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10. März 2010 

Verein Deutsche Sprache e.V.

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VDS vorgestellt

Deutsch oder Denglisch?

1. Das Ärgernis

Die deutsche Sprache wird zur Zeit von einer Unzahl unnötiger und unschöner englischer Ausdrücke überflutet. Die Werbung bietet hits for kids oder Joghurt mit weekend feeling. Im Fernsehen gibt es den Kiddie Contest, History, Adventure oder History Specials und im Radio Romantic Dreams. Wir stählen unseren Körper mit body shaping und power walking. Wir kleiden uns in outdoor jackets, tops oder beach wear. Wir schmieren uns anti-ageing-Creme ins Gesicht oder sprühen styling ins Haar. Bei der Bahn mit ihren tickets, dem service point und McClean verstehen wir nur Bahnhof.

Manche Leute finden das cool. Andere - die Mehrheit der Menschen in Deutschland - ärgern sich über die überflüssigen englischen Brocken und sehen darin eine verächtliche Behandlung der deutschen Sprache. Es ist in der Tat albern - und würdelos ! -, Wörter wie "Leibwächter", "Karte", "Fahrrad", "Nachrichten" oder "Weihnachten" durch body guard, card, bike, news oder X-mas zu ersetzen.

Diese Anglisierung der deutschen Sprache hängt mit der weltweiten Ausbreitung des American Way of Life zusammen, hinter dem die politische und wirtschaftliche Macht der USA steht und durch den sich die Lebensformen vieler Länder und deren Sprachen verändert haben. Das gilt auch für Deutschland. Eine besonders geringe Treue einiger Deutscher zur eigenen Sprache und die gierige Bereitschaft zur Anbiederung an die englische haben - mehr als anderswo - zur Entstehung eines Sprachgemischs beigetragen, das wir Denglisch nennen.

2. Was wir wollen

Wir wollen der Anglisierung der deutschen Sprache entgegentreten und die Menschen in Deutschland an den Wert und die Schönheit ihrer Muttersprache erinnern. Wir wollen unsere Sprache bewahren und weiter entwickeln. Die Fähigkeit, neue Wörter zu erfinden, um neue Dinge zu bezeichnen, darf nicht verloren gehen.

Dabei verfolgen wir keine engstirnigen nationalistischen Ziele. Wir sind auch keine sprachpflegerischen Saubermänner und akzeptieren fremde Wörter - auch englische - als Bestandteile der deutschen Sprache. Gegen fair, Interview, Trainer, Doping, Slang haben wir nichts einzuwenden. Prahlwörter wie event, highlight, shooting star, outfit, mit denen gewöhnliche Dinge zur großartigen Sache hochgejubelt werden, lehnen wir ab. Dieses "Imponiergefasel" grenzt viele Mitbürger aus, die über keine oder nur eingeschränkte Englischkenntnisse verfügen.

3. Wer wir sind

Wir sind fast 30.000 Bürger von 9 bis 99 Jahren, die ihre Muttersprache lieben und ihrer Umwandlung zum häßlichen Denglisch entgegentreten. Der Verein Deutsche Sprache, dem wir angehören, wurde 1997 von dem Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Walter Krämer in Dortmund gegründet.

Unsere Mitglieder kommen aus allen Bevölkerungsschichten in Deutschland und im Ausland (zur Zeit über 95 Länder). Wir sind überparteilich und arbeiten mit anderen europäischen Organisationen - auch außerhalb des deutschen Sprachraums - zusammen, sofern diese die Erhaltung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt in Europa zum Ziel haben und keine nationalistischen Zwecke verfolgen.

Der Verein Deutsche Sprache ist in Regionen nach Postleitzahlen gegliedert.

Ein wissenschaftlicher Beirat hilft uns bei kniffligen sprachlichen Fragen.

4. Was wir tun

Wir schreiben Protestbriefe an Firmen und Einrichtungen, die als "Sprachhunzer des Monats" aufgefallen sind, wählen den "Sprachpanscher des Jahres" und veranstalten einen jährlichen "Tag der deutschen Sprache".

Durch Informationsstände in Fußgängerzonen, Unterschriftensammlungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen, Anzeigen und Pressebeiträge, Erarbeitung von Übersetzungshilfen und ähnliche Maßnahmen versuchen wir, "die deutsche Sprache als eigenständige Kultursprache zu erhalten und zu fördern" - so steht es in unserer Satzung..

Personen, die sich besondere Verdienste um die deutsche Sprache erworben haben, zeichnen wir mit dem dreiteiligen "Kulturpreis Deutsche Sprache" aus. Der Preis umfasst 3 Auszeichnungen, der wichtigste ist der mit 35.000 EURO ausgestattete "Jacob Grimm- Preis". Die Eberhard-Schöck-Stiftung in Baden-Baden stiftet das Preisgeld.

5. Was Sie tun können

Sie können uns unterstützen, indem Sie möglichst viele Menschen auf den Unfug der Anglizismen und die Arbeit des Vereins Deutsche Sprache hinweisen. Damit vergrößern Sie unseren Einfluß.

Werden Sie Mitglied im Verein Deutsche Sprache!

Sie helfen uns, noch stärker und erfolgreicher zu werden.

Hinweis: Sprachpolitische Leitlinien

Impressum

letzte Änderung: 07.11.2008

Dateiadresse: http://vds-ev.de/verein/index.php