Die neue Ausgabe der Sprachnachrichten beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Sprache in der DDR. Gab es überhaupt ein eigenes DDR-Deutsch? Und wie veränderten die deutsche Teilung, die politische Sprachlenkung Wortschatz und Sprachgebrauch im Osten Deutschlands? Die Beiträge untersuchen die Sprache der SED und der Staatssicherheit und erinnern an typische DDR-Wörter und Redewendungen. Besondere Aufmerksamkeit verdient ein ausführliches Gespräch mit dem Schriftsteller Rolf Schneider über den Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns und die Möglichkeiten, unter den Bedingungen der DDR-Diktatur zu schreiben.
Weitere Themen sind unter anderem 30 Jahre Rechtschreibreform, die Wahl des Sprachpanschers des Jahres 2026, italienisch-deutsche Sprachansichten sowie ein Bericht über die Deutschen Sprachtage 2026 in Wien.
