Neue Klatsche für den Deutschen Fußballbund: DFB ist Sprachpanscher des Jahres

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Foto: Pixabay  jarmoluk CC0-Lizenz

Der Deutsche Fußballbund ist der Sprachpanscher des Jahres 2018. Sein Motto „Best never rest“, mit dem der DFB zur missglückten WM-Verteidigung in Russland angetreten war, klänge nach Meinung erzürnter Sprachfreunde wie die ungelenke Formulierung eines russischen Englischschülers im ersten Lernjahr. Auch der Aufdruck „Germany“ auf verschiedenen Kleidungsstücken wurde oft moniert.

Gewählt – unter fünf Kandidaten – haben 2300 Mitglieder des Vereins deutsche Sprache e.V., 908 Stimmen entfielen auf den DFB „Was dagegen hatte die Überraschungsmannschaft des Turniers, mit dem besten Fußballer der WM, auf Ihren Trikots stehen?“ kommentierte der Vereinsvorsitzende, der Dortmunder Wirtschaftsprofessor Walter Krämer: „Nicht das englische Croatia, sondern Hrvatska.“ Jetzt wisse der Rest der Welt, wie man Kroatien in der Landessprache schreibt. Und wie man mit Selbstbewusstsein in das Endspiel kommt.

Zweiter mit 670 Stimmen wurde die Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen, die ihre Projekte gerne fremdsprachlich benennt („Let’s play Germany“), gefolgt von dem Einzelhändler Lidl, der seine deutschen Kunden gerne auf Englisch anspricht: „Mum‘s fashion, color is beautiful, you‘ve got the power“. Auf den Plätzen vier und fünf landeten der Textilverkäufer C&A („Hello sunshine/hello smile“), sowie die Siemens AG, deren Leitspruch „Ingenuity for Life“ wohl auf den Erfindergeist von Werner von Siemens anspielen soll.

Zu den bisherigen Sprachpanschern des Jahres zählen die Bahnchefs Hartmut Mehdorn und Johannes Ludewig, die Politiker Klaus Wowereit (Be Berlin) und Ursula von der Leyen, Postchef Klaus Zumwinkel, Telekom-Chef Rene Obermann und Obermanns Vorvorgänger Ron Sommer, der den Reigen der Sprachpanscher im Jahr 1998 eröffnet hatte. Aber auch der Duden wurde schon gewählt. Und der Sieger des Jahres 2017 war die Evangelische Kirche Deutschlands, die das Erbe ihres Gründers mit „godspots“ und seltsamen Genderisierungen alter deutscher Liedertexte verunglimpft hat.

Weitere Infos unter 0231-79 848 520 oder Oliver Baer, Geschaeftsfuehrung@vds-ev.de