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von Politikernvon Prominenten

„Deutsche Sprache ist nicht alles, aber ohne deutsche Sprache ist alles nichts.“   

Peter Altmaier, CDU, Kanzleramtschef, beim 16. Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz der Evangelischen Akademie.

 


 

„Ich weiß […], daß einige Menschen in den neuen Bundesländern, in denen das Englische nicht so verbreitet ist, Schwierigkeiten haben, dieses oder jenes zu verstehen, besonders ältere Menschen oder auch solche, die nicht die Bildungschancen hatten, die wir […] gehabt haben. Nichts wäre schlimmer, als wenn wir über eine Vernachlässigung der Sprache den Integrationskräften dieser Gesellschaft schaden würden.“   

Eckhard Barthel, SPD, in einer Bundestagsdebebatte vom 24.01.2002.

 


 

„Zum Patriotismus gehört die Liebe zur deutschen Sprache, zur deutschen Kultur.“   

Dr. Günther Beckstein, bayrischer Innenminister, in dem Spiegel Nr. 50 2004.


 

„Anglizismen geben eine Fortschrittlichkeit vor, die sie nicht haben.Die Bahn zum Beispiel verfügt über Service-Points, aber es wäre besser, wenn sie kundenfreundliche Beratungsstellen hätte, die verständliche Auskunft gäben. Auch dann, wenn Züge sich verspäten. Politik, Zeitungen und Wirtschaft – also alle in der der Öffentlichkeit stehenden Personen und Institutionen – sollten aufgeblasene Sprach-Anglizismen als Hohlwörter entlarven“   

Bildungssenator Klaus Böger (SPD) am 02.09.2003 im Berliner Kurier.


 

„Warum soll in deutschsprachigen Gebrauchsanweisungen nicht ‚Rechner‘ statt ‚Computer‘, ‚Luftkissen‘ statt ‚Airbag‘, ‚Programm‘ statt ‚Software‘ stehen?“

Christoph Böhr, Landesvorsitzender, CDU Rheinland-Pfalz, in der Welt am Sonntag vom 11.02.2001.


 

„Steter Tropfen höhlt […] jeden Stein. Dafür bedarf es eines gemeinsamen Ansatzes. Jeder an seiner Stelle. Deshalb bin ich Ihnen und den Mitgliedern Ihres Vereins für Ihr Engagement auch außerordentlich dankbar. Insoweit unterstütze ich auch Ihre Forderung nach einer Verankerung unserer Sprache im Grundgesetz. Eine entsprechende Ergänzung des Grundgesetzes z. B. mit dem Text ‚Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch‘ hätte Signalwirkung.“   

Gitta Connemann/CDU, MdB, per E-Post 7/2007.


 

„Ich bin Deutscher, weil ich mit der deutschen Sprache aufgewachsen bin und weil Deutschland mein Zuhause ist.“

Klaus von Dohnanyi, Politiker Hamburgs, Die Welt vom 22.07.2007.


 

„Sprache ist Konstrukteur unserer Identität,“ 

Björn Engholm (SPD), aufz. v. 08.11.2006 aus dem Kulturforum Schwimmhalle Schloss Plön.


 

„Die gemeinsame deutsche Sprache ist unser Über-ich und die kulturelle Verständigungsform des Landes, von der hoffentlich nicht nur die CDU/CSU will, dass sie auch im 21. Jahrhundert in Deutschland ‚dominierend‘ bleibt.“   

Peter Gauweiler (CSU) in der Süddeutschen Zeitung vom 08.11.2000.


 

„Wir sind geradezu verpflichtet, Hüter der deutschen Sprache zu sein.“

„Die Sprache ist ein Ausweis unserer Identität. Die Nation hat sich über die Sprache gebildet. Und sie konnte nicht durch eine Mauer entzweit werden.“

Hans-Dietrich Genscher (lt. ‚Kauderwelsch‘, Mainhardt Graf Nayhauß (Hg.)).


 

„Die Flut von Anglizismen, die aus den Medien, aus der Werbung, aus Produktbeschrei-bungen und aus dem technikgestützten Paralleluniversum auf uns niedergeht, ist eine Gewalt, die nicht vom Volke ausgeht. Sie wird ihm aufgepfropft.“   

Wolfgang Gerhard, Fraktionsvorsitzender der FDP, in der Welt am Sonntag vom 11.02.2001.


 

„Ich mag Denglisch gar nicht, deutsch sehr und schätze das Fränkische.“   

Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen Michael Glos am 30.1.2006 in SWEX – Schweinfurt im Internet.


 

„Ist die Sprache nicht, wie Sitte und Geist, die Farbe, die äußere Gestalt, die Gott dem Volk gegeben, damit es nicht sei wie andere?“   

Johann Joseph von Görres im Rheinischen Merkur vom 17.06.1814.


 

„Die deutsche Sprache ist unser wichtigstes und kostbarstes Kulturgut.“   

Gregor Gysi auf der Verleihung des Kulturpreis Deutsche Sprache 2016 in Kassel


 

„Die seit Kriegsende bei uns in alle Bereiche des Lebens eingedrungene Flut von Amerikanismen muß endlich wieder zurückgedrängt werden.“   

Bundespräsident Gustav Heinemann (SPD) in seiner Ansprache anläßlich der Einweihung des Deutschen Literatur-Archivs Marbach am 16.05.1973.


 

„Unsere Muttersprache ist das Deutsche tatsächlich insofern, als wir sie von unseren Müttern lernen. […] Ob wir mit ihr aber auch so unbestreitbar nett umgehen wie mit unseren Müttern, daß läßt sich doch füglich bezweifeln […]. Wir rühmen sie zwar zur rechten Zeit – an den Muttertagen gewissermaßen. An allen anderen Tagen des Jahres aber malträtieren wir sie nach allen Regeln der Kunst.“

„Jeder interkulturelle Dialog wird zum Geschwätz, wenn kein Selbstbewußtsein von der eigenen Kultur vorhanden ist.“   

Roman Herzog (CDU) , Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, 1994-1999.


 

„Ich halte es mit der alten chinesischen Weisheit, daß die Verwahrlosung des Denkens mit dem falschen Gebrauch der Sprache anfängt.“   

Walter Hirche, stellv. Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Landes Niedersachsen.


 

„Es geht uns darum, unsere kulturelle Tradition zu bewahren und die Bildungschancen für unsere Kinder zu verstärken. Heute sehen viele die Gefahr einer Nivellierung der Kulturen im weltweiten Maßstab. … Das zeigt sich vor allem an unserem täglichen Umgang mit Sprache: wir sprechen von ‚shops‘ und ‚centers‘, von ‚fast food‘ und ‚lifestyle‘, von ‚websites‘ und ‚notebooks‘ und ‚high tech’….. Wir müssen uns immer wieder bewußt machen: Sprache ist Kultur, Sprache ist Identität, Sprache ist Heimat.“   

Staatsminister Erwin Huber (CSU), im Bayerischen Staatsanzeiger vom 04.02.2000.


 

„Patriotismus und Weltoffenheit sind keine Gegensätze – sie bedingen einander!“   

Horst Köhler (CDU), Bundespräsident (2004-2010), Rede vom 23. Mai 2004.


 

„Sprache ist auch Macht. Und Macht ist Sprache! Wer die Macht über das Wort hat, hat auch die Macht über das Denken.“

Jean-Claude Juncker (lt. ‚Kauderwelsch‘, Mainhardt Graf Nayhauß (Hg.)).


 

„Die öffentliche Verwaltung sollte im direkten Umgang mit den Bürgern auf Anglizismen verzichten, Das betrifft vor allem die Bürgerämter.“   

Eckhard Körting, Berliner Innensenator, am 02.09.2003 im Berliner Kurier.


 

„Es liegt weder im wohlverstandenen Interesse der rund 100 Millionen deutschen Muttersprachler noch im Interesse der Millionen Europäer, die unter Mühen Deutsch als Fremdsprache erlernt haben, daß die deutsche Sprache aufgrund des EU-amtlichen Nichtgebrauchs zu einem Regionaldialekt für den Hausgebrauch herabsinkt.“   

Hartmut Koschyk MDB (CSU), In Focus 18/1996, S. 70.

 


 

„Unsere Sprache wird von einer Unmenge von Anglizismen durchsetzt.[…] Wer also etwas für unsere Sprache tun möchte, der muß es beim Sprechen und nicht bei der Rechtschreibung tun, der muß dafür sorgen, daß unsere Sprache lebendig und kräftig bleibt und daß wir endlich der Tatsache Widerstand entgegensetzten, dass alles, was insbesondere in der Werbung als besonders originell gelten will, mit irgendwelchen Anglizismen daherkommt.“

Winfried Kretschmann, Stv. Landesvorsitzender Bündnis 90/Grüne, in der 94.Sitzung des Landtages B-W, 04.10.2000.


 

„Unsere Sprache soll wieder deutscher werden. Warum hören wir im Radio fast nur englische Lieder? Das Managergequatsche vom „Shareholder-Value“ und „Global Player“ geht auf die Nerven. Manch einer, der sich zur Elite zählt, braucht Deutschunterricht.“   

Oskar Lafontaine Bild.de News 24.09.2001.


 

„Gerade in der jüngeren Vergangenheit nimmt die Neigung zu, vorhandene, hinreichend klare deutsche Begriffe insbesondere durch Anglizismen zu ersetzen. Das ist oft unnötig, ärgerlich und – gelegentlich – schlicht albern.“   

Norbert Lammert (CDU) in einer Bundestagsdebebatte vom 24.01.2002.


 

„Sehr geehrter Herr X, für Ihre Einladung zur Präsentation auf der CeBIT 2001 danke ich Ihnen. In der Tat scheint es sich dabei, wie Sie schreiben, um einen ‚zeitgemäßen Auftritt‘ zu handeln. Jedenfalls entnehme ich das der Tatsache, dass Sie diesen unter das Motto stellen ‚e-business: Future Ready.‘ Als Anglist wäre ich aufrichtig daran interessiert zu erfahren, was das nach Ihrer Meinung wohl bedeuten soll. Mit scheint das eher Englisch nach dem Modell ‚equal goes it loose‘ zu sein. Vielleicht sollten Sie es besser doch mit Deutsch versuchen. Was mich anbetrifft, so stehe ich grundsätzlich für Veranstaltungen mit Werbemätzchen wie ‚e-marketplace‘, e-commerce‘ und ‚e-Learning‘ nicht zur Verfügung. Mit gleichwohl freundlichen Grüßen.

Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Sachsen, in einem Brief an eine CeBIT-Firma vom 14.02.2001.


 

„Der Einsatz des Vereins Deutsche Sprache e.V. für eine angemessene Verwendnung der deutschen Sprache in der Europäischen Union wird von der Bundesregierung ausdrücklich begrüßt.“

Dr. Nikolaus Meyer-Landrut, Abteilungsleiter Europapolitik im Bundeskanzleramt.


 

„Da gibt es bei vielen eine relativ unreflektierte Veränderung unserer Sprache. So schwindet ein Stück deutsche Identität.“

Peter Müller, CDU-Ministerpräsident, Saarland im Stern vom 11.8.2010 über Anglizismen im Alltag.


 

„Die deutsche Sprache ist einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Sie ist nicht nur Kommunikationsmittel, sondern auch Kulturgut.“

Martin Neumeyer, Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung in Oberpfalznetz vom 6.12.2012.


 

„Publikationen in der Muttersprache oder einer anderen Sprache als Englisch zählen nicht mehr. Die stilistische Sorgfalt – charakteristisch für geisteswissenschaftliche Publikationen – schwindet, die <Schrumpfform> des Amerikanischen, wie sie in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften dominiert, nivelliert die geisteswissenschaftliche Terminologie, klassische Quellen und fremdsprachige Texte werden lediglich in ihren englischen Übersetzungen rezipiert etc. Diese Entwicklung mündet in eine Art Selbstkolonialisierung der reichhaltigen und vielfältigen geisteswissenschaftlichen Landschaften Europas.“   

Der ehemalige Kulturstaatsminister Nida-Rümelin in Sprachnachrichten.


 

„Angesichts zunehmender Anglizismen ist ein bewußterer Umgang mit der deutschen Sprache erforderlich. Wenn Anglizismen dazu führen, daß Teile der Bevölkerung ausgegrenzt werden, muß an die Einfachheit bei der Wortwahl appelliert werden.“

Cornelia Pieper, stellvertretende Vorsitzende der FDP, in Politik im Dialog, 14.02.2001.


 

„Es ist seit einigen Jahren ein durch beschränkte Mittel und Möglichkeiten der deutschen Sprache selbst nicht begründbarer Gebrauch von fremdsprachigen Benennungen, insbesondere von Anglizismen, in der Öffentlichkeit zu beobachten. Motiv dafür ist meist die bloße Absicht, Aufmerksamkeit zu erregen. Oft steckt dahinter auch die unbedachte Übernahme von Benennungen aus dem fremdsprachigen Original, ohne zu berücksichtigen, daß es dafür auch treffende deutsche Benennungen gibt […] Diese Tatsache ist geeignet, Menschen mit geringen Sprachkenntnissen, insbesondere Ältere, in Schwierigkeiten zu bringen und dadurch beträchtlich zu benachteiligen.“   

Prof. Dr. Dieter Porsch, Fraktionsvorsitzender der PDS im sächsischen Landtag, zur Begründung eines Antrages auf Abschaffung überflüssiger Anglizismen in öffentlichen Verlautbarungen der Landes Sachsen vom 07.02.2002.


 

„Es ist mir eine besondere Freude, dass aus dem Highway-Hero nun der Held der Straße geworden ist. So haben wir einen Anglizismus weniger im deutschen Straßenverkehr.“   

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, BMVBS-Pressemitteilung 14.12.2010.


 

„Der inflationäre Gebrauch von Amerikanismen in der Werbung und in den Medien, aber auch in den Veröffentlichungen vieler Unternehmen und Behörden, soll Fortschrittlichkeit und Modernität signalisieren. Tatsächlich ist er aber oft ein Hinweis auf die Verarmung der Ausdrucksfähigkeit in der eigenen Sprache. Tatsächlich grenzt er all diejenigen aus, die Englisch und Amerikanisch nicht verstehen.“

Bundespräsident Johannes Rau (SPD) in seinem Grußwort anläßlich der Eröffnung des Medienkongresses in Mainz, 23.11.2000.


 

„Globales und Regionales bedingen einander. Bei aller Weltoffenheit, allen wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen gibt esein Bedürfnis nach regionaler Identität, nach Heimat. Sprache ist Heimat. Sie ist das Verständigungsmittel, mit dem ein Kind erwachsen wird und die Welt begreifen lernt. Der Schritt von der kleinen, regionalen in die große, globale Welt erfolgt über das Mittel der Sprache. Heimat und Muttersprache sind unsere Sicherheit im großen Raum, das Fassbare im scheinbar Unfassbaren.“

Dr. Harald Ringstorff (SPD), Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, am 18.08.2005 in einem Interview mit der Schweriner Volkszeitung.


 

„Dear Sir, Sie haben mich in diesen Tagen als treuen Kunden der Lufthansa zu einem Jazz-Festival eingeladen – auf englisch, die von Ihrem Unternehmen bevorzugte Sprache. Können Sie sich vorstellen, daß ein französisches Unternehmen einem französischen Abgeordneten auf englisch schreibt? Nein, das schaffen nur die Deutschen, die meinen, sie seien weltläufig, wo sie doch in Wahrheit nur globale Banausen (engl. ignoramus oder philistine) sind. Sie können ja in Ihrem Laden machen, was sie wollen. Sie werden uns aber nicht eine andere Sprache aufzwingen. Zu Ihrem Festival komme ich nicht. Ich verbitte mir weitere Post von Ihnen. Bitte kommen Sie nicht auf die Idee, um einen Termin nachzusuchen. Yours Sincerely.“   

Europa-Abgeordneter Willi Rothley (SPD) in einem offenen Brief an das Brüsseler Büro der „Lufthansa German Airlines“: 25.10.2000.


 

„In Zeiten, in denen wir uns bemühen, Deutsch als vierte Amtssprache in der EU wirklich anzuerkennen, ist die zunehmende Anglisierung kontraproduktiv. Sie schränkt die Schönheit und den Reichtum der deutschen Sprache ein, wirkt manchmal auch lächerlich und macht Texte nicht verständlicher. Deshalb bedroht sie die deutsche Sprache.“   

Annette Schavan, Bildungs-und Forschungsministerin, im Interview mit Cicero – Juli 2007.


 

„Sie müssen sich doch nur ansehen, wer dieses Geschwafel in unserem Lande eigentlich verzapft. … Das sind Leute, die glauben, ihre Halbbildung könnten sie dadurch steigern, daß sie sich, weil es als schick gilt, plötzlich nicht mehr in Deutsch ausdrücken.“

Helmut Schäfer (FDP), Staatsminister im Auswärtigen Amt, auf einer Podiumsdiskussion in Hannover, 24.10.1999.


 

„Die Deutschen sollten … einen Patriotismus entwickeln, der von überkommenem völkischen Denken befreit ist, Sie sollten sich verstehen als Wertegemeinschaft mit einer bestimmten kulturellen Prägung.“   

Otto Schily (SPD).


 

„Sprachen sind bei weitem das wichtigste Vehikel kultureller Entfaltung und zugleich das wichtigste Element nationaler – übrigens auch persönlicher – Identität.“

Bundeskanzler (1974-1982) Helmut Schmidt (SPD).


 

„Ich halte das [das moderne deutsch-englische Kauderwelsch] für eine Vergewaltigung der deutschen Sprache…. Es ist eine Gemeinheit gegenüber älteren Menschen, aber auch den Jungen, die Englisch nicht gelernt haben. Ich halte das für einen Skandal. Wenn wir weiter-fahren mit der Verhunzung unserer Sprache, werden wird die Gesellschaft spalten. … Das müssen wir verhindern. Ich halte die ganze Sache für depp – bescheuert!“   

Die stv. SPD-Vorsitzende Renate Schmidt im ZDF-Magazin Frontal, 2001.


 

„Historisch gesehen ist es nicht die staatliche Einheit, die uns zusammen hält, sondern die kulturellen Geemeinsamkeiten. Dazu gehört vor allem die Sprache.“

„Ich habe große Sympathien dafür, die deutsche Sprache ins Grndgesetz aufzunehmen. Im Gegensatz zu vielen anderen politischen Forderungen, die das Grundgesetz nur überfrachten, ist die Sprache ein zentrales Charaktermerkmal unserer Nation.“

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, CDU (Rheinische Post 26.6.2010).


 

„Für jeden Kulturstaat ist die eigene Sprache die wesentliche Basis seines Selbstverständnisses. Hier sind erhebliche Versäumnisse von Schulen und in Sonderheit auch der Medien festzustellen. Es kann schon grausam sein, die Sprache mancher Moderatoren im deutschen Fernsehen ‚genießen‘ zu müssen.“

FDP-Bundestagsabgeordneter Gerhard Schüßler in einer Bundestagsdebebatte vom 24.01.2002.


 

„Wir brauchen ein klares Bekenntnis zur deutschen Sprache. Deutsch ist die gemeinsame Grundlage für das Leben in unserem Land. Eine Verfassungsänderung wäre ein sichtbares Signal, dass die deutsche Sprache oberstes Ziel aller Integrationsbemühungen sein muss.“

Markus Söder (CSU) in BILD, 29.11.2010.


 

„Wenn Journalisten zu Besuch kommen, täuschen sie hektische Aktivitäten vor, werfen mit Anglizismen um sich und erwecken damit bei weniger erfahrenen Journalisten den Eindruck von Modernität“   

Stoibers Wahlkampfleiter Michael Spreng zur Organisation der SPD-Zentrale, Sommer 2002.


 

„Man darf nicht Augen und Ohren davor verschließen, daß heute durch Werbung und mangelhafte deutsche Produktbeschreibung Millionen von Menschen vom Dialog im eigenen Heimatland ausgegrenzt sind, da dieser nicht mehr muttersprachlich geführt wird. Sie werden zu Analphabeten im eigenen Land gemacht […] Es ist mehr als eine Zumutung […] , wenn die ältere Dame beim Einkauf im Supermarkt die Duftnote von Teelichtern erschnüffeln muß, weil sie nicht weiß, daß strawberry Erdbeere und blueberry Blaubeere heißt. Da ist eine Entwürdigung von Menschen und zutiefst unsozial.“   

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach in einer Bundestagsdebebatte vom 24.01.2002.


 

„Wir brauchen einen erweiterten Verbraucherschutz. Jedes Produkt, von der Fahrkarte bis zum Weichspüler, muss deutlich lesbar in deutscher Sprache benannt und erläutert sein.“   

Erika Steinbach, Mitglied des Deutschen Bundestags, des Goethe-Instituts, des ZDF-Fernsehrats und Präsidentin des Bundes der Vertriebenen. Zitiert nach Stiftung Warentest Nr. 9/2003.


 

„Was heute an sprachlich-moralischer Verluderung stattfindet, ist immer schwerer zu ertragen.“   

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) in der Welt am Sonntag vom 11.02.2001.


 

„Hält die Bundesregierung es für vertretbar, dass ein Volk, das zu zwei Dritteln Englisch schlecht bzw gar nicht spricht, im öffentlichen Raum laufend mit englischsprachiger Werbung, Gebrauchsanweisungen, Vorträgen, Zeitungsartikeln, Verträgen u.ä. konfrontiert ist?“   

Bundestagsabgeodneter Jürgen Türk (FDP) in einer parlamentarischen Anfrage vom 03.07.2000.


 

„Die Diskussion um die Rechtschreibreform … hat in den vergangenen Jahren ein viel wichtigeres Thema überdeckt: Die Tatsache, daß wir es im täglichen und öffentlichen Leben Sprachgebrauch inzwischen mit einer überflüssigen Schwemme von Anglizismen zu tun haben. Warum muß es ’service point‘ heißen, wenn das Wort ‚Information‘ oder ‚Auskunft‘ nicht weniger tauglich ist. Warum wird zum ‚counter‘ gebeten und nicht zum Schalter‘. Warum gibt es plötzlich ‚tickets‘ statt ‚Karten‘.“   

Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) in Forschung und Lehre 12/2000. S. 623.


 

„Schrille, modische und expertenlastige Anglizismen schließen ohne Not viele Menschen von der Verständigung aus.“   

Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer (Bündnis90/Grüne), in der Welt am Sonntag vom 11.02.2001.


 

„Sollten wir als öffentliche Vorbilder alles daran setzen, dass nicht durch Schlamperei, durch Anbiederung an Kinder- und Jugendsprache, an das Denglisch von Werbung und Medien die Sprache und Literatur als die Basis der kulturellen Identität der Deutschen vernachlässigt, sondern geschützt und gefördert wird.“

Ruth Wagner (FDP), Rede zu TOP:“Bedeutung und Förderung der deutschen Sprache“ vom 29.03.2006.


 

„Wer sich seiner eigenen Kultur, seiner Identität sicher ist, der pflegt auch die reichen Ausdrucksmöglichkeiten der eigenen Sprache. Und deshalb sollten wir alle Vorbilder sein!“

Ruth Wagner (FDP), Rede zu TOP:“Bedeutung und Förderung der deutschen Sprache“ vom 29.03.2006.

 


„Es gibt in der deutschen Sprache Sätze von höchster Schönheit und Reinheit, die so nur auf deutsch gesagt wurden.“

„Patriotismus ist Liebe zu den Seinen; Nationalismus ist Hass auf die anderen.“

Richard von Weizsäcker (CDU).


 

„Problematisch wird der Gebrauch von Anglizismen in der Politik auch dann, wenn die modernen Wörter alte und verstaubte Inhalte verdecken sollen. In diesem Fall verkommt das ‚handeln‘ von Problemen schnell zum althergebrachten Handhaben von Problemen und der Kaiser steht trotz aller neuen Kleider in der Öffentlichkeit nackt da. Auch in neuer Sprachverkleidung können alte Dummheiten versteckt werden.“   

Landtagspräsident und Ex-Kultusminister Rolf Wernstedt (SPD) in seinem Grußwort zum 81. Niedersachsentag, Bad Pyrmont, 08.04.2000.

 


 

„Wer seine Sprache bewahrt, glaubt an seine Zukunft… Gegenwärtig wird die deutsche Sprache] mit einer Vielzahl von Anglizismen belegt, deren Wirkung auf die Sprachgestaltung und Syntax verheerend sind.“   

Eckart Werthebach (CDU), Innensenator des Landes Berlin, in der FAZ vom 11.09.2000.


 

„Sprachkenntnis ist einer der entscheidenden Schlüssel für erfolgreiche Integration. Aber ich sage auch an die Adresse der Deutschen: Wer zu Recht von den Zuwanderern die Kenntnis der deutschen Sprache erwartet, darf nicht selbst dazu beitragen, daß die eigenen Sprache durch eine steigende Flut amerikanischer Wörter zernagt und für viele von uns unverständlich wird.“   

Eckart Werthebach (CDU), Innensenator des Landes Berlin, vor dem Berliner Landtag, 06.12.2000.


 

„Daß die Menschen eines Landes […] über den Schutz ihrer Kultur hinaus möglicherweise auch das Recht haben, sich in ihrer Muttersprache verständigen zu können, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. […] Wer nicht mindestens über grundständiges Englisch verfügt, der hat hierzulande offenbar das Recht verwirkt, an der sprachlichen Kommunikation teilzunehmen.“   

Hans Zehetmair (CSU), Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, in Aviso 3/2000.


 

„Problematischer für die Entwicklung der deutschen Sprache als der Gebrauch von Anglizismen in bestimmten Sachbereichen ist die Tatsache, daß das Deutsche als Fach- oder Verkehrssprache auch von deutschsprechenden Menschen völlig zugunsten des Englischen aufgegeben wird. Dies gilt unter anderem für die meisten Naturwissenschaften, in denen inzwischen überwiegend auf Englisch publiziert wird, und auch für einige große Industriebetriebe mit Sitz in Deutschland, die Englisch als Konzernsprache eingeführt habe. In diesen Bereichen entwickelt sich die deutsche Sprache nicht weiter, falls sich Wissenschaftler und Wirtschaftsagenten nicht zu einer kultivierten Mehrsprachigkeit entschließen.“    

Stellungnahme des niedersächsischen Kultusministeriums zur Petition von Manfred Schroeder betreffend Anglizismen, 23.11.2001.

 

Personen des öffentlichen Lebens über Deutsch und Denglisch 

„Mein Studium, dann mein Beruf als Schauspieler haben mich früh unsere Sprache lieben gelehrt.“

„Die Menschen in Deutschland müssen einen natürlichen Stolz auf ihr Land entwickeln, den jedes andere Land ja auch hat.“

Mario Adorf, Schauspieler


„Ich liebe die deutsche Sprache. Wenn man sie richtig gebraucht, ist sie unheimlich weich und faszinierend. Ich finde sie wunder-, wunderschön; auch kompliziert, aber sie ist eine sehr präzise Sprache.“

Erkan Aki, Tenor


„Ich kämpfe damit (…) für die Anerkennung deutschsprachiger Popmusik … Vom Grundgedanken her werbe ich einfach dafür, die deutsche Sprache zu nutzen. Sie ist eine sehr reiche Sprache, alle sehen das ein, außer die Deutschen selbst.“

Laith Al-Deen, Popsänger


„Wer als deutscher Musiker in holperigem Schulenglisch oder in rudimentär nachempfundenem US-Ghetto-Slang singt und sich dabei im Nachempfinden einer ausgeliehenen Gefühlswelt übt, hat weitaus größere Chancen mit seiner Musik ins hiesige Radio zu kommen als einer, der sich der deutschen Sprache bedient.“

Götz Alsmann, Musiker, Entertainer und Moderator im ARD-Jahrbuch 2005


„Im Land der tausend Brötchensorten scheint das Ausdünnen der musikalischen Vielfalt und die fortschreitende Eliminierung der Landessprache im Radio festgeschrieben zu sein.“

Götz Alsmann, Musiker, Entertainer und Moderator im ARD-Jahrbuch 2005


„Wenn man in schlechtem Schulenglisch einen dilettantisch dahingestümperten Satz singt, hat man bei manchen Sendern eine größere Chance, als die, die sich im muttersprachlichen Bereich in Höchster Perfektion ausdrücken.“

Götz Alsmann, in der Mitteldeutschen Zeitung vom 06.07.07


„Was ich aber am meisten liebe, ist die deutsche Sprache. Ich kann in ihr meinen Traum leben, in ihr bin ich zum Schriftsteller geworden. Sie ist für mich das Tor zur Welt.“

Andreas Altmann, Schriftsteller


„… Der Umstand, daß die Reichen und Mächtigen nicht an der akademisch-literarischen Ausformung und Entwicklung des Hochdeutschen beteiligt waren, hat die Gesellschaft aber auch gegen den Sprachmißbrauch, häßliche Sprache, geschmackloses Sprechen, Klischees aller Art vergleichsweise unempfindlich gemacht. Das vulgäre Geschäftsmannsenglisch wird gern überall nachgeplappert, alle Welt läßt sich bedenkenlos „durchchecken“ denkt ans „Outsourcen“ und fühlt sich „out of this world“.“

Asafa-Wossen Asserate, Schriftsteller


„Man hat ja teilweise das Gefühl, daß wir hier versuchen, unsere Sprache zu vergessen“

Ayman, Musiker


„In der Zeit der Verendung unserer Sprache und des immer größeren Einflusses der Anglizismen bekomme ich einen Brechreiz und würde am liebsten meine Sense herausholen.“

Thomas Bley, Musiker


„Hinter einem denglisch-babylonischen Sprachgewirr kann man sich wunderbar verstecken, Wissenslücken vertuschen und Kompetenz vorgaukeln. Unterm Strich bleibt allerdings oft nur heiße Luft. Der Gebrauch der eigenen Sprache ist hingegen nicht nur eine Frage der Kultur, sondern auch der Ehrlichkeit: Ich will, dass man mich versteht!“

Matthias Brodowy , Kabarettist


„Das flotte Nachplappern überflüssiger Anglizismen zeugt nicht von einer demokratischen, westlichen, postnationalen oder sonst welchen Gesinnung, sondern vielmehr von einer partiellen Beschränktheit, die von Schönheit und Prägnanz einer Sprache nichts weiß.“

Günter de Bruyn, Jacob – Grimm – Preisträger 2006


„Ich kann nur sagen, mich faszinieren Texte in Deutsch. Wenn der NDR zum Beispiel „Geh Doch“ spielt und dann diesen Titel Zeile für Zeile zerreißt, um dann dach zehn Minuten zu sagen: Genug mit der „Howie“-Verarsche, jetzt spielen wir wieder Musik: „I’m a Big Big Girl in a Big Big World“, dann denke ich, bin ich bekloppt oder die? …“

Howard Carpendale, Sänger


„Als ich nach Deutschland kam, sprach ich nur Englisch – aber weil die deutsche Sprache inzwischen so viele englische Wörter hat, spreche ich jetzt fließend Deutsch!“

Rudi Carrell, Fernsehmoderator


„Grundsätzlich kann ich übrigens überhaupt nicht verstehen, warum Bands aus Deutschland nicht in ihrer eigenen Sprache singen.“

Guy Cross, Sänger („Band ohne Namen“)


„Wir sind hier gezwungen, zu achtzig Prozent amerikanische Kultur zu konsumieren – im Fernsehen, im Kino und so weiter. Kultur und Politik kann man nicht trennen und die Amerikaner bestimmen, was die anderen zu tun haben. Es gibt keine wirklich souveränen Staaten.“

Gabi Delgado von der Musikgruppe „DAF“


„Nur wer nicht mit der deutschen Sprache aufgewachsen ist, kann ermessen, was für eine wunderbare Erfahrung ein deutsches ‚SCH‘ ist.“

Leon de Winter


„Ich bin tatsächlich einer der wenigen Nichtdeutschen, die nach Deutschland kommen und sich in die Sprache verliebt haben. Deutsch ist für mich die große Liebe.“

Momo Djender (deutsch-algerischer Sänger) am 10.11.2012 auf ProSieben


„Ich mag die deutsche Sprache, die deutschen Dichter – Goethe, Schiller. Selbst Shakespeares berühmter Satz ‚To be or not to be, that is the question‘ klingt auf meiner Meinung nach auf Deutsch kräftiger: ‚Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage‘.“

Kirk Douglas


„Englisch als erste Fremdsprache müßte europaweit verboten werden.“

Roland Duhamel, Vorsitzender des belgischen Germanistenverbandes


„Man kann im eigenen Land in einer anderen Sprache schlecht eine Geschichte erzählen. Weil sie nicht stimmt, da gibt es eine bestimme Authenzität. Ich lasse mir von den Rechten das Recht auf Sprache, meine Heimatsprache, nicht nehmen. Man ist in dieser Sprache zu Hause. Es wäre super gewesen, wenn sie [Lena] in Deutsch gesungen hätte.“

Katja Ebstein, Sängerin, zu Lenas Eurovision-Auftritt bei Peter Hahne am 15.5.2011 im ZDF


„Ich hasse Unflätigkeiten, die sinnlos daher kommen. Meine Sprache ist nach wie vor die eines Menschen, der die deutsche Sprache mag und sie nicht reduziert auf Umgangssprache. Das wird man bei mir nicht finden.“

Hartmut Engler, Musiker der Gruppe ‚Pur‘


„Ein Land, welches seine Volkslieder vergisst, ist dabei, vergessen zu werden.“

Gotthilf Fischer, Chorleiter


„Natürlich werbe ich für mein Vaterland. Wir waren immer stolz auf Made in Germany. Das heißt, übersetzt für einen Pfarrer, der von Technik nicht viel versteht: Made in Germany – auf uns kannst du dich verlassen.“

Jürgen Fliege, ‚TV-Pfarrer‘


„Ob Grönemeyer singt oder ich ist egal. Die gute deutsche Musik lebt. Man sieht es an den ausverkauften Konzerten. Nur deutsche Musik geht dem Menschen an die Seele.“

Ute Freudenberg, Sängerin


„Dinge, die ’schön‘, ‚wunderbar‘, ‚reizvoll‘, ‚faszinierend‘, ‚bezaubernd‘ oder ‚prächtig‘ sind, werden heute nur als ‚cool‘ bezeichnet.“

Prof. Wolfgang Frühwald, Präsident (1999-2007) der Alexander-von-Humboldt-Stiftung


„Unsere Jugendsprache ist obszön und amerikanisiert – sie zeigt, wie versaut und unappetitlich unsere Kultur geworden ist.“

Götz George, Schauspieler


„I answer in English because I want the whole world to understand me: It’s a crying shame that we Germans don’t use our beautiful motherlanguage anymore.“

Robert Gernhardt (auf die Frage, was er davon hält, daß der deutsche Beitrag zum Grand Prix 2002 auf englisch vorgetragen wird)

„Es ist so erbärmlich, Leuten zuzuhören, die es verwenden“

Robert Gernhard über Denglisch, während einer Lesung im Theaterhaus Stuttgart im Januar 2004


„Ich mag Denglisch gar nicht, deutsch sehr und schätze das Fränkische.“

Michael Glos, Poltiker


„Aus keinem anderen Land scheinen die Menschen so gern und ausgiebig zu verreisen wie aus Deutschland. Und kaum sind sie wieder zu Hause, planen sie schon wieder die nächste Flucht, als wollen sie eigentlich immer nur weg.Und auch dort, wohin sie fliehen, wollen sie möglichst weder anderen Deutschen begegnen noch selbst als Deutscher erkannt werden.Als sei ihnen das irgendwie peinlich, als sei das Land, in das sie geboren wurden, ein notwendiges Übel, mit dem sie ansonsten nichts weiter zu schaffen haben.“

Daniel Goeudevert, Manager und Autor


„In den letzten Jahrzehnten hat sich das Deutsche allzu widerstandslos als eine Art Dorftrottel unter den Sprachen präsentiert, der nicht richtig in der Lage ist, für aktuelle Gegenstände aus seinem angestammten Wortschatz neue Begriffe zu bilden, und sich statt dessen auf eine Weise, die ein amerikanischer Kommentator als ‚vorauseilende Unterwürfigkeit‘ bezeichnete, mit schlaffer, altersfleckiger Hand aus dem weltweit dampfenden englischen Breitopf bedient.“

Max Goldt, Schriftsteller


„[…] sich selber auszudrücken, ist mir in der deutschen Sprache immer am besten gelungen. Wenn ich amerikanische Klassiker auf Englisch gesungen habe, hatte ich immer so ein Gefühl, dass ich gar nicht weiß, wovon ich rede.“

Stefan Gwildis, Sänger


„Deutschland ist noch immer attraktiv als Wirtschaftsstandort und wird es bleiben, wenn die Menschen zusammenrücken. Und genau das passiert jetzt auch. Ich werbe für Deutschland durch meine positive Haltung dem Land gegenüber.“

Sven Hannawald, Skiflugweltmeister (auf die Frage, ob er für die Marke Deutschland werben würde)


„Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich nun Englisch lernen muss, um die Deutschen zu verstehen.“

Dr. Helena Hanuljakov, Präsidentin des Internationalen Deutschlehrer-Verbandes


„Die Sprache ist das Haus, des Seins.“

Martin Heidegger: „Über den Humanismus“


„Deutsch ist eine super Sprache. Bei Musik ist es mir wichtig, dass ich verstehe, was gesungen wird.“

Silvio Heinevetter, Torwart


„Wenn ich mir jetzt so im Rückblick die deutschen Lieder angucke, die ich schon geschrieben habe, kann ich es schon verstehen, wenn Leute zu mir sagen, sie würden sich mal eine ganze Platte in Deutsch wünschen. Ich verstehe es deswegen, weil mich deutsche Songs mehr rühren als die englischen. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, daß es einfach Deutsch ist, daß es meine Muttersprache ist.“

Peter Heppner, Sänger („Wolfsheim“)


„Kultusminister, die für das Englische als neue Universalsprache plädieren, zeichnen sich in der Regel dadurch aus, daß sie nicht einmal mit den Nuancen ihrer Mutterprache vertraut sind.“

Prof. Dr. emerit. Nobert Hinske (Philosoph, Universität Trier)


„Präsident: Hörte ich da richtig- ? Mercedes dieser deutsche Betrieb schlechthin, droht abzuwandern in die USA? Das übertrifft noch alles charakterlich Defekte, was ich je aus Deutschland hörte. … Die Hunnen haben, seit das Europa-Geschrei an der Tagesordnung ist, keinen Funken Nationalstolz mehr: Sogar ihre Sprache erzählte ein Journalist, durchsetzen sie derartig mit Anglo-Amerikanischem, daß sie demnächst auch ihre Familiennamen noch ins Englische übersetzen.“

R. Hochhuth, Sprachpreisträger (Aus dem Stück: Mc Kinsey kommt)


„Obwohl wir international kräftig wachsen, ist für mich die deutsche Herkunft klar und wichtig, da brauche ich keine englischen Formen.“

Albrecht Hornbach, Chef der Baumarktkette Hornbach Holding AG


„Alle Pop-Künstler, die gute Geschichten erzählen, tun dies in ihrer Muttersprache.“

Hubertus von Hohenlohe, Sänger


„Wir haben die Fuchtel der politischen Korrektheit. Das ist eine Erkrankung der Sprache und der Umgangsformen, die immer weiter um sich greift und eine moralinsüchtige Atmosphäre erzeugt.“

Reinhard Jirgl (Büchner-Preisträger 2010) in der ARD-Sendung Druckfrisch vom 26.5.2013


„Ich brauche die deutsche Kultur um mich herum.“

Jette Joop, Mode-Designerin


„Ich bedaure sehr, daß die Regel aufgehoben wurde, daß jeder in seiner Sprache singt. Die Deutschen sind dabei als erste umgefallen, wir haben ja das wenigste Rückgrat, wenn es um die eigene Identität geht.“

Udo Jürgens, Sänger (zum Grand Prix Eurovision)


„Wenn wir alle anfangen, Englisch zu singen, verleugnen wir unsere Wurzeln.“
„Die deutsche Sprache ist für mich die Basis meines Denkens, Fühlens, Träumens, meines Glücks, meiner Angst, meiner Zweifel und überhaupt sämtlicher Emotionen.“
„Ich liebe die deutsche Kultur, die deutsche Geschichte, die deutsche Mentalität.“
„Ich habe die deutsche Sprache immer als irrsinnig schön und interessannt empfunden.“

Udo Jürgens, Sänger


„Ich schätze an der deutschen Sprache die Präzision, mit der sich Gefühle ausdrücken lassen. Andere Sprachen bleiben da eher vage, unpräzise.“

Hape Kerkeling, Schauspieler und Kömödiant (VDS-Ehrenmitglied)


„Ich lebe gern in Deutschland. Ich arbeite gern hier und fühle mich wohl. Deutschland ist meine Heimat, hier habe ich meine Familie.“

Johannes B. Kerner, Moderator (auf die Frage, ob er für die Marke Deutschland werben würde)


„Die deutsche Sprache ist eine der schönsten und ausdruckvollsten aller Sprachen – wenn man sich ihrer Kraft bedient!“

Klaus Kinski, Schauspieler


„Ob Deutsch eine Wissenschaftssprache bleibt oder nicht, ist darum keine Frage des Nationalstolzes. Es geht um viel mehr: um die Demokratie.“

Stefan Klein, Biophysiker und Wissenschaftsjournalist, FAZ 06.07.2007


„Ich hasse Anglizismen. Das ist alles Bullshit.“

Georg Kofler, Geschäftsführer von Premiere


„Kinder, die sich in der Muttersprache sicher bewegen, bringen es im Erlernen der Fremdsprache zu mehr Eleganz.“

György Konrad, Schriftsteller


„Die Muttersprache ist die entscheidende Basis – auch für das Erlernen von Fremdsprachen.“

Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands


„Ein zukunftsfähiges Bildungswesen leistet deshalb gerade in Zeiten der Globalisierung Identitätsstiftung und Orientierung, denn Zukunft ist Herkunft.“

Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands


„Die Deutschen sind dabei, sich parallel zur demographischen Entwicklung auch sprachlich abzuschaffen.“

Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands


„Denken kann jeder am besten in seiner Muttersprache. Sie ist daher unersetzlich, wenn es um den wissenschaftlichen Austausch und besonders um das Training von Doktoranden geht. In meiner Arbeitsgruppe wird nun wieder mehr Deutsch gesprochen.“

Prof. Dr. Karin Krupinska, Professorin für Zellbiologie, Universität Kiel in Biologie in unserer Zeit, 40. Jahrgang (Heft 5), S.287 (2010).


„Früher sagte man Unterhaltungskünstler, heute Entertainer. Da ich Amerikanismen nicht mag, sage ich Unterhaltungskünstler.“

Peter Kraus, Schauspieler und Rock’n’Roll-Sänger


„Früher sagte man Unterhaltungskünstler, heute Entertainer. Da ich Amerikanismen nicht mag, sage ich Unterhaltungskünstler.“

Peter Kraus, Schauspieler und Rock’n’Roll-Sänger


„Der Witz ist doch der, daß wir schon alle irgendwie amerikanisiert sind, in unseren Lebensumständen, angefangen bei McDonalds bis zur Rock- und Pop-Musik, bis zum Denglisch.“

Günter Kunert, Schriftsteller


„Ein Arbeitsloser kommt ins Job-Center, trifft am Front Desk auf den Case-Manager, der auf Grundlage eines Tiefenprofilings mit Unterstützung des Back Office ein Vermittlungsangebot an die PSA macht.“

Isolde Kunkel-Weber, „ver.di“-Vorstandsmitglied


„Die deutsche Sprache liegt mir am Herzen, weil mein Herz deutsch spricht. Es gibt kein höheres kulturelles Gut eines Volkes und einer Nation als die Sprache.“

Reiner Kunze, Schriftsteller


„Deutsch hat große Vorteile, die man oft nicht wahrnimmt. Deutsch ist eine viel dramatischere Sprache als Englisch. Sie hat viel mehr Konsonanten, man kann viel mehr Akzente setzen. Sie ist bildhafter, knackiger und hat mehr Konturen. Das hat schon Andrew Lloyd Webber gesagt, nachdem ich das Phantom der Oper für ihn übersetzt hatte.“   

Michael Kunze, Komponist und Liedertexter in den Ruhrnachrichten vom 9. Dezember 2017.


„Die politische Korrektheit tötet den französischen Esprit.“

Karl Lagerfeld, Modedesigner


„Das mache ich daran fest, dass wir ja in einer Weise zunehmende Neigungen haben an Hochschulen, oder auch an Schulen in Deutschland, Englisch als Unterrichtssprache zu verwenden, und die Eltern glauben, das wäre die große Chance für ihre Kinder. Das ist im Grunde nicht der Fall, denn jede Sprache vermittelt ja auch ein eigenes Weltbild, und die Sprache ist ja eingebettet in den Begriff Kultur, eingebettet in den Begriff Bildung.“

Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts am 25.2.2010 im Deutschlandfunk


„Wir stellen einen bemerkenswerten Verzicht auf den Gebrauch der eigenen Sprache fest. Wie aber können wir etwas ins Ausland tragen, was im Inland verkümmert?“

Jutta Limbach, ehem. Präsidentin des Goethe-Instituts


„Aber wir haben eine so geile eigene Sprache, wir haben Hesse, Heine, Mann, Rilke und Goethe. Deren Sprache wurde von den Nazis mit einer Axt brutal rausgehauen. Ich wollte sie wiederentdecken, und zwar nicht nur für einen elitären Kreis, sondern für die populäre Kultur.“

„Mich hat es gestört, dass es keine ordentlichen deutschen Texte gab. Ich dachte, das muss doch gehen. Dass ich Trommler war, kam mir sehr zugute. Ich hab mir die Sprache zurechtgetrommelt. Ich konnte gut Wörter dehnen wie Kaugummi, sie schleudern, zerbeißen, konnte rhythmisch auch die ersten Rap-Dinger anlegen: ‚Käthe Dorsch wohnt in Kiel‘, das war schon Ende der Siebziger.“

Udo Lindenberg, Sänger


„Wir müssen ein Naturschutzgebiet für deutschsprachige Pop- und Rockmusik im Radio schaffen. Es geht für uns gar nicht mehr um Gleichberechtigung, sondern nur noch um Artenschutz. Man hat geradezu das Gefühl, daß deutsch singende Künstler diskriminiert werden.“

Wolf Maahn, Sänger


„In meiner Branche stört mich das zunehmende Berater-Denglisch. Da gibt’s keine Vier-Augen-Gespräche mehr, sondern eye to eye talks und die Erkenntnisse danach heißen learnings.“

Helmut Markwort, Ex-Chefredakteur des Focus


„Ich mag das Deutsche. Es ist die Sprache der Poesie.“

Eva Mei, Sopranistin


„A man who loses his language loses his soul.“

James Michener, US-amerikanischer Schriftsteller


„Die deutsche Sprache wir mit Füßen getreten. Durch Sprachfaulheit und durch englische Begriffe, die vermeintlich so bequem, schick und jung sind.“

Edda Moser, Kammersängerin


„Wir haben eine der wunderbarsten, schönsten, gebildetsten Sprachen der Welt und wir machen keinen Gebrauch davon. Das ist eine Ressourcenverschwendung, die sich keine Kultur leisten kann.“

Adolf Muschg, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler


„Im Deutschen gibt es das schöne Wort „Wortschatz“ – und diesen Schatz haben wir noch lange nicht ergründet.  In den Tiefen der deutschen Sprache liegen immer noch unzählige Edelsteine verborgen.“

Xavier Naidoo, Sänger am 22.9.2012 in der Ostseezeitung


„Die Deutschen sind das einzige Volk, das meint, in den Augen der anderen Völker weniger beliebt zu sein, als es in Wahrheit ist. Alle anderen halten sich für beliebter, als sie es tatsächlich sind.“

Susan Neiman, US-Philosophin


„Ich habe mit den 99 Luftballons bewiesen, daß man nicht englisch singen muß, um im Ausland Erfolg zu haben. Die Amis fanden die deutsche Version viel spannender.“

Nena, Sängerin


„Bei Produkten, die nur für Deutschland gedacht sind, halte ich Anglizismen für total falsch. Oft ist es Ausdruck dafür, daß den Kreativen nichts Besseres eingefallen ist. Gegenüber dem Konsumenten halte ich es für respektlos: Man versetzt ihn in die peinliche Lage, etwas nicht zu verstehen. Dann muß man sich nicht wundern, wenn Kunden nicht zugreifen.“

Olaf Oldigs, Kreativchef der Werbeagentur Springer & Jakoby


„Man braucht gar kein fremdes Land, um die Muttersprache zu verlieren, das kann man auch zu Hause.“

Emine Sevgi Özdamar, türkische Schriftstellerin


„Die Verteidigung der Sprache ist mein Weg, den Frieden zu befördern: ein unablässiger Kampf gegen die Verschandelung der Sprache, gegen die ständige Wiederholung von Stereotypen, gegen Rassismus und Intoleranz, gegen die Verherrlichung von Gewalt.“

Amos Oz, Schriftsteller


„Die Muttersprachen sind die Völkerherzen, welche Liebe, Leben, Nahrung und Wärme aufbewahren und umtreiben.“

Jean Paul (1763-1825)


„Ich finde auf Deutsch zu singen geiler, weil ich mehr Gefühl in den Text legen kann.“

Philippe, der „Superstar“-Dritte


„So fahrlässig, so dümmlich und so unüberlegt, wir wir Deutsche mit unserer Sprache umgehen, so wie wir sie täglich mehr und mehr verunstalten durch die Verwendung von englischen Begriffen, müßte uns eigentlich das Sorgerecht über unsere eigenen Wörter entzogen werden. Wir gehen mit unserem Sprachschatz um, als bestünde er aus Dung und Müll.“

Rainer Popp, Schriftsteller


„Ich setze mich für die deutsche Sprache ein – und das militant.“

Christian Quadflieg, Schauspieler


„Deutsch ist meine Muttersprache. In welcher Sprache sollte ich sonst schreiben? Wer braucht noch Songs in schlechtem Englisch?“

Frank Ramond, Liedtexter und Echo-Preisträger


„So lange wir zusammenarbeiten, ist die Amtssprache deutsch.“

Ralf Rangnick, Fußballtrainer


„Selbst in Europa sehe ich heute überall amerikanische Handelsketten. Es ist kein gesunder Zustand, wenn eine Kultur von einer anderen so erdrückt wird.“

Robert Redford, Schauspieler


„Das, was sich jetzt mit dem Englischen im Deutschen abspielt, ist ziemlich lächerlich und abscheulich. Es hat überhaupt keinen Sinn mehr, es werden Ausdrücke in Hülle und Fülle verwendet, die im Deutschen viel besser vorhanden sind. Man sollte sich dieser ungewöhnlichen Verfremdung energisch widersetzen.“

Einmal aber tadelte er mich, als ich in einer Rezension einen Autor als „Alien“ bezeichnet hatte. Das Wort missfiel ihm ganz und gar, den Film gleichen Titels kannte er nicht. Zu meiner Verblüffung sagte er: „Ein deutscher Mann schreibt deutsch. Und trinkt deutsches Bier“. (Der Autor Volker Hage in seinem Nachruf)

Marcel Reich-Ranicki, Kritiker


„Wie kann man eine Sprache genug preisen, die so reine Dichtung, so unergründliches Denken, so kosmische Musik, so frische naturwissenschaftliche Keime schöpft! Vor einer solchen Sprache muss man Furcht und Ehrfurcht haben.“

Fuad Rifka, Dichter


„Es nervt mich tierisch. Viele Leute, die keine Silbe Englisch können, hören sich an, als wären sie beschissen aus dem Englischen übersetzt worden.“

Harry Rowohlt, Übersetzer


„Ich liebe die deutsche Sprache. Sie hat mir ein Zuhause gegeben und durch die Übersetzungen meiner Bücher die Welt zu 21 Sprachen geöffnet. Deutsch ist mein Tor zu anderen Sprachen. Auf Arabisch hätte ich das nicht erreicht.“

„Deutsch ist eine schöne Sprache, und ich verstehe nicht, wie die Deutschen sie durch Anglizismen zerstören lassen, das zeugt von Dummheit.“

„Was ich aber am meisten liebe, ist die deutsche Sprache. Ich kann in ihr meinen Traum leben, in ihr bin ich zum Schriftsteller geworden. Sie ist für mich Tor zur Welt.“

Rafik Schami, Schriftsteller


„Ich bin jedenfalls sehr stolz, Deutsche zu sein. Manchmal treffe ich Deutsche, die mit mir Englisch sprechen wollen. Das kann ich überhaupt nicht verstehen, ich liebe die deutsche Sprache, ich spreche mit meinen Kindern nur Deutsch und ich habe sehr viele deutsche Freunde hier. In der Schule haben wir eine Deutschgruppe gegründet, in der die Kinder sich einmal pro Woche mit der deutschen Kultur beschäftigen, mit den Traditionen, von Karneval bis St. Martin“

Claudia Schiffer, Model


„Als ich nach Berlin zurückkam und durch die Stadt fuhr, hat mich überrascht, wie die deutsche Sprache mit Anglizismen verhunzt wird. Warum machen die das? Coffee to go! Shoppen ohne zu stoppen! So ein Quatsch! Wollen die, dass wir alle verblöden? Was tun die ihrer Sprache an? Wie verhöhnen und entwürdigen sie jene Menschen, die nicht Englisch gelernt haben?“

Angelika Schrobsdorff, Schriftstellerin


„Erstens würde ich alle Anglizismen aus der deutschen Sprache eliminieren.“

Jessica Schwarz, VIVA-Moderatorin


„Das Halbdunkel vielfältig verschachtelter, gelehrt klingender Kunstworte und Sprachformen bietet sich ganz besonders für das Halbverstandene, nicht recht Durchschaute oder mangelhaft Durchdachte an, dessen Unklarheit es mit dem kristallenen Flitterglanz exotischer Sprachfetzen überstrahlt.“

Prof. Dr. Günter Schmölders, Wirtschaftswissenschaftler


„Gerade in der sehr starken Position des Englischen sehe ich den wichtigsten Aspekt des europäischen Sprachproblems.“

Reinhard Selten, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften (VDS-Ehrenmitglied)


„Wer seine Sprache mit Englisch garniert, gibt sich weltgewandt und modern. Und kann sich abgrenzen gegen all jene, die ihn nicht verstehen sollen, weil er in Wahrheit gar nichts mitzuteilen hat.“

Bastian Sick, Journalist (VDS-Ehrenmitglied)


„Der Engländer singt englisch, der Franzose französisch, der Spanier spanisch – nur, wenn Deutsche deutsch singen, müssen sie sich rechtfertigen. Dabei ist das die Sprache, in der sie lachen, weinen, lieben, essen und sich ausleben! Ist es nicht tragisch, daß sich der deutsche Fernsehzuschauer erst wieder an seine eigene Muttersprache gewöhnen muss?“

Ralph Siegel, Schlagerkomponist


„Ich glaube, die Deutschen sind nicht stolz genug auf ihre Sprache. An Heideggers Aus­spruch, nur Deutsch und Griechisch seien fürs Philosophieren geeignet, ist vielleicht doch ir­gendwas dran. Ich glaube jedenfalls nicht, dass es ein Zufall ist, dass es in der Vergangenheit so viele deutsche Denker und Komponisten gab. Oder in der Gegenwart, dass die Deutschen so einzigartig gute Maschinen und Motoren bauen. Die Komplexität ihrer Sprache bereitet sie genau darauf vor.“

Yngve Slyngstad, Chef des Norwegischen Staatsfonds in: Frankfurter Allgemeine Sonntags­zeitung, 7. Februar 2016, S. 40


„Ich versuche, in meinen Texten nach Möglichkeit kein Denglisch zu verwenden. Die deutsche Sprache ist facettenreich genug, dass ich mich des Denglischen nicht bedienen muss.“

Smudo, Musiker („Die Fantastischen Vier“)


„Wissen Sie, diese dummen Amerikanismen, die sich inzwischen überall einschleichen, finde ich albern.“

Peter Sodann, Schauspieler


„[…] die Deutschen müssen endlich damit aufhören, ihre nationale Kultur mit Füßen zu treten. Wenn die Deutschen das nicht schaffen, ist meine letzte Hoffnung für Europa dahin. Ich glaube, die Deutschen haben noch nicht verstanden, welch ungeheure Bedeutung das deutsche Kulturerbe für sie selbst und für die ganze Welt hat. Ich kann mir diese Missachtung nur so erklären: Deutschland hat es noch nicht vollständig erfasst, wie wichtig seine Kultur für die gesamte zivilisierte Welt ist.“

Alexander Sokurow, Regisseur und Drehbuchautor


„Wenn Journalisten zu Besuch kommen, täuschen sie hektische Aktivitäten vor, werfen mit Anglizismen um sich und erwecken damit bei weniger erfahrenen Journalisten den Eindruck von Modernität.“

Michael Spreng, Wahlkampfleiter von Kanzlerkandidat Stoiber


„Spaghetti mit Meeresfrüchten sind, für sich genommen, absolut essbar; und auch Tiramisu ist eine feine Sache. Rührt man aber beides zusammen, erhält man eine unappetitliche Pampe. Und so ist auch Denglisch, diese Mixtur aus Englisch und Deutsch, die von Leuten ohne Sprachgefühl für cool gehalten wird, eine ziemlich ungenießbare Sache.“

Hannes Stein, Journalist und Autor


„Der Verderb der Sprache ist der Verderb des Menschen.“

Dolf Sternberger, Poltikwissenschaftler und Journalist (lt. ‚Kauderwelsch‘, Mainhardt Graf Nayhausß (Hg.))


„Man unterschätze nicht die ‚Botenstoffe‘ der Sprache. Es gibt geisthemmende und geiststimulierende Begriffe.“

Botho Strauß, Schriftsteller


„Der göttliche Baumeister der Erde hat die Menschheit nicht erschaffen als ein gleichförmiges Ganzes. Er gab den Völkern verschiedene Blutströme, er gab ihnen als Heiligtum der Seele ihre Muttersprache.“

Gustav Stresemann (1878-1929)


„Wer die deutsche Sprache versteht und studiert, befindet sich auf dem Markte, wo alle Nationen ihre Waren anbieten, er spielt den Dolmetscher, indem er sich selbst bereichert.“

Ständige Arbeitsgruppe Deutsch als Fremdsprache


„Ähnlich wie bei den Deutschen gilt bei den Mongolen derjenige als ‚weltgewandt‘ und ‚gebildet‘, dem es gelingt, in jedem Satz ein oder zwei englische Worte unterzubringen. Noch zu keiner Zeit wurde die mongolische Muttersprache so entstellt wie in Laufe der letzten Jahre.“

Galsan Tschinag, Schriftsteller


„Ich finde es schlimm, was mit unserer deutschen Sprache passiert. Wenn ich einen großen Milchkaffee möchte und einen ‚Grand Caffe latte low fat with extra shot to go‘ bestellen muss, dann regt mich das auf. Das ist doch total bekloppt.“

Sebastian Vettel, Automobilrennfahrer (Formel 1) in BILD vom 7.3.2008


„Die eigene Sprache ist der Kern aller Welterkenntnis.“

Antje Vollmer, Politikerin

„In seiner Muttersprache ist man doch am präzisesten, kann am ehesten Gefühle und Zwischentöne ausdrücken.“

Antje Vollmer, Politikerin, Interview im „Spiegel“, 17. September 2004


„Die Anglisierung unserer Sprache steigert sich allmählich in eine monströse Lächerlichkeit. Deutsch wird uncool. Gleichzeitig blamieren wir uns mit Worthülsen wie „Ich erwarte mir“ oder „Ich gehe davon aus.“ “

Vicco von Bülow (Loriot) in einem Interview vom 21. Juni 2002 der Süddeutschen Zeitung auf die Frage: „Wie beobachten Sie den Wandel der Sprache? Sind Sie in Sorge?“


„Aber wieviel Fremdwörter kann man sich einverleiben (!), ohne sich innen fremd zu werden.“

Martin Walser, Schriftsteller


„Es hat mir eben immer widerstrebt, mich stets gestört, den Missbrauch unserer Sprache in fast allen Bereichen der Gesellschaft als gegeben hinzunehmen. Nicht das entsetzliche Parteichinesisch des vergangenen Systems, nicht die Überfrachtung der Alltagssprache mit Amerikanismen, Anglizismen oder sonstigen Ismen, nicht das oberflächliche sensationslüsterne Geschreibe und Geschwätz der Medien und auch nicht die geringe Achtung der Schulfächer Deutsch und Musik, was letztendlich zur Verkümmerug der emotionalen Intelligenz führen würde. Die deutsche Sprache hat wahrlich Besseres verdient als Wortverstümmelung, Sprachpanscherei oder Behördenkauderwelsch.“

Peter Weise, Schriftsteller


„Unser Heil – manche Wörter muss man wirklich unter Schuttbergen ausgraben -, unser Heil in diesem zur Zeit so heillosen Land ist unsere deutsche Sprache. Sie ist differenziert, genau, subtil, liebevoll, scharf und behutsam zugleich. Sie ist reich. Sie ist der einzige Reichtum in diesem Land, das sich reich glaubt und es nicht ist. Sie ist all das, was dieses Land nicht mehr ist, noch nicht wieder ist, vielleicht nie mehr sein wird.“

„Vom Ausland her gesehen, reduziert sich Deutschland für mich auf die deutsche Sprache. Das ist mein Gepäck, das ist mir das Liebste in diesem Land.“

Wim Wenders, Filmemacher


„Denglisch kann ich nicht leiden. Die deutsche Sprache ist reich genug.“

Wilhelm Wieben, ARD-Tagesschausprecher (1973-1998) 


„Wir Deutsche unterliegen nicht den Franzosen und den Britten im Kampf um die Sprachen, wir verlieren eher gegen uns selbst: Das Problem des Deutschen in der EU sind die Deutschen, die kein Deutsch reden.“

Martin Winter (Quelle: Süddeutsche Zeitung 15.06.07)


„Es ist der Drang jedes jungen Menschen, auf etwas stolz zu sein. Warum nicht auf die eigenen Leute.“

Sönke Wortmann, Filmregisseur („Das Wunder von Bern“)


„Ein Volk hat eigentlich nicht das Recht, etwas, das zum Weltkulturerbe gehört, verwahrlosen zu lassen.“

Dieter E. Zimmer, Schriftsteller und Publizist (1973-1977 Feuilletonchef der Zeit)


„Wenn mehr auf deutsch gesungen würde, könnte sich das Talent besser entwickeln. Gedanken und Gefühle lassen sich einfach besser mitteilen.“

Rolf Zuckowski, Liedermacher