VDS vorgestellt
Deutsch oder Denglisch?
1. Das Ärgernis
Die deutsche Sprache wird zur Zeit von einer Unzahl unnötiger und unschöner
englischer Ausdrücke überflutet. Die Werbung bietet hits for kids
oder Joghurt mit weekend feeling. Im Fernsehen gibt es den Kiddie Contest, History,
Adventure oder History Specials und im Radio Romantic Dreams. Wir stählen
unseren Körper mit body shaping und power walking. Wir kleiden uns in outdoor
jackets, tops oder beach wear. Wir schmieren uns anti-ageing-Creme ins Gesicht
oder sprühen styling ins Haar. Bei der Bahn mit ihren tickets, dem service
point und McClean verstehen wir nur Bahnhof.
Manche Leute finden das cool. Andere - die Mehrheit der Menschen in Deutschland
- ärgern sich über die überflüssigen englischen Brocken
und sehen darin eine verächtliche Behandlung der deutschen Sprache. Es
ist in der Tat albern - und würdelos ! -, Wörter wie "Leibwächter",
"Karte", "Fahrrad", "Nachrichten" oder "Weihnachten"
durch body guard, card, bike, news oder X-mas zu ersetzen.
Diese Anglisierung der deutschen Sprache hängt mit der weltweiten Ausbreitung
des American Way of Life zusammen, hinter dem die politische und wirtschaftliche
Macht der USA steht und durch den sich die Lebensformen vieler Länder und
deren Sprachen verändert haben. Das gilt auch für Deutschland. Eine
besonders geringe Treue einiger Deutscher zur eigenen Sprache und die gierige
Bereitschaft zur Anbiederung an die englische haben - mehr als anderswo - zur
Entstehung eines Sprachgemischs beigetragen, das wir Denglisch nennen.
2. Was wir wollen
Wir wollen der Anglisierung der deutschen Sprache entgegentreten und die Menschen
in Deutschland an den Wert und die Schönheit ihrer Muttersprache erinnern.
Wir wollen unsere Sprache bewahren und weiter entwickeln. Die Fähigkeit,
neue Wörter zu erfinden, um neue Dinge zu bezeichnen, darf nicht verloren
gehen.
Dabei verfolgen wir keine engstirnigen nationalistischen Ziele. Wir sind auch
keine sprachpflegerischen Saubermänner und akzeptieren fremde Wörter
- auch englische - als Bestandteile der deutschen Sprache. Gegen fair, Interview,
Trainer, Doping, Slang haben wir nichts einzuwenden. Prahlwörter wie event, highlight, shooting star,
outfit, mit denen gewöhnliche Dinge zur großartigen
Sache hochgejubelt werden, lehnen wir ab. Dieses "Imponiergefasel"
grenzt viele Mitbürger aus, die über keine oder nur eingeschränkte
Englischkenntnisse verfügen.
3. Wer wir sind
Wir sind fast 30.000 Bürger von 9 bis 99 Jahren, die ihre Muttersprache
lieben und ihrer Umwandlung zum häßlichen Denglisch entgegentreten.
Der Verein Deutsche Sprache, dem wir angehören, wurde 1997 von dem Mathematiker
und Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Walter Krämer in Dortmund gegründet.
Unsere Mitglieder kommen aus allen Bevölkerungsschichten in Deutschland
und im Ausland (zur Zeit über 95 Länder). Wir sind überparteilich
und arbeiten mit anderen europäischen Organisationen - auch außerhalb
des deutschen Sprachraums - zusammen, sofern diese die Erhaltung der sprachlichen
und kulturellen Vielfalt in Europa zum Ziel haben und keine nationalistischen
Zwecke verfolgen.
Der Verein Deutsche Sprache ist in Regionen nach Postleitzahlen gegliedert.
Ein wissenschaftlicher Beirat hilft uns bei kniffligen sprachlichen Fragen.
4. Was wir tun
Wir schreiben Protestbriefe an Firmen und Einrichtungen, die als "Sprachhunzer
des Monats" aufgefallen sind, wählen den "Sprachpanscher des
Jahres" und veranstalten einen jährlichen "Tag der deutschen
Sprache".
Durch Informationsstände in Fußgängerzonen, Unterschriftensammlungen,
Vorträge und Podiumsdiskussionen, Anzeigen und Pressebeiträge, Erarbeitung
von Übersetzungshilfen und ähnliche Maßnahmen versuchen wir,
"die deutsche Sprache als eigenständige Kultursprache zu erhalten
und zu fördern" - so steht es in unserer Satzung..
Personen, die sich besondere Verdienste um die deutsche Sprache erworben haben,
zeichnen wir mit dem dreiteiligen "Kulturpreis Deutsche Sprache" aus. Der Preis
umfasst 3 Auszeichnungen, der wichtigste ist der mit 35.000 EURO ausgestattete
"Jacob Grimm- Preis". Die Eberhard-Schöck-Stiftung in Baden-Baden stiftet das
Preisgeld.
5. Was Sie tun können
Sie können uns unterstützen, indem Sie möglichst viele Menschen
auf den Unfug der Anglizismen und die Arbeit des Vereins Deutsche Sprache hinweisen.
Damit vergrößern Sie unseren Einfluß.
Werden Sie Mitglied im Verein Deutsche Sprache!
Sie helfen uns, noch stärker und erfolgreicher zu werden.
Hinweis: Sprachpolitische Leitlinien
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