Infobrief vom 3. Juli 2026: Humor als Sprach-Treiber

1. Presseschau

Humor als Sprach-Treiber

Was ist weiß und rollt den Berg hoch? – Eine Lawine mit Heimweh. Humor ist ein unverzichtbarer Teil der Sprache. Er habe sogar eine Rolle bei der Entwicklung der Menschen gespielt, so die Linguistin Ljiljana Progovac von der Wayne State University in Detroit. Aus Gesten und Lauten seien schließlich Wörter und komplexe Sätze geworden. Kommunikation und soziales Miteinander hätten sich dabei ergänzt. „Gruppenbildung und Kooperation“ seien vielschichtig, dabei habe auch eine Rolle gespielt, dass man evolutionäre Vorteile besser ausspielen konnte, wenn man gegenüber anderen gewitzt war und Sprache eloquent verwenden konnte.

Progovac ist überzeugt, dass es auch in der Sprache „lebende Fossilien“ gibt, also Spuren, die sich seit der Urzeit nicht verändert haben. Ein Beispiel seien dabei Kombinationen von Substantiv und Verb wie Esstisch oder Fahrrad, die es auch in anderen Sprachen gebe. Diese einfachen Konstrukte seien ein Werkzeug gewesen, um „mit Worten zu malen“. Parallel dazu seien „Minisätze“ gebildet worden, die ähnlich aufgebaut waren, wie das englische „killjoy“ für Spielverderber oder sein deutsches Pendant, die „Spaßbremse“. Spitznamen könnten auf diese Weise entstanden sein. Laut Progovac hätten Gehirnbilder gezeigt, dass diese Konstruktionen ältere Gehirnbereiche ansprechen.

In der Sprachentwicklung zeitlich noch weiter zurück blickt eine Studie der englischen Universität Warwick. Dabei wurden 140 Lachsequenzen von Menschen mit denen heute lebender Menschenaffen verglichen. Denn das Lachen spielt eine wichtige Rolle bei der Evolution der Lautkontrolle. Die Forscher haben herausgefunden, dass „eine grundlegende rhythmische Struktur seit unserem letzten gemeinsamen Vorfahren unverändert geblieben ist“. (science.orf.at, web.de)


Gebärdensprache im Unterricht

Wer sich in mündlicher Sprache mit jemandem unterhalten möchte, der ausschließlich in Gebärdensprache kommuniziert, steht vor Unsicherheiten: Wen sehe ich an? Den Gebärdenden oder den Dolmetscher? Den Gebärdenden, sagt Cornelia Ruppert, selbst taube wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Sonderpädagogik – Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört auch die Ausbildung angehender Lehrkräfte für taube und schwerhörige Kinder.

Wichtig sei es, betroffenen Kindern sowohl die Gebärden- als auch die Lautsprache beizubringen und ihnen so ein mehrsprachiges Aufwachsen zu ermöglichen. Das sei gerade für die Kinder wichtig, die in Familien mit hörenden Eltern aufwachsen. Das Problem: Aktuelle Daten des Forschungsprojekts „ReaDi“ des Lehrstuhls zeigten, dass nur ein Viertel der Fachkräfte an Schulen mit dem sonderpädagogischen Schwerpunkt Hören und Kommunikation über ausreichende Gebärdensprachkompetenzen verfüge, und das wirke sich negativ auf den Unterricht und die Kommunikation mit den Schülern aus. (lmu.de)


Mandarin-Vorschrift in China

Die Verwendung von Mandarin ist künftig Vorschrift an chinesischen Schulen. Das „Gesetz zur Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts“ wurde vom Volkskongress verabschiedet und tritt nun in Kraft. Es sieht vor, dass Hochchinesisch, also Mandarin, im Alltag, an Schulen, Universitäten und im öffentlichen Dienst Vorrang vor den Sprachen der 55 anerkannten Minderheiten haben soll. Kritiker sehen darin eine weitere Verschärfung der Assimilierungspolitik gegenüber ethnischen Minderheiten wie den Uiguren oder Tibetern, die vielfach eigene Sprachen und Schriftsysteme besitzen. Die chinesische Regierung hingegen begründet die Neuregelung mit dem Ziel, die nationale Einheit zu stärken. (zeit.de, tagesschau.de)


2. Gendersprache

Keine Gender-Sonderzeichen mehr in Cottbus

Die Stadtverordnetenversammlung Cottbus hat beschlossen, in der amtlichen Kommunikation der Verwaltung künftig auf Gender-Sonderzeichen wie Genderstern, Doppelpunkt, Unterstrich oder das Binnen-I zu verzichten. Der Antrag dazu wurde von den Fraktionen der AfD und MIB/ZSC (Mittelstandsinitiative Brandenburg/Zukunftssicheres Cottbus) eingebracht, die zusammen auf 18 der 46 Sitze kommen, und mehrheitlich angenommen. Ziel, so der Antrag, sei eine verständliche, einheitliche und bürgernahe Verwaltungssprache. Der Beschluss betrifft ausschließlich die Stadtverwaltung und deren offiziellen Schriftverkehr sowie die Kommunikation der Verwaltung. Ein allgemeines Genderverbot gebe es nicht, der Bürger sei in seiner persönlichen Sprachwahl frei, schreibt das Portal lausitz.online. Der Beschluss reihe sich in eine bundesweite Entwicklung ein, auch andere Länder und Kommunen haben in den vergangenen Jahren ähnliche Regelungen für den amtlichen Sprachgebrauch eingeführt oder beschlossen. (lausitz.online)


Gendern immer unbeliebter

Das Gendern befindet sich auf dem absteigenden Ast. Zu diesem Ergebnis kommt Benedikt Mancini in seinem Beitrag im The European: „Das Ringen um die Verwendung von Gender-Sternchen und andere Schreibweisen hat zu einer Art Erschöpfung geführt.“ Dass die Sonderzeichen nicht geeignet seien, um in der Praxis konsequent durchgesetzt zu werden, das hätten die Gender-Verfechter offensichtlich eingesehen. Gerade das Sternchen und der Doppelpunkt würden in informationstechnischen Texten in andere Zusammenhänge eingesetzt, sie seien nicht exklusiv für die geschlechtergerechte Sprache reserviert. Dazu lasse sich kein Stil durchgängig und einheitlich durchhalten, da er einzelne Wörter (Kolleg:in) unidentifizierbar mache (einen „Kolleg“ gibt es in dieser Form nicht). Wer jedoch die Doppelform nehme („Bürgerinnen und Bürger“) sei schnell im Verdacht, den Anspruch, gegen Diskriminierung zu sein, zu unterlaufen. Dazu zeigten Umfragen regelmäßig, dass das Gendern keinen Rückhalt in der Breite der Bevölkerung habe.

Während viele Studienabgänger der sog. „Gen Z“ Gendern in Schrift und Sprache nutzen (gerade auch, weil die Universitäten dies vorgeben), zeigten Studien, dass die Schüler die Mindeststandards für Lesen und Schreiben nicht mehr erreichten: „Angesichts dieser Misere wirkt das Gender-Sternchen erst recht als ein Symbol des akademischen Elfenbeinturms.“ Die Neutralisierung durch Passivkonstruktionen habe allerdings einen ungewöhnlichen Nebeneffekt: Die Ipsos-Studie 2026 hat Hinweise geliefert, dass sich männliche Jugendliche in ihrer Geschlechterrolle „zunehmend verunsichert fühlen und in der ‚Generation Z‘ – neben der Zuwendung zur betont gendergerechten Sprache – vermehrt traditionelle Rollenbilder gesucht werden.“ (theeuropean.de)


3. Sprachspiele: Unser Deutsch

finalisieren

Abschließen, zu Ende führen, Schluss machen – das sagte man früher. Jetzt muss es finalisieren sein, wenn in der Verwaltung ein lange verschobener Vorgang endlich abgeschlossen werden soll. Das Fremdwort deutet gleichsam die Mühe und den Aufwand an, um den es hier geht. Das neue Verb fügt sich in eine ganze Wortfamilie ein, mit dem Adjektiv final und dem Substantiv Finale. Letzteres hat unser Endspiel schon weitgehend ersetzt. Im Viertelfinale und Halbfinale hat es einen festen Platz im Sportgeschehen eingenommen. Beim Finale glaubt man englische Herkunft zu erkennen, wenn von finals (im Plural) die Rede ist, obwohl deutsch ausgesprochen.

Was hier wie eine Neuerung klingt – im Sport waren die Engländer immer vorne – ist aber im Grunde ein alter Hut. Das mehrbändige Deutsche Fremdwörterbuch (immerhin im 8. Band bereits bis Buchstabe i vorgedrungen), verrät uns erste Belege aus dem frühen 17. Jahrhundert. Finale ist zunächst musikalisches Fachwort, das den Schlussteil eines Orchesterwerks oder einer Oper bezeichnet, dann auch übertragen auf den Höhepunkt eines Festes, eines Werkes. Letztlich kann alles ein Finale finden. Das Wort gehört längst zu unserem Allgemeinwortschatz. Ein Vorzug ist die leichte Kombinierbarkeit vom Finalsatz bis zum Opernfinale. Insbesondere die Sportsprache wimmelt von Komposita wie Finalgegner und Finalqualifikation. Hier taucht auch der Finalist (und neuerdings die Finalistin) auf. Das Wörterbuch vermutet Einfluss von italienisch finalista. Mag sein, doch können wir Substantive auf -ist auch selber bilden wie z. B. Utopist, Philantropist und Papist. Man nennt das Lehnwortbildung, das heißt ‚Wortbildung mit entlehnten Elementen‘. Damit setzen wir die lange Phase der Entlehnung aus dem Latein durch Eigenbau fort.

Auch das Adjektiv final ist keineswegs neu. Schon 1668 ist in einer Grammatik von Final-Terminationes (‚Wortendungen‘) die Rede. Auch finalisieren, das uns zunächst als lexikalischer Neuling erschien, ist schon im 19. Jahrhundert belegt. Die Textbeispiele des Fremdwörterbuchs zeigen, wie final, Finale, finalisieren nach und nach einen festen Platz in der deutschen Schriftsprache erhalten haben. Aus lat. finalis ist eine vielgestaltige Wortfamilie entstanden, die in den europäischen Nachbarsprachen ebenbürtige Parallelen hat. Auch hieraus können wir schöpfen und in den Bestand integrieren. Das Latein des Mittelalters und der Frühen Neuzeit ist nur scheinbar ausgestorben, es lebt in den Latinismen aller europäischen Sprachen fort. Es bildet ein lexikalisches Band zwischen den germanischen, romanischen, slawischen und baltischen Sprachen Europas.

Horst Haider Munske

Der Autor ist Professor für Germanistische Sprachwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Vereins Deutsche Sprache e. V. Ergänzungen, Kritik oder Lob können Sie schicken an: horst.munske@fau.de


4. Kultur

KI für Keilschrift

Mit einem neuen KI-Programm soll die Keilschrift der Hethiter besser erforscht werden können. Viele der Tontafeln sind nicht nur in Museen, sondern auf der ganzen Welt verteilt zu finden. Jede Tafel hat dabei eine eigene „Handschrift“, die das menschliche Auge aber nicht immer erkennen kann. Mit dem KI-Programm „Palaeographicum“ der Universität Würzburg, das gemeinsam mit der Technischen Universität Dortmund entstanden ist, können die individuellen Varianten erkannt und anschließend zusammengesetzt werden, damit im Anschluss die kompletten Dokumente gelesen werden können und so Rückschlüsse auf das Leben vor 3.500 Jahren ermöglichen. Die aktuelle Version des Programms hat bereits Zugriff auf 70.000 Fotos, auf denen mehr als 5 Millionen Keilschriftzeichen dokumentiert sind. (idw-online.de)


Ein Verdienstkreuz für die Mundart

Seit mehr als 50 Jahren setzt sich die 86-jährige Regine Seifert aus Hormersdorf für den Erhalt der erzgebirgischen Mundart ein. Die ehemalige Lehrerin leitet den Erzgebirgszweigverein und das Heimatmuseum in Hormersdorf, in dem mehrere Exponate an die Geschichte des Ortes und der Mundart erinnern. Ihr Anliegen ist es, alte Wörter und den regionalen Dialekt vor dem Aussterben zu bewahren, auch wenn sie weiß, dass jüngere Generationen heute seltener Erzgebirgisch sprechen. Für ihr langjähriges Engagement für Regionalgeschichte wurde Seifert nun mit dem Sächsischen Verdienstorden ausgezeichnet. Trotz der Einladung vom sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer nach Meißen auf die Albrechtsburg betont Seifert, dass sie keinen schöneren Ort als ihre Heimat, das Erzgebirge, kenne. (mdr.de)


Schwäbischer Mundartpreis für Grundschüler und Dichter

Die Grundschule Mönchsdeggingen und der 80-jährige Mundartdichter Max Mayershofer aus dem schwäbischen Tapfheim sind mit dem Mundartpreis 2026 der Dr.-Eugen-Liedl-Stiftung ausgezeichnet worden. Geehrt wurden sie für ihr besonderes Engagement für die Pflege und den Erhalt der schwäbischen Mundart. Die Grundschule Mönchsdeggingen organisierte unter anderem das Projekt „Dialekte im Ries“ und trägt regelmäßig Gedichte in verschiedenen Mundarten vor. Mayershofer verfasst schwäbische Texte und Lieder. Bei der Preisverleihung erklärte Stiftungsvorstand Klaus Wolf die Bedeutung des Dialekts: Wer mit Dialekt und Hochdeutsch aufwachse, sei gewissermaßen zweisprachig – was laut Forschung auch das Erlernen von Fremdsprachen erleichtere. Die Grundschule Mönchsdeggingen werde den mit jeweils 7.500 Euro dotierten Preis für einen Ausflug in einen Freizeitpark und den Kauf eines Spielgeräts für den Pausenhof nutzen, gab die Schulleiterin Katja Ruf-Lettenmaier bekannt. (augsburger-allgemeine.de)


Plattdeutsch: Raus aus der verstaubten Ecke

Auf ihrem Instagram-Kanal @mariebusse_ widmet sich Marie Busse unter anderem dem Plattdeutschen. Regelmäßig spricht sie Platt und versucht so, das Niederdeutsche von seinem angestaubten Image zu befreien. Als Kind habe sie zu Hause nur Platt gesprochen, erst als sie in den Kindergarten gekommen sei, habe sich das geändert: „Plötzlich galt das, was wir zu Hause sprachen, als unchic. Ich bin schleichend ins Hochdeutsche gewechselt und begann mich, für meine Muttersprache zu schämen.“ Platt habe sie nur noch zu Hause mit den Eltern, Geschwistern und Großeltern gesprochen. Erst später, bei ihrer Arbeit als Journalistin im norddeutschen Raum, habe sie gespürt, dass es Nähe schafft, wenn sie nebenbei einen plattdeutschen Satz oder Halbsatz ins Gespräch einstreut. „Erst so habe ich langsam den Mehrwert der Sprache für mich erkannt“, so Busse. Besonders spannend findet, sie, dass es „das richtige Plattdeutsch“ gar nicht gebe, dafür aber viele Dialekte: „Schon 20 Kilometer von meinem Heimatort entfernt sagt man zu ‚schnacken‘ ‚proaten‘. Das bedeutet: Es gibt kein Richtig oder Falsch. Sich darüber auszutauschen, macht total Spaß.“ Dass jetzt auch eine Schule in Niedersachsen das Plattdeutsche wieder als Schulfach einführt, freut sie, denn das führe auch zu einer Aufwertung der Sprache: „Ein wenig absurd ist es allerdings aus meiner Sicht, dass ausgerechnet diejenigen, welche jahrzehntelang die Verdrängung der Sprache vorangetrieben haben, sie jetzt, wo sie fast verschwunden ist, plötzlich retten wollen.“ (mopo.de (Bezahlschranke))


100 Jahre ägyptisches Wörterbuch

Das Neue Museum in Berlin widmet dem ägyptischen Wörterbuch eine Sonderausstellung anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums. Adolf Erdmann und seine Forschergruppe begannen ihre Arbeit im Jahr 1897 mithilfe von mehr als einer Million Karteikarten altägyptischer Texte und schufen so die Grundlage für das Wörterbuch. Anhand von Archivmaterialien wird der Entstehungsprozess des Wörterbuchs von ersten Textabschnitten bis zum fertigen Wörterbuch im Jahr 1926 veranschaulicht. (visitberlin.de)


5. (D)englisch

Beziehungen auf Englisch als Gemeinsamkeit

Die Sprache der Liebe ist nicht mehr nur Französisch – in Zeiten einer immer kleiner werdenden Welt ist es mittlerweile Englisch. So geht es auch Emmely, einer Deutschen, und Yann, ihrem niederländischen Freund. Sie hätten zwar ihre gegenseitigen Muttersprachen gelernt, um mit den jeweiligen Familien sprechen zu können, doch oft sprächen sie untereinander Englisch. Das bedeute mehr Arbeit für die Beziehung, sagen beide in einem Interview im Deutschlandfunk Nova. Das Erlernen der Sprache des anderen sei gerade in emotionalen Momenten wichtig, so Emmely. Dennoch kämen manchmal sprachliche Missverständnisse vor – doch meist könnten beide darüber lachen. Die Sprachwissenschaftlerin Ingrid Piller sagt: „Sprachen, die wir als Kind gelernt haben, haben oft eine größere Tiefe und gehen uns näher.“ Die Muttersprache berühre einen tiefer, außerdem empfinde man bestimmte Sätze anders, wenn man sie in einer fremden Sprache höre, weil dort auch andere Aspekte mit reinspielten. Das deutsche „Ich liebe dich“ klinge im Vergleich zum englischen „I love you“ distanzierter und formal, so Piller: „‚I love you‘ kann ich zu allen möglichen Leuten sagen. Es ist ein viel breiteres Gefühl, vielleicht auch ein schwächeres Gefühl und deswegen kommt es uns oft wesentlich leichter über die Lippen.“ Oft würden gerade Paare mit verschiedenen Muttersprachen eine eigene Misch-Sprache entwickeln. (deutschlandfunknova.de)


6. Soziale Medien

Mitgliederinnen

Das Schulverwaltungs-Programm DiViS, das in Hamburg genutzt wird, hat sich einen ordentlichen Fauxpas geleistet: Ausgerechnet ein Programm, das für Schulen konzipiert ist, schreibt von „Mitgliederinnen“. Dass das Wort „Mitglied“ ein Neutrum ist, also DAS Mitglied, scheinen die Verantwortlichen geflissentlich zu ignorieren. (facebook.com/vds, instagram.com/vds)


Schöner schimpfen in den 80ern

Auf TikTok beschreibt die Nutzerin @callmekirsche, dass es in den 1980er-Jahren deutlich schönere und blumigere Möglichkeiten gab, jemanden zu beleidigen. Hallodri, Schlawiner, Dämlack seien viel wohlklingender als die heutigen NPC oder Bra, und auch Gefühlsregungen oder Aktionen wie flexen, sus oder brainrot hätten nicht die Tiefe wie die Begriffe der damaligen Zeit. (tiktok.com/callmekirsche)


Der VDS-Infobrief enthält Neuigkeiten zu verschiedenen Sprachthemen. Männer sind mitgemeint, das Gleiche gilt für andere Geschlechter. Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln gelegentlich die Meinung der Redaktion wider.

Redaktion: Holger Klatte, Asma Loukili, Dorota Wilke, Stephanie Zabel

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben