Deutsche Sprache im Mittelpunkt

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Am Samstag (14.9.) feiert der gemeinnützige Verein Deutsche Sprache e.V. den Tag der deutschen Sprache. Der Aktionstag fällt in eine Zeit, in der viel über die deutsche Sprache gesprochen und gestritten wird. Es ging in den vergangenen Wochen um die Frage, wieviel Deutsch Kinder bei der Einschulung beherrschen müssen, um dem Unterricht folgen zu können. Neu ist eine politische Forderung der Bundesländer Schleswig-Holstein und Sachsen, die Minderheitensprachen in Deutschland im Grundgesetz zu schützen. Der VDS ist der Ansicht, dass dies nur geschehen kann, wenn auch die deutsche Sprache im Grundgesetz festgeschrieben wird. Den größten Diskussionsbedarf bietet noch immer die Gendersprache. Der Widerstand gegen amtlich verordnete künstliche Sprachregeln wächst. Eine Umfrage des VDS im Frühjahr hatte ergeben, dass die Gendersprache für 80 Prozent der Befragten im Alltag keine Rolle spielt. Kommunale Gremien entscheiden sich mittlerweile explizit dagegen, und in Zürich klagt derzeit eine Stadtratsabgeordnete gegen die sprachliche Behinderung ihrer Arbeit.

Der Verein Deutsche Sprache e. V. beteiligt sich mit seinem Aktionstag an diesen Diskussionen. Bei Informationsständen und zu Vortragsveranstaltungen stehen VDS-Vertreter als Ansprechpartner bereit. An vielen Orten verleihen VDS-Vertreter Sprachpreise und veranstalten Wettbewerbe. In Hamburg bekommt der Verein „Leseleo‟ den bekannten Elbschwanenorden (13.9.), in Köln gibt die VDS-Region ein abendfüllendes Sprachfest zur Verleihung des Lehrer-Welsch-Preises (15.9.). Den mit 1.000 Euro dotierten Sprachpreis „Gutes Deutsch in Mecklenburg-Vorpommern‟ erhält in diesem Jahr der Journalist Hans-Jürgen Mende (22.9.). In Koblenz gibt es auch in diesem Jahr den Wettbewerb „Werbewerke“, bei dem gelungene Werbesprüche ausgezeichnet werden. Eine Liste aller Veranstaltungen ist auf den Netzseiten des VDS zu finden.

Den Tag der deutschen Sprache hat der VDS 2001 erstmals ausgerufen. Mit dem Aktionstag am zweiten Samstag im September wirbt der VDS für die deutsche Sprache, weil sie eine lebendige und reiche Sprache ist und weil auch künftige Generationen ein zeitgemäßes Deutsch verwenden sollen.