Muttersprache ist der Kitt einer Gesellschaft

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Mehrsprachigkeit und Erhalt der Muttersprache gehen Hand in Hand

Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Zum Internationalen Tag der Muttersprache am morgigen Freitag (21. Februar) weist der Verein Deutsche Sprache (VDS) auf die Bedeutung der Sprache und des Spracherhalts hin. „Die Muttersprache ist der Kitt, der eine Gesellschaft zusammenhält“, sagt der Vorsitzende des VDS, Prof. Walter Krämer, „er ist das bindende Element aller Menschen, die in einem Land heimisch sind. Auch wer fremd in ein neues Land kommt, um sich hier niederzulassen, findet durch die neue Sprache Anschluss und nimmt sie als neue Muttersprache für sich, seine Kinder und Enkel an.“

Daher sieht es der VDS als eminent wichtig an, Deutsch als Muttersprache zu schützen und auch im Grundgesetz zu verankern. Unnötige Anglizismen, für die es bereits adäquate Wörter im Deutschen gibt, sollten den täglichen Sprachgebrauch daher möglichst verlassen. „Wer in einer Stellenbeschreibung einen ‚Chief Executive Officer‘ sucht, der braucht – wenn man sich die betreffenden Anforderungen und Tätigkeitsfelder genauer anschaut – eigentlich einen Geschäftsführer. Es tut nicht weh, Deutsch zu gebrauchen, wenn man in Deutschland kommuniziert“, macht Krämer deutlich.

Das Nebeneinander verschiedener Sprachen ist gleichermaßen wichtig, da die Welt immer kleiner wird. „Mehrsprachigkeit und Muttersprache gehen Hand in Hand“, stellt Krämer klar. Jedes 5. Kita-Kind spricht zu Hause überwiegend eine andere Sprache als Deutsch, so eine Studie der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte. Diese Chance auf eine umfassende sprachliche Bildung gelte es zu fördern, so Krämer weiter: „Sprachen öffnen Türen – und sollten daher besonders wertgeschätzt werden.“