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VDS-Infobrief Nr. 354
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Pressemitteilungen

Freitag, 12. August 2016

VDS-Infobrief 322: Bücherleser leben länger

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pixabay / CC0 / BibBornem

Eine Nachricht aus der Yale-Universität in den Vereinigten Staaten muss den Leiter unseres IFB Verlages Deutsche Sprache und VDS-Aktivisten Reiner Pogarell besonders gefreut haben. Forscher haben dort eine Studie vorgelegt, wonach eifrige Bücherleser, rein statistisch gesehen, 23 Monate länger leben als Büchermuffel. Anders ausgedrückt steht die Länge der Bücherregale zuhause in einem schwer durchschaubaren Verhältnis zur Lebenserwartung. Ob dies auch für E-Bücher gilt, war anscheinend nicht Teil der Untersuchung. Wer also, so die Studie aus Yale, bis zu 3,5 Stunden wöchentlich liest, reduziert danach sein Sterberisiko um 17 Prozent. Diese für unsere VDS-Leserkreise an sich positive Meldung wirft natürlich nicht wenige Fragen auf. Gleicht die geistige Arbeit den dadurch zwangsläufig verursachten Bewegungsmangel wieder aus? Spielt es eine Rolle, was man während des Lesens zu sich nimmt, etwa an geistigen Getränken? Verbinden sich vielleicht die beiden geistigen Faktoren in unerwartet günstiger Weise, fragt sich VDS-Vorstandsmitglied Dr. Kurt Gawlitta, wünscht aber allen Lesern dieses Infobriefs, der natürlich nicht als Buch gewertet werden kann, schon mal vorsorglich viel Vergnügen und ein langes Leben.

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Freitag, 05. August 2016

VDS-Infobrief 321: Bußgeld für Fremdwörter

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Foto:Thorben Wengert  / pixelio.de

Die Regierung in Tadschikistan hat ein Gesetz erlassen, durch das Journalisten künftig für unklare Formulierungen bestraft werden können. Das meldet die Deutsche Presse Agentur. „In manchen Artikeln stehen bis zu zehn Wörter, die einfache Leser nicht kennen. Das ist ein grober Verstoß gegen die geltende Amtssprache", sagte Gawhar Scharifsoda vom Komitee für Sprache in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe. Eine Kommission werde ab sofort Zeitungen und Rundfunkmedien auf unver­ständ­liche Begriffe hin auswerten. Bei Verstößen drohe ein Bußgeld von bis zu 200 US-Dollar.

Die Amtssprachen in der früheren Sowjetrepublik sind Tadschikisch, das zum Persischen gehört, und Russisch. Das Nachrichten-Portal Meedia sieht in der Maßnahme ein Instrument, die Pressefreiheit in dem autoritär regierten Land weiter einzuschränken.

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Freitag, 29. Juli 2016

VDS-Infobrief 320: Denglisch beim ZDF

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Bildschirmfoto aus dem Video des ZDF

Die Wahl zum Sprachpanscher führt in diesem Jahr das Zweite Deutsche Fernsehen mit seiner Sendung „I can do that“ an. „Dieses verkrampfte Ranschleimen an die junge Generation durch denglische Begriffe ist verfehlt. Das hat das ZDF nicht nötig“, begründete der VDS-Vorsitzende Walter Krämer gegenüber der Hessischen Niedersächsischen Allgemeine die Nominierung. Der Wunsch eines frischeren Auftretens sei zwar nach­vollziehbar, dieses lasse sich jedoch in erster Linie durch eine Verjüngung der Führungspositionen bewirken. „Sobald junge Leute bemerken, dass Denglisch-Begriffe verwendet werden, um so zu tun, als gehöre man zu den jungen Leuten, komme das nicht gut an“, zitiert die HNA Krämer.

Noch bis zum 26. August können Sie Ihren Sprachpanscher 2016 wählen. Für sprachliche Fehlleistungen haben sich neben dem ZDF in diesem Jahr u. a. auch die Daimler AG sowie die FDP nominiert. Den Wahlzettel können Sie hier herunterladen. (hna.de)

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Freitag, 22. Juli 2016

VDS-Infobrief 319: Englisch in Berlin

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© pixabay.com

Berlin lebt von seiner Internationalität. Millionen Touristen strömen jedes Jahr durch die Hauptstadt, die für ihre Offenheit, Nationenvielfalt und ihren Kulturreichtum bekannt ist. Viele von ihnen, zumeist Amerikaner, Engländer oder Australier, lassen sich nach ihrem Urlaub direkt in Berlin nieder – und prägen nun die sprachliche Landschaft Berlins. Wie die Kieler Nachrichten berichten, sei Englisch in weiten Teilen der Metropole zur gängigen Verkehrssprache geworden. Vor allem in der Gastronomie finde der Kundenkontakt hauptsächlich auf Englisch statt, selbst mit deutschen Kunden. Englisch sei inzwischen so verbreitet, dass viele Zugezogene sich nicht einmal bemühen, „Deutsch zu lernen, obwohl sie schon seit Jahren hier leben“, beklagt Orla Baumgarten, eine gebürtige Irin, die in Berlin einen Buchladen betreibt. Die lokale Politik fördere diese Entwicklung zusätzlich durch ausschließlich englischsprachige Kulturprogramme sowie der Anwerbung Londoner Unternehmen, so die Kieler Nachrichten.

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Freitag, 15. Juli 2016

VDS-Infobrief 318: Nicht dumm, nur anders

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© Sane, CC BY-SA 3.0, Wikipedia

Viele Professoren beklagen ein abnehmendes Bildungsniveau ihrer Studenten. Vermehrt bemerken Hochschulen sprachliche Defizite, schlechtes Allgemeinwissen und mangelnde historische Kenntnisse in Seminaren und Vorlesungen, berichtet der Deutschlandfunk. Solcherlei Vorwürfe werden jedoch schon seit Jahrhunderten laut. Bereits 1550 klagte der Jesuit und Professor Petrus Canisius über die fehlenden „Bemühungen“ seiner Studenten. Auch noch zwei Jahrhunderte später bestand die Annahme sinkender Voraussetzungen der Studienanfänger, weswegen man im 18. Jahrhundert das Abitur einführte. Doch auch die schulische Bildung könne den Anforderungen nicht mehr gerecht werden, bemerkt auch die SÜDWEST PRESSE und verweist auf Defizite in Deutsch und Mathematik, besonders an beruflichen Schulen.

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Medienecho

Für Nuhr ist der Kulturpreis Deutsche Sprache eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. „Andere Preise habe ich bekommen, weil ich lustig bin, diesen, weil ich ernst genommen werde“, sagte der Preisträger.  Dabei sei die Sprache für ihn von besonderer Bedeutung. „Schließlich gibt es bei meinem Bühnenprogramm keinen Tanz und keine Pyrotechnik - es geht nur um die Worte.“ (Tagesspiegel, 25.10.2014)

 

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Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache ergänzt die Vereinsarbeit. Sie wurde 2001 ge­gründet, ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

Englisch ist der Volkswagen unter den Sprachen, Deutsch ist der Rolls-Royce.
(Bastian Sick 2011)

Jedes Imitieren einer sprachlichen Mode ist eine Form der Anbiederung. Und Anbiederung ist das Gegenteil von Souveränität.
(Bastian Sick 2015)

bastiansick.de