Infobrief vom 12. Dezember 2021: Pandemie beherrscht die Kandidaten zum Unwort des Jahres

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1. Presseschau

Pandemie beherrscht die Kandidaten zum Unwort des Jahres

Am 12. Januar wird in Marburg wieder das „Unwort des Jahres“ bekanntgegeben. Die sprachkritische Aktion, 1991 ins Leben gerufen, macht auf unangemessenen Sprachgebrauch aufmerksam. Sie beanstandet Wörter, mit denen die Menschenwürde missachtet wird, die demokratischen Grundsätzen entgegenstehen oder gesellschaftliche Gruppen diskriminieren; dazu zählen insbesondere euphemistische, verschleiernde oder irreführende Formulierungen. Bis zum 31. Dezember 2021 sind Vorschläge über ein Online-Formular oder per E-Mail willkommen. Für 2021 wurden bisher 600 Vorschläge mit rund 300 Wörtern eingereicht. Auffällig sei die Fokussierung auf coronabedingte Begriffe, meint Constanze Spieß, Sprecherin der Jury. Der Klimawandel sei in den Einreichungen nicht mehr so präsent wie vor einigen Jahren noch. Im Themenfeld Klima und Klimawandel dominiert der Begriff Öko-Terrorismus, im Bereich Migration der Begriff Pushback (im Zusammenhang mit Zurückweisungen an der EU-Außengrenze). Vor allem die Impfdebatte sei gespiegelt durch Begriffe wie Impfmassaker, Querdenker und systemrelevant. 2020 wurden zum ersten Mal zwei Unwörter gekürt: Corona-Diktatur und Rückführungspatenschaften. (t-online.de, rtl.de)


Wellenbrecher ist Wort des Jahres

Zum Ende eines jeden Jahres gibt es nicht nur das Unwort des Jahres, sondern auch das „Wort des Jahres“. Wellenbrecher lautet der Begriff, den die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zum Wort des Jahres 2021 erklärt. Kein anderes Thema beherrscht die öffentlichen Debatten wie die Pandemie. Der Ausdruck Wellenbrecher gelte „unter anderem für Maßnahmen gegen Covid-19, für den Zeitraum, in dem solche Maßnahmen gelten sollen, und auch für eine Person, die sich nach ihnen richtet“, erläutert Sprachwissenschaftler und Vorsitzender der GfdS, Peter Schlobinski. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, betont Schlobinski, letztlich habe sich Wellenbrecher aber gegen Impfpflicht und Booster durchgesetzt, denn mit dem Wort sei eine positive Zukunftsperspektive verbunden. Es sei „eine kleine Ermutigung (…), dass es uns gelingt, diese Welle und möglichst auch in der Zukunft Wellen zu brechen oder diese (…) gar nicht erst entstehen zu lassen“.

Auf Platz zwei steht der Begriff SolidAHRität – eine Schreibweise mit Bezug auf die Flutkatastrophe, die insbesondere die Region an der Ahr traf. Platz drei geht an Pflexit, eine Wortneuschöpfung aus den Begriffen Pflege und Exit. Der Ausdruck macht auf den wachsenden Pflegenotstand in Deutschland aufmerksam.

Auch in der Schweiz und in Österreich ist die Entscheidung für das Wort des Jahres bereits gefallen. In der Schweiz ist der Sieger ebenfalls ein Corona-Begriff: Impfdurchbruch. In Österreich hingegen landet 3G nur auf Platz zwei. Zum Wort des Jahres gekürt ist der Schattenkanzler – ein ironischer Ausdruck, der dem ehemaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz nach seinem Rücktritt unterstellte, weiterhin die Politik der Regierung bestimmen zu wollen. (tagesschau.de, bernerzeitung.ch, kurier.at)


Impfkampagnen großer Unternehmen

Mehr als 150 große Unternehmen haben ihre Werbesprüche verändert, um die Menschen zum Impfen anzuregen. BMW, McDonalds und Lidl sind nur drei der großen Unternehmen, die damit ein Zeichen für eine höhere Impfquote setzen wollen. Entstanden sind: „Ich liebe Impfen“, „Impfen… find ich gut“, aber auch „Dann geh doch zum Impfen!“ Die Parfümeriekette Douglas war sich nicht zu schade, mit ihrem einst missverstandenen Werbemotto humoristisch umzugehen: „Come impf and find out.“ (spiegel.de)


App zum Verstehen von Beamtensprache

Ein neues Anwendungsprogramm (App) soll helfen, unverständliche Briefe von städtischen Verwaltungen und Finanzämtern zu „übersetzen“. Die kleine App namens ABC Doc soll mit künstlicher Intelligenz (KI) bürokratische Schreiben entwirren und bei Anträgen helfen. Vor allem Flüchtlinge, aber auch ausländische Facharbeiter sollen Behördenschreiben verstehen können. Die App scannt ein Schreiben und bietet anschließend auf Englisch oder Russisch eine Zusammenfassung des Inhalts samt Informationen, was gemäß dem Schreiben geschehen muss. Laut dem Erfinder der App, Wladislav Pinski, wird der Dienst in der momentanen Testphase vor allem von Russland-Deutschen genutzt. Mit seinem Team arbeite er aber daran, auch andere Sprachen wie Türkisch, Arabisch und Polnisch anzubieten. Nach der Testphase soll die App knapp 3 Euro kosten. Man sei auch bereits mit einer Landesregierung im Gespräch: In einem Pilotprojekt solle ABC Doc mit den gängigen Behördenschreiben versorgt werden, damit mögliche Antworten von der KI vorformuliert werden können. So sollen 1.000 typische Formulare abgedeckt werden. (welt.de)


Gelesener Rhythmus

Der Rhythmus der Sprache findet sich auch beim Lesen. Die Blickbewegungen beim Erfassen eines Textes folgen einer charakteristischen zeitlichen Rhythmik – das hat ein internationales Forscher-Team festgestellt. Die zeitliche Struktur der Intervalle, die bei Augenbewegungen festgestellt worden ist, sei nahezu identisch mit dem Rhythmus der gesprochenen Sprache. Daraus lasse sich schließen, dass sich geschriebene und gesprochene Sprache in ihrer Verarbeitung mehr ähneln als bisher angenommen. Diese Erkenntnisse zur Schnittstelle von geschriebener und gesprochener Sprache seien neu, bisher sei wenig „über die gemeinsamen zugrundeliegenden Mechanismen von Lesen und gesprochener Sprache bekannt“, so Dr. Benjamin Gagl. Außerdem zeigten die Studien, dass es eine direkte zeitliche Kopplung der Lese- und Sprachprozesse gibt: Geübtere Leser lasen schneller und konnten zwischen zwei Augenbewegungen mehr Information aus dem Text entnehmen. Auf Basis einer Metastudie schätzten die Forscher anschließend die zeitliche Rhythmik des Lesens für 14 Sprachen und mehrere Schriftsysteme. Dabei habe sich gezeigt, dass der Leserhythmus bei zeichenbasierten Schriftsystemen (wie etwa dem Chinesischen) langsamer sei, bedingt durch die vorher nötige visuelle Analyse der komplexen Schriftzeichen. (forschung-und-lehre.de)


2. Gendersprache

Gender-Gutachten bleibt in der Schublade

In bestimmten Fällen ist das Gendern als Prüfungsvoraussetzung gerechtfertigt. So steht es in einem Gutachten, das die Universität Kassel in Auftrag gegeben hat und ihr vorliegt. Laut FAZ kam der Gutachter, Prof. Michael Sachs, jedoch zu dem Schluss, dass es nicht als allgemeines Notenkriterium zulässig sei. Die Regeln für das Gendern seien nicht in gleicher Weise allgemein anerkannt wie Grammatik und Rechtschreibung, so das Gutachten. Außerdem dürfe eine solche spezifische Benotung nicht willkürlich ausfallen, der „Antwortspielraum des Prüflings“ müsse respektiert werden; ein abweichender Sprachgebrauch dürfe kein Nachteil sein – und auch generell müsse der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt werden. Die Uni Kassel hatte das Gutachten in Auftrag gegeben, nachdem der Student Lukas Honemann (der auch Leiter der Arbeitsgemeinschaft „CDU für gutes Deutsch“ beim VDS ist), sich über eine schlechtere Benotung beschwert hatte. Das Gutachten selbst wird sowohl von der Uni als auch von Sachs, dem Autor, unter Verschluss gehalten – der VDS hatte es bei beiden Stellen angefordert. Selbst Honemann, der betroffen ist, bekam es nicht ausgehändigt. Die Universität verwies an das Urheberrecht des Autors, der Gutachter seinerseits an die emotional geführte Debatte zu dem Thema, zu dem er keinen Shitstorm provozieren wollte. Der VDS sieht darin einen eklatanten Verstoß gegen die Prinzipien von öffentlich-rechtlichen Anstalten, die eine Auskunftspflicht vor allem Journalisten gegenüber haben. Ein wissenschaftlicher Diskurs setze Transparenz voraus, heißt es in einer Pressemitteilung des VDS dazu. Die Geheimniskrämerei sei einer Universität unwürdig. (faz.net, uni-kassel.de, vds-ev.de)


Neue Familienministerin ist für das Gendern gegen die Mehrheit

Die bisherige rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Anne Spiegel (Grüne) ist jetzt die neue Bundesfamilienministerin. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland verkündete sie: „Ich finde gendergerechte Sprache wichtig, auch in staatlichen Dokumenten. Es wäre wünschenswert, wenn die Bundesregierung zu einem einheitlichen Verfahren findet.“ Auch ihre Parteikollegin und Außenministerin Annalena Baerbock sprach sich in der Vergangenheit bereits mehrfach fürs Gendern aus: „Ich will Politik für alle Menschen machen und das bedeutet, auch alle mit anzusprechen – und nicht nur mit zu meinen.“ Die Welt erinnert in diesem Zusammenhang an die Umfrage von Infratest Dimap für die Welt am Sonntag im Mai 2021. Dieser zufolge lehnen 65 Prozent solche Formulierungen wie „Forschende“ statt „Forscher“ ab, auch das große Binnen-I („ZuschauerInnen“) in der geschriebenen und die Sprechpause („Akademiker_innen“) in der gesprochenen Sprache werden mehrheitlich abgelehnt. (welt.de, berliner-zeitung.de)

ZDF bleibt zwanglos

Der Intendant des ZDF Thomas Bellut sieht sich „nicht in der Lage, Moderatorinnen und Moderatoren die von manchen verwendeten Kunstpausen zu verbieten“, berichtet Die Welt. Man könne auch Studiobesuchern nicht verbieten, das Gendersternchen mitzusprechen. Mitglieder des Rundfunkrates hatten eine kontroverse Debatte ausgelöst. Das ZDF könne mit dem Gendern sogar Zuschauer verlieren. Katrin Kroemer vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV) hält dagegen: Es dürfe keine Agitation dagegen geben, „schon gar nicht durch Intendanten-Verordnung.“ Bellut versichert: „Es wird bei uns nicht zwangsgegendert.“ Es bleibe jedem freigestellt, wie er mit der Frage umgeht. (welt.de)

Anmerkung: So freigestellt wie den Studenten bei ihrer Bachelorarbeit?


3. Sprachspiele: Unser Deutsch

Altersgrenze

„Künstler und Wissenschaftler kennen keine Altersgrenze“ – das pflege ich auf die Frage zu antworten, warum ich noch immer Lust habe zu schreiben und zu publizieren. Ein Privileg, keine Last. Für die meisten ist die Altersgrenze jedoch eine empfindliche Zäsur. Diesseits der Grenze hatte man noch aktiv zu sein, jenseits der Grenze ist man aufs Altenteil verschoben, auf einmal Rentner, Pensionär, schlimmstenfalls mit Altersarmut. Offiziell wird das Ausscheiden aus dem Berufsleben als ein Vorzug unseres Sozialsystems dargestellt: endlich frei für Reisen, für Hobbys, für die Familie (sofern vorhanden) oder für den geruhsamen Lebensabend. Aber dies ist eine bedenkliche Metapher. Das Leben als Tageslauf mit dem Ziel des Abends, der Dämmerung, der Nacht. Kurzum: Die Sache ist ambivalent.

Neben dieser Bedeutung, dem Jahr des Ruhestandes, gibt es eine weitere, viel allgemeinere. Wörterbücher definieren Altersgrenze als ‚Lebensalter, mit dessen Erreichen bestimmte Rechte und Pflichten verbunden sind.“ Dazu zählen Strafmündigkeit (14), Volljährigkeit (18), Ehemündigkeit (18), Wahlalter (18, früher 21), Mindestalter für Kfz-Führerschein (18). Es gibt für zahlreiche Berufe ein höchstes Eintrittsalter (28 bei der Bundespolizei, 34 für Kriminalbeamte, 45 für Beamte). Der Bundespräsident soll mindestens 40 Jahre alt sein. Schon die Römer kannten Altersgrenzen. Das Mindestalter für den Rang des Konsuls war 42.

Zweierlei lässt sich erkennen: Altersgrenzen folgen dem biologischen und dem sozialen Alter des Menschen, sind aber im Detail kulturell geprägt. Von Land zu Land gibt es erhebliche Unterschiede. Die gesetzlich gültigen Grenzen sind politisch bestimmt und damit auch veränderbar. Dürfen unsere Kinder künftig schon mit 16 wählen? Muss längeres Leben nicht auch heißen: länger arbeiten? Rente mit 70 – warum nicht, wenn man erwarten kann, 90 Jahre zu leben. Hier geht es auch ums Geld. Wer zahlt die langen Renten? Die Altersgrenze des Berufslebens ist ziemlich willkürlich, man könnte sie auch flexibel halten. Einerseits ist sie eine Wohltat der Sozialgesetzgebung: Befreiung von Arbeit im Alter und Lebenssicherung durch Rente oder Pension. Andererseits bedeutet sie für viele eine Verbannung aus dem Berufsleben. Diese Altersgrenze muss keine Mauer sein, es genügt ein variabler Zaun.

Horst Haider Munske

Der Autor ist Professor für Germanistische Sprachwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Vereins Deutsche Sprache e.V. Ergänzungen, Kritik oder Lob können Sie schicken an: horst.munske@fau.de


4. Kultur

Hände weg von Donald Duck

Eine Petition auf der Plattform change.org wendet sich gegen die Praxis des Egmont Ehapa Verlags, die Donald-Duck-Bücher inhaltlich zu verändern. Erika Fuchs hatte der Welt von Entenhausen mit einer sehr bildhaften Übersetzung Leben, Charme und Humor eingehaucht. Jetzt wurden die Geschichten auf ihre „aktuelle political correctness“ hin überprüft. Aus dem dicken Fridolin Freudenfett wurde Fridolin Freundlich – adipöse Menschen könnten sich angegriffen fühlen. „Weiter geht es mit der Ausmerzung einzelner böser Wörter wie Indianer, Zwerg, Eingeborener oder Bleichgesicht“, heißt es in der Petition. Diese Anpassung an den Zeitgeist zerstöre die hohe sprachliche Qualität der Comics: „Ohne jedes Verständnis für Komik, Ironie und tiefere Bedeutung legt der Egmont Ehapa Verlag die Zensurschere an“, so der Petitionstext. Es solle dabei nicht um politisch korrekte Sprache in aktuellen Texten gehen, sondern darum, dass zwischen Gegenwartssprache und literarischen Texten unterschieden werde. „Diese Weltliteratur geht nun zum Teufel, weil dem Verlag eine blütenweiße harmlose Süßseligkeit ‒ bloß nirgendwo anstoßen, immer lieb und freundlich, moralisch sauber und politisch korrekt ‒ wichtiger ist als seine Verantwortung für den Umgang mit einem literarischen Werk.“ Die Petition können Sie hier unterschreiben: change.org.


Donald Trump beleidigt eigene Unterstützer

Sprache ist eine Kulturleistung, sie macht Mühe. In einem Beitrag auf Twitter bezeichnet der ehemalige US-Präsident Donald Trump plötzlich seine eigenen Unterstützer als dumm und korrupt – ohne zu merken, wie er sich selber widerspricht. „Anybody that doesn’t think there wasn’t massive Election Fraud in the 2020 Presidential Election is either very stupid, or very corrupt!“ schreibt er. (Übersetzt: Jeder, der nicht glaubt, dass es in der Präsidentschaftswahl 2020 keinen massiven Wahlbetrug gegeben hat, ist entweder sehr dumm oder sehr korrupt!) Dafür erntete Trump Spott in den sozialen Medien. „Er hat endlich seine Wahlniederlage eingeräumt“, schrieb der politische Beobachter Jonathan Karl vom Fernsehsender ABC News. Jon Cooper, der bereits mit Barack Obama und Joe Biden zusammengearbeitet hat, empfahl: „Jemand sollte Donald Trump erklären, was eine doppelte Verneinung ist.“ Es ist nicht das erste Mal, dass die doppelte Verneinung dem Ex-Präsidenten Probleme bereitet. Im Jahr 2018 sagte Trump, er sehe keinen Grund, warum Russland nicht die US-Präsidentschaftswahl manipuliert haben sollte. Auch damals musste er im Nachhinein einräumen, dass er eigentlich das Gegenteil meinte. (gq-magazin.de)


5. Berichte

Minidramen-Wettbewerb (bis 21 Jahre)

Beim Minidramen-Wettbewerb „Maximalkreativ“ (minidrama.de, Einsendeschluss 31. Dezember 2021) können junge Schreibtalente per Videokonferenz an Übungen zum kreativen Schreiben teilnehmen und zum Abschluss einen Live-Minidramen-Wettbewerb miteinander austragen.

Die Dozenten sind Tatjana Kohler (geb. Schmalz), die unsere VDS-AG „Ausschreibungen für den literarischen Nachwuchs“ verantwortet, sowie Thomas Richardt vom Theaterhaus Stuttgart. Sie bieten ein vielfältiges und kostenloses Programm, bei dem es um verschiedene Wege zum eigenen Minidrama geht. Außerdem wird bei jedem Termin ein Live-Minidramen-Wettbewerb stattfinden. Jeden Tag werden zu einem festgelegten Thema kurze Szenen geschrieben, die zum Ende des Online-Termins prämiert werden. Es sind Preise von insgesamt 250 Euro zu gewinnen.

Als Teilnehmer willkommen sind schreibinteressierte deutschsprachige Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren.

Termine:

  • 28. Dezember von 10 bis 13 Uhr & 14 bis 17 Uhr
  • 29. Dezember von 10 bis 13 Uhr & 14 bis 17 Uhr

Zoom-Einwahldaten:

Meeting-ID: 884 3302 8197, Kenncode: Minidrama

Anmeldung und weitere Informationen:
teilnahme@dramawerkstatt.de, Thomas Richardt


6. Denglisch

„OPEN‟ oder „Geöffnet‟

Die Diskussion über die „The Länd‟-Werbekampagne des Landes Baden-Württemberg ebbt nicht ab. Die Zeitungen in Schwaben und Baden sind seit Wochen voll mit sprachkritischen Leserbriefen. Viele Leserbriefschreiber bemerken, dass zu dem überall sichtbaren Werbe-Denglisch nun auch sprachliche Fehlgriffe der Landesregierung dazukämen. „To go, no go, SALE, OPEN‟, blinke es einem überall entgegen, schreibt Irmgard Stamm im Badischen Tagblatt. Es gebe nur wenige Ausnahmen, in Rastatt zum Beispiel den Lebensmittelladen „Omsk‟ in der Dreherstraße. Am Eingang blinkt ein Schild mit der Aufschrift „Geöffnet‟. Die Kundschaft ist überwiegend russischer Herkunft. Wie das zusammenhängt, wird allerdings nicht weiter thematisiert. (badisches-tagblatt.de)

Der VDS-Infobrief enthält Neuigkeiten der vergangenen Woche zur deutschen Sprache. Männer sind mitgemeint, das Gleiche gilt für andere Geschlechter. Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln gelegentlich die Meinung der Redaktion.

Redaktion: Oliver Baer, Holger Klatte, Alina Letzel, Asma Loukili, Dorota Wilke