Sicherung der kulturellen Vielfalt durch Bücherrettung
Der Verein Deutsche Sprache (VDS) und die Peter-Sodann-Bibliothek (PSB) fördern künftig gemeinsam die deutsche Sprache und Literatur. Die PSB sammelt sämtliches Schriftgut, das zunächst in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ, von 5/1945 bis 10/1949) sowie anschließend in der DDR (10/1949 bis 10/1990) gedruckt worden ist: Bücher, Zeitschriften und Graue Literatur, aber auch Kalender, Foto- und Kunstmappen, Quartette, Bastelbögen u.v.m. So soll die Geschichte bewahrt werden, um zukünftige Generationen weiter und fundiert bilden zu können. Mittlerweile umfasst der Bestand der PSB weit über 260.000 Bücher sowie weitere Schriftwerke.
Die gemeinsame Liebe zur deutschen Sprache hat beide Partner zusammengeführt: Der VDS (Kamen/NRW) tritt gegen die Anglisierung der deutschen Sprache und Wissenschaftssprache und gegen das Gendern ein. Mit weltweit inzwischen 36.000 Mitgliedern stärkt er seit fast 30 Jahren die deutsche Sprache und Kultur. Die PSB (Staucha/Sachsen) wurde von dem Schauspieler Peter Sodann (1936-2024) ins Leben gerufen. Vielen Fernsehzuschauern ist er als Tatort-Kommissar bekannt. 15 Jahre lang war er zudem Intendant am „neuen theater“ in Halle. 2008 kandidierte Sodann für die Partei Die Linke für das Amt des Bundespräsidenten.
Die beiden Initiativen stützen sich durch Besuche, Mitgliedschaften und Treffen – u.a. auf der Buchmesse in Leipzig; ferner fördert der VDS Projekte der PSB über die kooperierende Stiftung Deutsche Sprache. „Bücher sind ein wertvoller Träger von Gedanken, Ideen und Kultur, sie wegzuwerfen ist übelstes Banausentum“, sagt der VDS-Vorsitzende Prof. Walter Krämer, „deshalb verdienen die Initiative Peter Sodanns und seine Bibliothek unsere volle Unterstützung.“ Peter Sodann hätte mit diesem Zitat von Erich Kästner ergänzt: „Die Erinn’rung ist eine mysteriöse Macht und bildet den Menschen um. Wer das, was schön war, vergißt, wird böse. Wer das, was schlimm war, vergißt, wird dumm.“
