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Zitate Politiker

Politiker zum Thema Deutsch und Englisch

Die Zitate sind alphabetisch nach Nachnamen sortiert.

„Ich weiß [...], daß einige Menschen in den neuen Bundesländern, in denen das Englische nicht so verbreitet ist, Schwierigkeiten haben, dieses oder jenes zu verstehen, besonders ältere Menschen oder auch solche, die nicht die Bildungschancen hatten, die wir [...] gehabt haben. Nichts wäre schlimmer, als wenn wir über eine Vernachlässigung der Sprache den Integrationskräften dieser Gesellschaft schaden würden.“   

Eckhard Barthel, SPD, in einer Bundestagsdebebatte vom 24.01.2002.

 


 

„Zum Patriotismus gehört die Liebe zur deutschen Sprache, zur deutschen Kultur.“   

Dr. Günther Beckstein, bayrischer Innenminister, in dem Spiegel Nr. 50 2004.


 

„Anglizismen geben eine Fortschrittlichkeit vor, die sie nicht haben.Die Bahn zum Beispiel verfügt über Service-Points, aber es wäre besser, wenn sie kundenfreundliche Beratungsstellen hätte, die verständliche Auskunft gäben. Auch dann, wenn Züge sich verspäten. Politik, Zeitungen und Wirtschaft - also alle in der der Öffentlichkeit stehenden Personen und Institutionen - sollten aufgeblasene Sprach-Anglizismen als Hohlwörter entlarven“   

Bildungssenator Klaus Böger (SPD) am 02.09.2003 im Berliner Kurier.


 

„Warum soll in deutschsprachigen Gebrauchsanweisungen nicht ‚Rechner' statt ‚Computer', ‚Luftkissen' statt ‚Airbag', ‚Programm' statt ‚Software' stehen?“

Christoph Böhr, Landesvorsitzender, CDU Rheinland-Pfalz, in der Welt am Sonntag vom 11.02.2001.


 

„Steter Tropfen höhlt [...] jeden Stein. Dafür bedarf es eines gemeinsamen Ansatzes. Jeder an seiner Stelle. Deshalb bin ich Ihnen und den Mitgliedern Ihres Vereins für Ihr Engagement auch außerordentlich dankbar. Insoweit unterstütze ich auch Ihre Forderung nach einer Verankerung unserer Sprache im Grundgesetz. Eine entsprechende Ergänzung des Grundgesetzes z. B. mit dem Text 'Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch' hätte Signalwirkung.“   

Gitta Connemann/CDU, MdB, per E-Post 7/2007.


 

„Ich bin Deutscher, weil ich mit der deutschen Sprache aufgewachsen bin und weil Deutschland mein Zuhause ist.“

Klaus von Dohnanyi, Politiker Hamburgs, Die Welt vom 22.07.2007.


 

„Sprache ist Konstrukteur unserer Identität,“ 

Björn Engholm (SPD), aufz. v. 08.11.2006 aus dem Kulturforum Schwimmhalle Schloss Plön.


 

„Die gemeinsame deutsche Sprache ist unser Über-ich und die kulturelle Verständigungsform des Landes, von der hoffentlich nicht nur die CDU/CSU will, dass sie auch im 21. Jahrhundert in Deutschland 'dominierend' bleibt.“   

Peter Gauweiler (CSU) in der Süddeutschen Zeitung vom 08.11.2000.


 

„Wir sind geradezu verpflichtet, Hüter der deutschen Sprache zu sein.“

„Die Sprache ist ein Ausweis unserer Identität. Die Nation hat sich über die Sprache gebildet. Und sie konnte nicht durch eine Mauer entzweit werden."

Hans-Dietrich Genscher (lt. 'Kauderwelsch', Mainhardt Graf Nayhauß (Hg.)).


 

„Die Flut von Anglizismen, die aus den Medien, aus der Werbung, aus Produktbeschrei-bungen und aus dem technikgestützten Paralleluniversum auf uns niedergeht, ist eine Gewalt, die nicht vom Volke ausgeht. Sie wird ihm aufgepfropft.“   

Wolfgang Gerhard, Fraktionsvorsitzender der FDP, in der Welt am Sonntag vom 11.02.2001.


 

„Ich mag Denglisch gar nicht, deutsch sehr und schätze das Fränkische.“   

Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen Michael Glos am 30.1.2006 in SWEX - Schweinfurt im Internet.


 

„Ist die Sprache nicht, wie Sitte und Geist, die Farbe, die äußere Gestalt, die Gott dem Volk gegeben, damit es nicht sei wie andere?“   

Johann Joseph von Görres im Rheinischen Merkur vom 17.06.1814.


 

„Die seit Kriegsende bei uns in alle Bereiche des Lebens eingedrungene Flut von Amerikanismen muß endlich wieder zurückgedrängt werden.“   

Bundespräsident Gustav Heinemann (SPD) in seiner Ansprache anläßlich der Einweihung des Deutschen Literatur-Archivs Marbach am 16.05.1973.


 

„Unsere Muttersprache ist das Deutsche tatsächlich insofern, als wir sie von unseren Müttern lernen. [...] Ob wir mit ihr aber auch so unbestreitbar nett umgehen wie mit unseren Müttern, daß läßt sich doch füglich bezweifeln [...]. Wir rühmen sie zwar zur rechten Zeit - an den Muttertagen gewissermaßen. An allen anderen Tagen des Jahres aber malträtieren wir sie nach allen Regeln der Kunst.“

„Jeder interkulturelle Dialog wird zum Geschwätz, wenn kein Selbstbewußtsein von der eigenen Kultur vorhanden ist.“   

Roman Herzog (CDU) , Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, 1994-1999.


 

„Ich halte es mit der alten chinesischen Weisheit, daß die Verwahrlosung des Denkens mit dem falschen Gebrauch der Sprache anfängt.“   

Walter Hirche, stellv. Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Landes Niedersachsen.


 

„Es geht uns darum, unsere kulturelle Tradition zu bewahren und die Bildungschancen für unsere Kinder zu verstärken. Heute sehen viele die Gefahr einer Nivellierung der Kulturen im weltweiten Maßstab. ... Das zeigt sich vor allem an unserem täglichen Umgang mit Sprache: wir sprechen von ‚shops' und ‚centers', von ‚fast food' und ‚lifestyle', von ‚websites' und ‚notebooks' und ‚high tech'..... Wir müssen uns immer wieder bewußt machen: Sprache ist Kultur, Sprache ist Identität, Sprache ist Heimat.“   

Staatsminister Erwin Huber (CSU), im Bayerischen Staatsanzeiger vom 04.02.2000.


 

„Patriotismus und Weltoffenheit sind keine Gegensätze - sie bedingen einander!“   

Horst Köhler (CDU), Bundespräsident (2004-2010), Rede vom 23. Mai 2004.


 

„Sprache ist auch Macht. Und Macht ist Sprache! Wer die Macht über das Wort hat, hat auch die Macht über das Denken.“

Jean-Claude Juncker (lt. 'Kauderwelsch', Mainhardt Graf Nayhauß (Hg.)).


 

„Die öffentliche Verwaltung sollte im direkten Umgang mit den Bürgern auf Anglizismen verzichten, Das betrifft vor allem die Bürgerämter.“   

Eckhard Körting, Berliner Innensenator, am 02.09.2003 im Berliner Kurier.


 

„Es liegt weder im wohlverstandenen Interesse der rund 100 Millionen deutschen Muttersprachler noch im Interesse der Millionen Europäer, die unter Mühen Deutsch als Fremdsprache erlernt haben, daß die deutsche Sprache aufgrund des EU-amtlichen Nichtgebrauchs zu einem Regionaldialekt für den Hausgebrauch herabsinkt.“   

Hartmut Koschyk MDB (CSU), In Focus 18/1996, S. 70.

 


 

„Unsere Sprache wird von einer Unmenge von Anglizismen durchsetzt.[...] Wer also etwas für unsere Sprache tun möchte, der muß es beim Sprechen und nicht bei der Rechtschreibung tun, der muß dafür sorgen, daß unsere Sprache lebendig und kräftig bleibt und daß wir endlich der Tatsache Widerstand entgegensetzten, dass alles, was insbesondere in der Werbung als besonders originell gelten will, mit irgendwelchen Anglizismen daherkommt.“

Winfried Kretschmann, Stv. Landesvorsitzender Bündnis 90/Grüne, in der 94.Sitzung des Landtages B-W, 04.10.2000.


 

„Unsere Sprache soll wieder deutscher werden. Warum hören wir im Radio fast nur englische Lieder? Das Managergequatsche vom "Shareholder-Value" und "Global Player" geht auf die Nerven. Manch einer, der sich zur Elite zählt, braucht Deutschunterricht.“   

Oskar Lafontaine Bild.de News 24.09.2001.


 

„Gerade in der jüngeren Vergangenheit nimmt die Neigung zu, vorhandene, hinreichend klare deutsche Begriffe insbesondere durch Anglizismen zu ersetzen. Das ist oft unnötig, ärgerlich und - gelegentlich - schlicht albern.“   

Norbert Lammert (CDU) in einer Bundestagsdebebatte vom 24.01.2002.


 

„Sehr geehrter Herr X, für Ihre Einladung zur Präsentation auf der CeBIT 2001 danke ich Ihnen. In der Tat scheint es sich dabei, wie Sie schreiben, um einen ‚zeitgemäßen Auftritt' zu handeln. Jedenfalls entnehme ich das der Tatsache, dass Sie diesen unter das Motto stellen ‚e-business: Future Ready.' Als Anglist wäre ich aufrichtig daran interessiert zu erfahren, was das nach Ihrer Meinung wohl bedeuten soll. Mit scheint das eher Englisch nach dem Modell ‚equal goes it loose' zu sein. Vielleicht sollten Sie es besser doch mit Deutsch versuchen. Was mich anbetrifft, so stehe ich grundsätzlich für Veranstaltungen mit Werbemätzchen wie ‚e-marketplace', e-commerce' und ‚e-Learning' nicht zur Verfügung. Mit gleichwohl freundlichen Grüßen.

Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Sachsen, in einem Brief an eine CeBIT-Firma vom 14.02.2001.


 

„Der Einsatz des Vereins Deutsche Sprache e.V. für eine angemessene Verwendnung der deutschen Sprache in der Europäischen Union wird von der Bundesregierung ausdrücklich begrüßt.“

Dr. Nikolaus Meyer-Landrut, Abteilungsleiter Europapolitik im Bundeskanzleramt.


 

„Da gibt es bei vielen eine relativ unreflektierte Veränderung unserer Sprache. So schwindet ein Stück deutsche Identität.“

Peter Müller, CDU-Ministerpräsident, Saarland im Stern vom 11.8.2010 über Anglizismen im Alltag.


 

„Die deutsche Sprache ist einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Sie ist nicht nur Kommunikationsmittel, sondern auch Kulturgut.“

Martin Neumeyer, Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung in Oberpfalznetz vom 6.12.2012.


 

„Publikationen in der Muttersprache oder einer anderen Sprache als Englisch zählen nicht mehr. Die stilistische Sorgfalt - charakteristisch für geisteswissenschaftliche Publikationen - schwindet, die <Schrumpfform> des Amerikanischen, wie sie in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften dominiert, nivelliert die geisteswissenschaftliche Terminologie, klassische Quellen und fremdsprachige Texte werden lediglich in ihren englischen Übersetzungen rezipiert etc. Diese Entwicklung mündet in eine Art Selbstkolonialisierung der reichhaltigen und vielfältigen geisteswissenschaftlichen Landschaften Europas.“   

Der ehemalige Kulturstaatsminister Nida-Rümelin in Sprachnachrichten.


 

„Angesichts zunehmender Anglizismen ist ein bewußterer Umgang mit der deutschen Sprache erforderlich. Wenn Anglizismen dazu führen, daß Teile der Bevölkerung ausgegrenzt werden, muß an die Einfachheit bei der Wortwahl appelliert werden.“

Cornelia Pieper, stellvertretende Vorsitzende der FDP, in Politik im Dialog, 14.02.2001.


 

„Es ist seit einigen Jahren ein durch beschränkte Mittel und Möglichkeiten der deutschen Sprache selbst nicht begründbarer Gebrauch von fremdsprachigen Benennungen, insbesondere von Anglizismen, in der Öffentlichkeit zu beobachten. Motiv dafür ist meist die bloße Absicht, Aufmerksamkeit zu erregen. Oft steckt dahinter auch die unbedachte Übernahme von Benennungen aus dem fremdsprachigen Original, ohne zu berücksichtigen, daß es dafür auch treffende deutsche Benennungen gibt [...] Diese Tatsache ist geeignet, Menschen mit geringen Sprachkenntnissen, insbesondere Ältere, in Schwierigkeiten zu bringen und dadurch beträchtlich zu benachteiligen.“   

Prof. Dr. Dieter Porsch, Fraktionsvorsitzender der PDS im sächsischen Landtag, zur Begründung eines Antrages auf Abschaffung überflüssiger Anglizismen in öffentlichen Verlautbarungen der Landes Sachsen vom 07.02.2002.


 

„Es ist mir eine besondere Freude, dass aus dem Highway-Hero nun der Held der Straße geworden ist. So haben wir einen Anglizismus weniger im deutschen Straßenverkehr.“   

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, BMVBS-Pressemitteilung 14.12.2010.


 

„Der inflationäre Gebrauch von Amerikanismen in der Werbung und in den Medien, aber auch in den Veröffentlichungen vieler Unternehmen und Behörden, soll Fortschrittlichkeit und Modernität signalisieren. Tatsächlich ist er aber oft ein Hinweis auf die Verarmung der Ausdrucksfähigkeit in der eigenen Sprache. Tatsächlich grenzt er all diejenigen aus, die Englisch und Amerikanisch nicht verstehen.“

Bundespräsident Johannes Rau (SPD) in seinem Grußwort anläßlich der Eröffnung des Medienkongresses in Mainz, 23.11.2000.


 

„Globales und Regionales bedingen einander. Bei aller Weltoffenheit, allen wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen gibt esein Bedürfnis nach regionaler Identität, nach Heimat. Sprache ist Heimat. Sie ist das Verständigungsmittel, mit dem ein Kind erwachsen wird und die Welt begreifen lernt. Der Schritt von der kleinen, regionalen in die große, globale Welt erfolgt über das Mittel der Sprache. Heimat und Muttersprache sind unsere Sicherheit im großen Raum, das Fassbare im scheinbar Unfassbaren.“

Dr. Harald Ringstorff (SPD), Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, am 18.08.2005 in einem Interview mit der Schweriner Volkszeitung.


 

„Dear Sir, Sie haben mich in diesen Tagen als treuen Kunden der Lufthansa zu einem Jazz-Festival eingeladen - auf englisch, die von Ihrem Unternehmen bevorzugte Sprache. Können Sie sich vorstellen, daß ein französisches Unternehmen einem französischen Abgeordneten auf englisch schreibt? Nein, das schaffen nur die Deutschen, die meinen, sie seien weltläufig, wo sie doch in Wahrheit nur globale Banausen (engl. ignoramus oder philistine) sind. Sie können ja in Ihrem Laden machen, was sie wollen. Sie werden uns aber nicht eine andere Sprache aufzwingen. Zu Ihrem Festival komme ich nicht. Ich verbitte mir weitere Post von Ihnen. Bitte kommen Sie nicht auf die Idee, um einen Termin nachzusuchen. Yours Sincerely.“   

Europa-Abgeordneter Willi Rothley (SPD) in einem offenen Brief an das Brüsseler Büro der "Lufthansa German Airlines": 25.10.2000.


 

„In Zeiten, in denen wir uns bemühen, Deutsch als vierte Amtssprache in der EU wirklich anzuerkennen, ist die zunehmende Anglisierung kontraproduktiv. Sie schränkt die Schönheit und den Reichtum der deutschen Sprache ein, wirkt manchmal auch lächerlich und macht Texte nicht verständlicher. Deshalb bedroht sie die deutsche Sprache.“   

Annette Schavan, Bildungs-und Forschungsministerin, im Interview mit Cicero - Juli 2007.


 

„Sie müssen sich doch nur ansehen, wer dieses Geschwafel in unserem Lande eigentlich verzapft. ... Das sind Leute, die glauben, ihre Halbbildung könnten sie dadurch steigern, daß sie sich, weil es als schick gilt, plötzlich nicht mehr in Deutsch ausdrücken.“

Helmut Schäfer (FDP), Staatsminister im Auswärtigen Amt, auf einer Podiumsdiskussion in Hannover, 24.10.1999.


 

„Die Deutschen sollten ... einen Patriotismus entwickeln, der von überkommenem völkischen Denken befreit ist, Sie sollten sich verstehen als Wertegemeinschaft mit einer bestimmten kulturellen Prägung.“   

Otto Schily (SPD).


 

„Sprachen sind bei weitem das wichtigste Vehikel kultureller Entfaltung und zugleich das wichtigste Element nationaler - übrigens auch persönlicher - Identität.“

Bundeskanzler (1974-1982) Helmut Schmidt (SPD).

 


 

„Ich halte das [das moderne deutsch-englische Kauderwelsch] für eine Vergewaltigung der deutschen Sprache.... Es ist eine Gemeinheit gegenüber älteren Menschen, aber auch den Jungen, die Englisch nicht gelernt haben. Ich halte das für einen Skandal. Wenn wir weiter-fahren mit der Verhunzung unserer Sprache, werden wird die Gesellschaft spalten. ... Das müssen wir verhindern. Ich halte die ganze Sache für depp - bescheuert!“   

Die stv. SPD-Vorsitzende Renate Schmidt im ZDF-Magazin Frontal, 2001.


 

„Historisch gesehen ist es nicht die staatliche Einheit, die uns zusammen hält, sondern die kulturellen Geemeinsamkeiten. Dazu gehört vor allem die Sprache.“

„Ich habe große Sympathien dafür, die deutsche Sprache ins Grndgesetz aufzunehmen. Im Gegensatz zu vielen anderen politischen Forderungen, die das Grundgesetz nur überfrachten, ist die Sprache ein zentrales Charaktermerkmal unserer Nation.“

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, CDU (Rheinische Post 26.6.2010).


 

„Für jeden Kulturstaat ist die eigene Sprache die wesentliche Basis seines Selbstverständnisses. Hier sind erhebliche Versäumnisse von Schulen und in Sonderheit auch der Medien festzustellen. Es kann schon grausam sein, die Sprache mancher Moderatoren im deutschen Fernsehen ‚genießen' zu müssen.“

FDP-Bundestagsabgeordneter Gerhard Schüßler in einer Bundestagsdebebatte vom 24.01.2002.


 

„Wir brauchen ein klares Bekenntnis zur deutschen Sprache. Deutsch ist die gemeinsame Grundlage für das Leben in unserem Land. Eine Verfassungsänderung wäre ein sichtbares Signal, dass die deutsche Sprache oberstes Ziel aller Integrationsbemühungen sein muss.“

Markus Söder (CSU) in BILD, 29.11.2010.


 

„Wenn Journalisten zu Besuch kommen, täuschen sie hektische Aktivitäten vor, werfen mit Anglizismen um sich und erwecken damit bei weniger erfahrenen Journalisten den Eindruck von Modernität“   

Stoibers Wahlkampfleiter Michael Spreng zur Organisation der SPD-Zentrale, Sommer 2002.


 

„Man darf nicht Augen und Ohren davor verschließen, daß heute durch Werbung und mangelhafte deutsche Produktbeschreibung Millionen von Menschen vom Dialog im eigenen Heimatland ausgegrenzt sind, da dieser nicht mehr muttersprachlich geführt wird. Sie werden zu Analphabeten im eigenen Land gemacht [...] Es ist mehr als eine Zumutung [...] , wenn die ältere Dame beim Einkauf im Supermarkt die Duftnote von Teelichtern erschnüffeln muß, weil sie nicht weiß, daß strawberry Erdbeere und blueberry Blaubeere heißt. Da ist eine Entwürdigung von Menschen und zutiefst unsozial.“   

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach in einer Bundestagsdebebatte vom 24.01.2002.


 

„Wir brauchen einen erweiterten Verbraucherschutz. Jedes Produkt, von der Fahrkarte bis zum Weichspüler, muss deutlich lesbar in deutscher Sprache benannt und erläutert sein.“   

Erika Steinbach, Mitglied des Deutschen Bundestags, des Goethe-Instituts, des ZDF-Fernsehrats und Präsidentin des Bundes der Vertriebenen. Zitiert nach Stiftung Warentest Nr. 9/2003.

 


 

„Was heute an sprachlich-moralischer Verluderung stattfindet, ist immer schwerer zu ertragen.“   

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) in der Welt am Sonntag vom 11.02.2001.

 


 

„Hält die Bundesregierung es für vertretbar, dass ein Volk, das zu zwei Dritteln Englisch schlecht bzw gar nicht spricht, im öffentlichen Raum laufend mit englischsprachiger Werbung, Gebrauchsanweisungen, Vorträgen, Zeitungsartikeln, Verträgen u.ä. konfrontiert ist?“   

Bundestagsabgeodneter Jürgen Türk (FDP) in einer parlamentarischen Anfrage vom 03.07.2000. 

 


 

„Die Diskussion um die Rechtschreibreform ... hat in den vergangenen Jahren ein viel wichtigeres Thema überdeckt: Die Tatsache, daß wir es im täglichen und öffentlichen Leben Sprachgebrauch inzwischen mit einer überflüssigen Schwemme von Anglizismen zu tun haben. Warum muß es 'service point' heißen, wenn das Wort 'Information' oder 'Auskunft' nicht weniger tauglich ist. Warum wird zum 'counter' gebeten und nicht zum Schalter'. Warum gibt es plötzlich 'tickets' statt 'Karten'.“   

Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) in Forschung und Lehre 12/2000. S. 623.


 

„Schrille, modische und expertenlastige Anglizismen schließen ohne Not viele Menschen von der Verständigung aus.“   

Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer (Bündnis90/Grüne), in der Welt am Sonntag vom 11.02.2001.


 

„Sollten wir als öffentliche Vorbilder alles daran setzen, dass nicht durch Schlamperei, durch Anbiederung an Kinder- und Jugendsprache, an das Denglisch von Werbung und Medien die Sprache und Literatur als die Basis der kulturellen Identität der Deutschen vernachlässigt, sondern geschützt und gefördert wird.“

Ruth Wagner (FDP), Rede zu TOP:"Bedeutung und Förderung der deutschen Sprache" vom 29.03.2006.


 

„Wer sich seiner eigenen Kultur, seiner Identität sicher ist, der pflegt auch die reichen Ausdrucksmöglichkeiten der eigenen Sprache. Und deshalb sollten wir alle Vorbilder sein!“

Ruth Wagner (FDP), Rede zu TOP:"Bedeutung und Förderung der deutschen Sprache" vom 29.03.2006.

 



„Es gibt in der deutschen Sprache Sätze von höchster Schönheit und Reinheit, die so nur auf deutsch gesagt wurden.“

„Patriotismus ist Liebe zu den Seinen; Nationalismus ist Hass auf die anderen.“

Richard von Weizsäcker (CDU).


 

„Problematisch wird der Gebrauch von Anglizismen in der Politik auch dann, wenn die modernen Wörter alte und verstaubte Inhalte verdecken sollen. In diesem Fall verkommt das 'handeln' von Problemen schnell zum althergebrachten Handhaben von Problemen und der Kaiser steht trotz aller neuen Kleider in der Öffentlichkeit nackt da. Auch in neuer Sprachverkleidung können alte Dummheiten versteckt werden.“   

Landtagspräsident und Ex-Kultusminister Rolf Wernstedt (SPD) in seinem Grußwort zum 81. Niedersachsentag, Bad Pyrmont, 08.04.2000.

 


 

„Wer seine Sprache bewahrt, glaubt an seine Zukunft... Gegenwärtig wird die deutsche Sprache] mit einer Vielzahl von Anglizismen belegt, deren Wirkung auf die Sprachgestaltung und Syntax verheerend sind.“   

Eckart Werthebach (CDU), Innensenator des Landes Berlin, in der FAZ vom 11.09.2000.

 


 

„Sprachkenntnis ist einer der entscheidenden Schlüssel für erfolgreiche Integration. Aber ich sage auch an die Adresse der Deutschen: Wer zu Recht von den Zuwanderern die Kenntnis der deutschen Sprache erwartet, darf nicht selbst dazu beitragen, daß die eigenen Sprache durch eine steigende Flut amerikanischer Wörter zernagt und für viele von uns unverständlich wird.“   

Eckart Werthebach (CDU), Innensenator des Landes Berlin, vor dem Berliner Landtag, 06.12.2000.


 

„Daß die Menschen eines Landes [...] über den Schutz ihrer Kultur hinaus möglicherweise auch das Recht haben, sich in ihrer Muttersprache verständigen zu können, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. [...] Wer nicht mindestens über grundständiges Englisch verfügt, der hat hierzulande offenbar das Recht verwirkt, an der sprachlichen Kommunikation teilzunehmen.“   

Hans Zehetmair (CSU), Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, in Aviso 3/2000.


 

„Problematischer für die Entwicklung der deutschen Sprache als der Gebrauch von Anglizismen in bestimmten Sachbereichen ist die Tatsache, daß das Deutsche als Fach- oder Verkehrssprache auch von deutschsprechenden Menschen völlig zugunsten des Englischen aufgegeben wird. Dies gilt unter anderem für die meisten Naturwissenschaften, in denen inzwischen überwiegend auf Englisch publiziert wird, und auch für einige große Industriebetriebe mit Sitz in Deutschland, die Englisch als Konzernsprache eingeführt habe. In diesen Bereichen entwickelt sich die deutsche Sprache nicht weiter, falls sich Wissenschaftler und Wirtschaftsagenten nicht zu einer kultivierten Mehrsprachigkeit entschließen.“    

Stellungnahme des niedersächsischen Kultusministeriums zur Petition von Manfred Schroeder betreffend Anglizismen, 23.11.2001.