden wird und vom Dialekt daher wegkommen muss“, so Maitz. Auch der Bund Bairische Sprache beobachtet seit einiger Zeit den Umgang bayerischer Schulen mit dem Dialekt und spricht von „alarmierenden Vorkommnissen“. Dort sei der Gebrauch nicht nur verboten, sondern auch bestraft worden, berichtet der Bayerische Rundfunk. Kultusminister Ludwig Spaenle reagierte auf die Vorwürfe und betonte, dass die Nutzung von Mundarten an Schulen nicht nur ausdrücklich erwünscht, sondern verfassungsrechtlich geschützt sei. Auch Simone Fleischmann vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnen­verband versicherte, dass es sich um Einzelfälle handele, vielmehr sei „es geradezu en vogue, den Dialekt wieder in die Schule zu bringen“.

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Freitag, 28. Oktober 2016

VDS-Infobrief 333: „Bildungstrend 2015“

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© fotolia / Kzenon / #71242299

Das Kulturministerium hat beim Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) einen Vergleichstest in den 9. Klassen in Auftrag gegeben. Demnach erreicht bundesweit rund die Hälfte der Schüler die Erwartungen in der Lesekompetenz, allerdings scheitern 23 Prozent an den Mindeststandards. Im Bereich Zuhören fallen die Werte mit 62 zu 19 Prozent etwas positiver aus. Auch bei der Rechtschreibung bewiesen die Schüler mit 66 zu 14 Prozent mehr Kompetenz. Während Sachsen und Bayern in den drei Bereichen mindestens den dritten Platz belegen, bilden Berlin und Bremen in allen das Schlusslicht. Gründe für dieses Gefälle hingen besonders von der sozialen Herkunft ab, das bestätigten auch schon frühere PISA-Studien.

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Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

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stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache ergänzt die Vereinsarbeit. Sie wurde 2001 ge­gründet, ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Ist es Imperialismus, wenn Sowjet-Panzer bis an die deutsche Grenze stehen? Nein, Imperialismus ist, wenn die eigene Kultur flöten geht. Jedes zweite Stück auf deutschen Spielplänen hat einen englischen Titel. Wir machen uns zu Sklaven, wir finden es schick, wenn die Internetsprache deutsche Bühnen bestimmt. Wenn wir so weitermachen, wird das Deutsche 'ne Zwergensprache. Wir sind Deutsche durch Sprache, nicht durch Krupp oder die Bild-Zeitung."

Claus Peymann: Das Theater verliert sein Geheimnis (derwesten.de, 15.6.2016)