Sprachpreise

Sprachliche Fehlleistungen häufen sich. Täglich erfinden Unternehmen, die Medien und die Werbung neues Denglisch oder schlechtes Deutsch. Aber es gibt Lichtblicke, bei denen sich Werbeabteilungen, Journalisten und Firmeninhaber Gedanken darüber machen, wie sie Angebote sprachlich treffend, klar und ausdrucksvoll bezeichnen oder bewerben. Der Verein Deutsche Sprache e. V. stellt diese vorbildlichen Leistungen heraus und macht mit Preisverleihungen darauf aufmerksam. Die VDS-Regionalvertretungen haben dazu mehrere Auszeichnungen ins Leben gerufen und loben regelmäßig jene, die Verantwortung für die Entwicklung der deutschen Sprache übernehmen.

Der Preis wird verliehen:

  • von der VDS-Region Köln
  • seit 2004
  • an Persönlichkeiten u. Institutionen aus der Region
  • für Verdienste um Hochsprache und Mundart

Bisherige Preisträger

  • 2004: Alexander v. Chiari Zugleiter Rosenmontagszug
  • 2005: Andreas Henseler für das „Odysseum Köln“
  • 2006: „Wise Guys“ – a capella Gesang
  • 2007: Peter Herbolzheimer, Jazzmusiker
  • 2008: Ludwig Sebus, Kölner Künstler (2008)
  • 2009: Die „Sendung mit der Maus“ des WDR
  • 2010: Die „Höhner“ Kölner Rockband
  • 2011: Heimatverein Alt-Köln
  • 2012: center tv – Kölner Regionalsender
  • 2013: Wolfgang Bosbach MdB
  • 2014: Akademie för uns Kölsche Sproch
  • 2015: Wilma Overbeck – Schulchor Wilmas Pänz
  • 2016: Freunde und Förderer Kölschen Brauchtums
  • 2017: Prof. Gerhard Uhlenbruck, Aphoristiker
  • 2018: Wicky Junggeburth, Nostalgie-Karnevalist
  • 2019: Das Festkomitee des Kölner Karneval von 1823 e. V.
  • 2023: KKG Nippeser Bürgerwehr 1903
  • 2024: Jacky von Guretzky-Cornitz, Charly Kemmerling, Udo Müller und Josef Schönberg vom Kölner Hänneschen Theater
  • 2025: Günter „Bömmel“ Lückerath

Hier finden Sie eine ausführliche Dokumentation als PDF-Datei (2004-2019).


Verleihung des LWP 2025 im Rahmen des „Daach der kölschen Sproch“

an das Gründungsmitglied der „Bläck Fööss“, Günter* „Bömmel“ Lückerath

Seit 2004 vergibt die Regionalgruppe Köln des Vereins Deutsche Sprache – unterbrochen nur durch die Corona-Jahre – jedes Jahr den Lehrer-Welsch-Preis für Verdienste um Kultur und Sprache des Hochdeutschen und des Kölschen. Dieses Jahr ging der Preis an das Gründungsmitglied der „Bläck Fööss“, Günter* „Bömmel“ Lückerath.

Der Preis wurde diesen Sonntag, also am 21. September 2025, an ihn überreicht in einer festlichen Veranstaltung, die im Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Köln stattfand. Beginn 14 Uhr, Dauer etwa 90 Minuten. Die Veranstaltung gehörte zum Programm der Stadt Köln an dem „Daach der kölschen Sproch“, der heute gefeiert wird.

Zu den Künstlern, die bei der Veranstaltung aufgetreten sind, gehörten die Kindertanzgruppe der Blauen Funken und der Chor der Fründe vun der Akademie för uns kölsche Sproch. Bürgermeister Dr. Heinen (SPD) sprach ein Grußwort. Udo Müller, einer der letztjährigen Preisträger, Puppenspieler des Hänneschen-Theaters, sollte die Laudatio halten, war aber kurzfristig verhindert. An seiner Stelle haben Wolfgang Oelsner und Bernhard Conin seinen Text verlesen. Bömmel Lückerath ist mit der Knippschaft aufgetreten.

Unser Ehrenmitglied, der kürzlich stolze 100 Jahre alt gewordene Ludwig Sebus, wäre gerne gekommen, war aber nach einem Sturz eingeschränkt und konnte daher nur die Ehrung im Kölner Rathaus absolvieren. Er hat mit einer Videobotschaft seine Grüße über-
mittelt.

*wegen vielfacher Nachfrage: Er schreibt sich tatsächlich ohne h!


Verleihung des LWP 2024 im Rahmen des „Daach der kölschen Sproch“

an Jacky von Guretzky-Cornitz, Charly Kemmerling, Udo Müller und Josef Schönberg vom Kölner Hänneschen Theater im Historischen Rathaus der Stadt Köln am 29. September 2024

Verleihung an die KKG Nippeser Bürgerwehr 1903
am 24. September 2023 im Friedrich-Wilhelm-Gymnasium

Die VDS-Regionalgruppe Hamburg ehrt seit 2005 Personen und Einrichtungen aus der Region, die sich um Pflege und Förderung der deutschen Sprache verdient gemacht haben, mit dem „Elbschwanenorden“. Dessen Name geht zurück auf die 1657 von Johann Rist in Hamburg-Wedel gegründete Literaten-Vereinigung. Bisher wurden die Hamburger Wasserwerke, der Autor und Journalist Hermann Schreiber, das Altonaer Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Rainer Moritz (Literaturhaus Hamburg), die Stadtreinigung Hamburg und Hellmuth Karasek ausgezeichnet.
Der Elbschwanenorden ist ursprünglich eine um 1660 von dem in Wedel an der Unterelbe bei Hamburg wirkenden Pastor Johann Rist gegründete Dichtergesellschaft gewesen. 2005 hat der Hamburger VDS diesen Namen wieder aufleben lassen, nun als eine jährlich am „Tag der Deutschen Sprache“ zu vergebende Auszeichnung an Bürger oder Einrichtungen der Hansestadt, die sich um die Pflege und Förderung der deutschen Sprache besonders verdient gemacht haben.
Johann Rist (1607–1667) schrieb 30 Dramen, wie die „Tragico-Comedia“ Irenomachia (1630), den Perseus (1634), dessen Vorrede große literaturgeschichtliche Bedeutung hat, zwei große „Festspiele“: „Das Friedewünschende Teutschland“ (1647) und „Das Friedejauchzende Teutschland“ (1653). Er schrieb 659 geistliche Lieder, von denen heute noch fünf im evangelischen Kirchengesangbuch zu finden sind.
Rist verkörperte wie kaum ein anderer das zeitgenössische Ideal des umfassend Gebildeten. Der größte Teil seines Lebens war geprägt durch den Dreißigjährigen Krieg. Drei Mal musste er vor anrückenden kaiserlichen oder dänischen Truppen aus Wedel nach Hamburg fliehen und litt unter den allgemeinen Verfallserscheinungen, der Verrohung der Sitten, der Verdrängung der deutschen Sprache vor allem durch französische Einflüsse. Rist wurde Mitglied in Georg Philipp Harsdörfers „Pegnesischen Blumenorden“ (1645) und in der „Fruchtbringenden Gesellschaft“ des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1647), sein Pseudonym: „der Rüstige“. 1658 gründete Rist den „Elbschwanenorden“, dem er unter dem Namen„Palation“ vorsaß.

VDS-Regionalleiter Dr. Hans Kaufmann bei der Ansprache zur Verleihung des „Elbschwanenordens 2011“ (Foto: Birgit Kassovic)
VDS-Regionalleiter Dr. Hans Kaufmann bei der Ansprache zur Verleihung des „Elbschwanenordens 2011“ (Foto: Birgit Kassovic)

Bisherige Preisträger:

  • Hamburger Wasserwerke (2005)
  • Hermann Schreiber (2007)
  • Altonaer Museum für Kunst und Kulturgeschichte (2008)
  • Rainer Moritz (Literaturhaus Hamburg, 2009)
  • Stadtreinigung Hamburg (2011)
  • Hellmuth Karasek (2012)
  • Asklepios-Klinik Hamburg Wandsbek (2013)
  • Achim Reichel (2014)
  • Schriftsteller Arno Surminski (2015)
  • Hamburger Autorenvereinigung e. V. (2016)
  • Peter Meyer Schmachthagen (2017)
  • Dr. Michael Kunze (2018)
  • Verein “Leseleo e.V.” (2019)
  • Bastian Sick (2022)
  • Die Fantastischen Teens (2024)
  • Heide Sommer (2025)

Verleihung des Elbschwanenordens an Heide Sommer

Autorin, Übersetzerin, Lektorin – 24. September 2025 im Gästehaus der Universität Hamburg

Verleihung des Elbschwanenordens an Annette Pauw

Gründerin der Fantastischen Teens – 25. September 2024 im Gästehaus der Universität Hamburg

Verleihung des Elbschwanenordens an Ursula Scheffler

für Ihr Projekt der Büchertürme – 19. September 2023 im Gästehaus der Universität Hamburg

Verleihung des Elbschwanenordens an Bastian Sick (2022)

Anklicken zum Aufklappen

Bastian Sick bekommt Elbschwanenorden
Autor wird für seinen wachen Blick auf die deutsche Sprache geehrt

Der Autor und Journalist Bastian Sick ist heute in Hamburg mit dem Elbschwanenorden ausgezeichnet worden. Der Preis wird von der Hamburger Regionalgruppe des Vereins Deutsche Sprache (VDS) vergeben. Sick hat mit seinem feinen Blick eine breite Öffentlichkeit für die Besonderheiten der deutschen Sprache interessiert. Vor allem seine Kolumne „Zwiebelfisch“ im Spiegel zeigt regelmäßig, welche kniffeligen Zweifelsfälle es in der deutschen Grammatik und Rechtschreibung gibt.

v. l. n. r.: Bastian Sick, Preisträger des Elbschwanenordens; Annegret Böhm, Laudatorin, Vorstandsvorsitzende Leseleo e. V.; Dr. Hans Kaufmann, stellvertretender VDS-Regionalleiter Hamburg und Umland

In seinem Grußwort betonte Dr. Holger Klatte, Geschäftsführer des VDS, die Bedeutung, die Sicks humoreske Sichtweise auf die Sprache hat: „Mir fallen nicht viele Sprachwissenschaftler an deutschen Universitäten ein, denen es gelungen ist, mit Themen zur deutschen Syntax oder Morphologie Beifallsstürme auszulösen. Nur wenige Germanistikprofessoren dürften in der Lage sein, Eintrittskarten für ihre Lehrveranstaltungen zu verkaufen.“ Dr. Annegret Böhm vom Verein Leseleo hielt die Laudatio und bekräftigte, wie wichtig das Lesen allgemein sei: „Die Begegnung mit Texten in der heutigen Gesellschaft ist die entscheidende Schlüsselqualifikation, die durch häufiges Lesen so gefördert wird, dass man schneller und anstrengungsloser sinnentnehmend lesen kann.“

Bastian Sick freute sich über die Auszeichnung: „Der Elbschwanenorden ist eine große Ehre für mich, weil es dabei nicht um den kommerziellen Erfolg geht, sondern um das, was man tatsächlich erreicht und bewirkt hat. Der Schwan wird bei mir zu Hause natürlich einen würdigen Platz bekommen – dafür muss ich vermutlich ein wenig umräumen, denn einen Trophäenschrank oder dergleichen habe ich ich nicht – in Ermangelung von Trophäen. Aber da wird sich schon ein schönes Plätzchen finden.“

Die VDS-Regionalgruppe „Hamburg und Umland“ zeichnet seit 2005 regionale Einrichtungen und Persönlichkeiten, die sich um unsere Sprache in besonderer Weise verdient gemacht haben, mit dem undotierten Sprachpreis „Elbschwanenorden“ aus. Der Name „Elbschwanenorden“ geht zurück auf die Literaten-Vereinigung, die 1658 von Pastor Johann Rist in Wedel bei Hamburg gegründet wurde und damals die Förderung des Deutschen als Literatursprache zum Ziel hatte. Bisherige Preisträger sind u. a. die Hamburger Wasserwerke, der Autor und Literaturkritiker Prof. Hellmuth Karasek sowie der Liedermacher Achim Reichel und der Hamburger Verein „Leseleo“.

Rückfragen bitte an:
Dr. Hans Kaufmann (stellv. Regionalleiter VDS Hamburg und Umland), 0176 / 49 77 63 93, kaufmann.hans@gmx.de


Verleihung des Elbschwanenordens an die Hamburger Autorenvereinigung e. V. (HAV) (2016)

Anklicken zum Aufklappen

Auch in diesem Jahr setzte die Regionalgruppe 20/22 (Hamburg) ihre seit 2005 existente Tradition fort und verlieh den Elbschwanorden an die Hamburger Autorenvereinigung e. V. (HAV). Mit diesem Orden zeichnet die Regionalgruppe jährlich Personen und Institutionen der Hamburger Region aus, die sich um Pflege und Förderung der deutschen Sprache  in besonderer Weise verdient gemacht haben.

Die 1977 gegründete Hamburger Autorenvereinigung leistet mit ihren zahlreichen literarischen Veranstaltungen wie Autorenlesungen und Literaturreisen sowie mit der Herausgabe eigener Anthologien mit Beiträgen ihrer Mitglieder zu ausgewählten Themen eine herausragende kulturelle Arbeit. Sie bietet Autoren sowohl im Bereich der Belletristik als auch des Sachbuchs die Möglichkeit, sich einem breiten Publikum vorzustellen und sich untereinander auszutauschen. Wie die Literatenvereinigung des ‚Elbschwanenordens’ von Johann Rist im 17. Jahrhundert trägt sie damit zur Pflege und Förderung der deutschen Sprache als Literatursprache in besonderer Weise bei und liefert einen herausragenden Beitrag zur Förderung zeitgenössischer deutscher Literatur. Weitere bekannte Preisträger sind unter anderem Hellmuth Karasek (2012) oder Achim Reichel (2014).

So folgten auch in diesem Jahr viele Interessierte am 15. September der Einladung in den Vortragssaal des Gästehauses der Universität Hamburg, um die Übergabe des Ordens an die HAV, vertreten durch Frau Sabine Witt, zu erleben. Die Laudatio hielt niemand geringeres als der Preisträger aus dem Jahr 2015, der Schriftsteller Arno Surminski. Im Anschluss an die Übergabefeier klang der Abend mit angeregten Gesprächen bei Häppchen und Getränken aus.

Die Informationen finden Sie auf den Seiten der Region Bergisch-Land.

Bisherige Preisträger

  • 2017: Wolfgang Mahnke
  • 2018: Gesellschaft zur Förderung des Wossidlo-Archivs
  • 2019: Hans-Jürgen Mende
  • 2020: Asja Garling
  • 2025: Matthias Heine

Verleihung des Preises 2025

an den Journalist und Autor Matthias Heine

Verleihung des Preises 2019

an Hans-Jürgen Mende

Zum 9. Mal verlieh die Region Nordost des VDS den Ehrentitel „Sprachvorbild“ an verdiente Deutschliebhaber von der Ostseeküste. Unter der Schirmherrschaft und in Anwesenheit des Rektors der Universität Rostock ging die Auszeichnung in diesem Jahr an die Autorin Christiane Schünemann aus Rostock, die Redakteurin der Schweriner Volkszeitung Angela Hoffmann und den Heimatforscher Otto Ringel aus Hagenow bei Schwerin. In seinem Buch „Humorvoller Streifzug durch die deutsche Sprache“ (Eichenverlag Schwerin 2012) und in zahlreichen Vorträgen zur Sprachpflege an der Volkshochschule Schwerin sowie in vielen Städten und Vereinen Westmecklenburgs hat Otto Ringel immer wieder für gutes Deutsch geworben. Ein „heißes Thema“, so der Laudator Prof. Dr. Dieter Schott, sei für ihn dabei auch die geschlechtergerechte Sprache, mit der Otto Ringel nicht viel anzufangen wisse. Als Hauptpreis verlieh die Region VDS-Nordost den mit 1.000 Euro dotierten Sprachpreis „Gutes Deutsch in Mecklenburg-Vorpommern“; er ging an Hans-Jürgen Mende, beliebter Moderator beim Hörfunksender NDR Kultur: „Herr Mende moderiert nicht nur ausgezeichnet, sondern äußert sich auch positiv und launig in fast jeder Sendung ‚Klassik auf Wunsch‘ über unsere Muttersprache“, führte Prof. Dr. Dieter Rasch, der Leiter der VDS-Region Nordost, zur Begründung aus. Zu der stimmungsvollen, mit Klaviermusik von Radiopreisträger Philipp Schmidt umrahmten Feier, diesmal im Gasthof „Zum Bauernhaus“, waren auch viele Preisträger der Vorjahre und interessierte Bürger von außerhalb des VDS gekommen. Spontan und in freier Rede gab der Rektor der Universität Rostock seiner Freude Ausdruck, wie humorvoll und mit welch‘ wohlgesetzten Worten der „Tag der deutschen Sprache“ stattfände. „Schon im letzten Jahr konnte ich mich überzeugen, dass der Verein Deutsche Sprache nicht eine Versammlung volkstümelnder, rechtslastiger Menschen ist, sondern sprachbewusster und eloquenter Persönlichkeiten, die das Niederdeutsche, die Lyrik und den Sprachwitz pflegen und sich gegen das zunehmende Denglisch wehren.“Der Rektor versprach, auch im nächsten Jahr die Schirmherrschaft zu übernehmen.


Verleihung des Preises 2018

an die Gesellschaft zur Förderung des Wossidlo-Archivs

Zum 9. Mal verlieh die Region Nordost des VDS den Ehrentitel „Sprachvorbild“ an verdiente Deutschliebhaber von der Ostseeküste. Unter der Schirmherrschaft und in Anwesenheit des Rektors der Universität Rostock ging die Auszeichnung in diesem Jahr an die Autorin Christiane Schünemann aus Rostock, die Redakteurin der Schweriner Volkszeitung Angela Hoffmann und den Heimatforscher Otto Ringel aus Hagenow bei Schwerin. In seinem Buch „Humorvoller Streifzug durch die deutsche Sprache“ (Eichenverlag Schwerin 2012) und in zahlreichen Vorträgen zur Sprachpflege an der Volkshochschule Schwerin sowie in vielen Städten und Vereinen Westmecklenburgs hat Otto Ringel immer wieder für gutes Deutsch geworben. Ein „heißes Thema“, so der Laudator Prof. Dr. Dieter Schott, sei für ihn dabei auch die geschlechtergerechte Sprache, mit der Otto Ringel nicht viel anzufangen wisse. Als Hauptpreis verlieh die Region VDS-Nordost den mit 1.000 Euro dotierten Sprachpreis „Gutes Deutsch in Mecklenburg-Vorpommern“; er ging an Hans-Jürgen Mende, beliebter Moderator beim Hörfunksender NDR Kultur: „Herr Mende moderiert nicht nur ausgezeichnet, sondern äußert sich auch positiv und launig in fast jeder Sendung ‚Klassik auf Wunsch‘ über unsere Muttersprache“, führte Prof. Dr. Dieter Rasch, der Leiter der VDS-Region Nordost, zur Begründung aus. Zu der stimmungsvollen, mit Klaviermusik von Radiopreisträger Philipp Schmidt umrahmten Feier, diesmal im Gasthof „Zum Bauernhaus“, waren auch viele Preisträger der Vorjahre und interessierte Bürger von außerhalb des VDS gekommen. Spontan und in freier Rede gab der Rektor der Universität Rostock seiner Freude Ausdruck, wie humorvoll und mit welch‘ wohlgesetzten Worten der „Tag der deutschen Sprache“ stattfände. „Schon im letzten Jahr konnte ich mich überzeugen, dass der Verein Deutsche Sprache nicht eine Versammlung volkstümelnder, rechtslastiger Menschen ist, sondern sprachbewusster und eloquenter Persönlichkeiten, die das Niederdeutsche, die Lyrik und den Sprachwitz pflegen und sich gegen das zunehmende Denglisch wehren.“Der Rektor versprach, auch im nächsten Jahr die Schirmherrschaft zu übernehmen.


Verleihung des Preises 2017

an Wolfgang Mahnke

Am 2. November hat die Rostocker Regionalgruppe des VDS zusammen mit dem Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern erstmals den Sprachpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern verliehen. Bildungsministerin Birgit Hesse hatte die Schirmherrschaft für den Preis übernommen. Erster Träger des mit 1.000 Euro dotierten Preises ist der niederdeutsche Autor Wolfgang Mahnke. Nach vielen Berufsjahren als Meeresbiologe auf See wirkt der 1937 in Malchin geborenen Preisträger seit 1994 als freischaffender Schriftsteller, mit bisher elf Büchern mit platt-deutschen Geschichten. Das Grußwort der Landesregierung überbrachte Mathias Rautenberg.

Der Meer-Orden als Auszeichnung für vorbildliche Leistungen zur Förderung der deutschen Dialekte und Regionalsprachen wurde 2026 erstmals verliehen. Das Konzept für den Sprachpreis stammt von Dr. Tobias Hillemacher im Rahmen seiner Tätigkeit als Leiter der VDS-Region Oldenburg, Aurich, Emden Ostfriesische Inseln (PLZ 26). Ausgezeichnet werden sollen Laientheatergruppen für ihre hervorragenden Leistungen zur Erhaltung der Dialekte und Regionalsprachen, insbesondere im niederdeutschen Raum. Der Preis besteht aus einer öffentlichen Würdigung und der Überreichung einer Urkunde sowie des Meer-Ordens.

Bisherige Preisträger:

  • 2026: „De Kanaal Komödianten“ Jeddeloh II

Verleihung des Preises 2026

an „De Kanaal Komödianten“ Jeddeloh II

(bis 2019: „Sprachbewahrerpreis“)

Bisherige Preisträger

  • 2005: Michael Glos, Müllermeister, Bundesminister a. D., MdB a. D., Prichsenstadt
  • 2006: Dr. phil. Hannelore Vogt, Leiterin der Stadtbücherei Würzburg
  • 2007: Dr. phil. Herbert Scheuring, Redakteur Main-Post, Würzburg
  • 2008: Bernhard Stengele, Schauspieldirektor, Würzburg
  • 2009: Dr. theol. Markus Grimm, Schauspieler und Autor, Würzburg
  • 2010: Hans Driesel, Heimatschriftsteller und Humorist, Werneck
  • 2011: Cornelia Boese, Opernsouffleuse und Schriftstellerin, Würzburg
  • 2012: Peter Ziegler, Heimatschriftsteller, Bad Kissingen
  • 2013: Dr. phil. Carlheinz Gräter, freier Schriftsteller, Bad Mergentheim
  • 2014: Peter Hub, Rezitator, Schauspieler, Autor, Schweinfurt
  • 2015: Pauline Füg, Bühnenpoetin, Autorin, Würzburg
  • 2019: Thorsten Drechsler, Kolumnist Familienmagazin Mamamia, Würzburg
  • 2025: Peter Kuhn (Büttenredner und Theaterregisseur)

Den Preisträger unseres

Sprachtünnes 2021

geben wir der erstaunten Öffentlichkeit nun, über zwei Jahre später, bekannt. Verglichen mit der Dauer der Renovierung der Kölner Oper eine geradezu sensationelle Leistung, für die wir auf das ungeteilte Lob des geneigten Publikums zu hoffen wagen.

Und der Gewinner ist:

Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker

Sie erhält den Preis für die unter ihrer qualifizierten Führung ohne vorhergehende Diskussion im Rat zwangsweise eingeführte „wertschätzende Kommunikation“ für die städtische Verwaltung und die städtischen Einrichtungen.

Frei nach dem Motto „wie verunsichere und verwirre ich den Bürger durch eine von niemandem gesprochene, schlecht verständliche Sprache“ fördert sie den Abstand zwischen den Bürgern und „der Stadt“ und verschafft den städtischen Bediensteten mehr Arbeit. Und all das brauchen wir – gerade in diesen Zeiten! Man gönnt sich ja sonst nichts!

Mit der Veröffentlichung der Auszeichnung bevor sie viral geht (man beachte unsere moderne Sprache) wollen wir verhindern, dass Frau Reker durch die unerwartete Nachricht vor lauter Freude aus ihrem seelischen Gleichgewicht gebracht wird.

Die Übergabe der Verleihungsurkunde findet zu einer passenden, zeitlich noch nicht festgelegten Gelegenheit statt.

Köln, am Rosenmontag 2024

Verein Deutsche Sprache
Regionalgruppe Köln

Der Verein Deutsche Sprache hat im Jahr 2000 zusammen mit der Eberhard-Schöck-Stiftung den Kulturpreis Deutsche Sprache geschaffen. Seit 2022 wird der Preis alleine von der Eberhard-Schöck-Stiftung verliehen. Er soll dem Erhalt und der schöpferischen Entwicklung der deutschen Sprache dienen. Der Kulturpreis stellt sich in die Tradition der deutschen Aufklärung und der Brüder Grimm, deren Sprachkritik und Sprachforschung das Deutsche allen Bevölkerungsschichten zugänglich machen wollte. Er besteht aus drei unterschiedlichen Auszeichnungen:

  • Der Jacob-Grimm-Preis wird für literarische Werke, wissenschaftliche Essays oder Leistungen auf dem Gebiet der politischen Rede oder Publizistik verliehen. Er ist mit 30.000 Euro dotiert und damit der höchstdotierte Sprachpreis in Deutschland.
  • Der Initiativpreis Deutsche Sprache belohnt vorbildliche Leistungen in gutem, klarem und elegantem Deutsch. Er ist mit 5.000 Euro dotiert.
  • Der Institutionenpreis Deutsche Sprache geht an Firmen oder Einrichtungen, die sich in Wirtschaft, Verwaltung und Politik um ein klares und verständliches Deutsch bemühen.

„Mit dieser Auszeichnung setzen wir ein Zeichen gegen Sprachverfall und kulturelle Selbstaufgabe.“

VDS-Vorsitzender Professor Dr. Walter Krämer


„Ich wünsche mir, dass der Kulturpreis Deutsche Sprache dazu beiträgt, unser nationales Selbstbewusstsein zu stärken und so auch hilft, den Rechtsradikalen ein wenig die Basis zu entziehen.“

Eberhard Schöck, Stifter des Kulturpreises Deutsche Sprache

Erstmals verliehen wurde der Sprachpreis im Herbst 2001 in der Stadt Kassel, wo die Brüder Grimm mit den Arbeiten zur deutschen Grammatik und zum deutschen Wörterbuch begannen. Die Entscheidung für Kassel wurde von Politikern und Sprachwissenschaftlern einhellig begrüßt: „Wir sind sehr stolz darauf, dass der Preis hier verliehen wird“, sagte Kassels Oberbürgermeister Georg Lewandowski.

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Jury.

Bisherige Preisträger

  • Preisträger 2021: Herta Müller und die Sendung „Wissen macht Ah!“
  • Preisträger 2019: Peter Eisenberg, Musikgruppe Tonbandgerät und die Kaukasische Post
  • Preisträger 2018: Die Fantastischen Vier, das Netzwerk „Frühe Hilfen“ des Jugend- und Sozialamtes der Stadt Frankfurt am Main und das Bundessprachenamt
  • Preisträger 2017: Norbert Lammert, Verein Singen e. V. und an die Sprachsendung „Sozusagen!“ des Bayerischen Rundfunks
  • Preisträger 2016: Katharina Thalbach, das Internationale Mundartarchiv „Ludwig Soumagne“ und an die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt
  • Preisträger 2015: Prinz Asfa-Wossen Asserate, die Musikgruppe „Wortart Ensemble“ und das Sprachinstitut des Österreichischen Bundesheeres (VDS-Pressemitteilung 10.10.2015)
  • Preisträger 2014: Dieter Nuhr, der Verein „Mentor – die Leselernhelfer” und das Lektorenprogramm der Robert Bosch Stiftung
  • Preisträger 2013: Ulrich Tukur und das Europäische Übersetzer-Kollegium Nordrhein-Westfalen in Straelen e. V.
  • Preisträger 2012: Peter Härtling, das Projekt „Was hab’ ich?“ und die „Sendung mit der Maus“
  • Preisträger 2011: Nora-Eugenie Gomringer, Dieter Schönecker und die Deutschlandstiftung Integration
  • Preisträger 2010: Udo Lindenberg, die Wirtschaftsfakultät der Universität Greifswald und die Arbeitsstelle für deutsch-mährische Literatur an der Universität Olmütz
  • Preisträger 2009:Cornelia Funke, die Deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien und der Verein „Mensch zuerst“
  • Preisträger 2008: Marica Bodrožič, Schweizer Post
  • Preisträger 2007: Dr. Frank Schirrmacher, Deutsche Bibliothek Helsinki, Redaktion der Zeitschrift „Angewandte Chemie“
  • Preisträger 2006: Günter de Bruyn, Weleda AG
  • Preisträger 2005: Paul Kirchhof, Axel Gedaschko und DasDing
  • Preisträger 2004: Vicco von Bülow, Irgendwo in Deutschland und die Redaktion der Stuttgarter Zeitung
  • Preisträger 2003: Christian Meier, DeutschMobil und Manufactum
  • Preisträger 2002: Ludmila Putina, Verein für die pädagogischen Arbeit mit Zuwandererkindern und Hertie-Stiftung
  • Preisträger 2001: Rolf Hochhuth und die Redaktion der Computer-Bild

Weitere Seiten zum Thema Kulturpreis:

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben