Wahl des Sprachpanschers 2022

Die deutsche Sprache ist schön, präzise und abwechslungsreich. Dennoch wird sie regelmäßig verschandelt und verhunzt – vor allem durch Denglisch und Gendersprache. Die folgenden fünf Kandidaten haben wir ausgewählt als diejenigen, die es am meisten verdient hätten, „Sprachpanscher 2022“ zu werden. Abstimmen können alle VDS-Mitglieder. Falls Sie noch kein Mitglied sind: Hier können Sie einen Antrag auf Mitgliedschaft sofort elektronisch ausfüllen.

Die diesjährigen Kandidaten:

  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach
    Nutzt Corona zur Überflutung des deutschen Wortschatzes mit Imponier-Denglisch der schlimmsten Art (zum Teil unter Fortführung von Projekten seines Vorgängers). Hat mehrere Repurposing-Studien finanziell unterstützt, eine Tracing-App entwickeln lassen, Hotspotregelungen definiert, die Coronavirus-Surveillanceverordnung erarbeitet, eine Booster-Kampagne sowie den Roll-Out des E-Rezeptes verkündet und den Freedom Day abgesagt.
  • Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann
    Ist verantwortlich für heimlich, zum Teil über Nacht angebrachte Schilder mit der Aufschrift Willkommen in The Länd. Für diese Kampagne hat Kretschmann 21 Mio. Euro an die Werbeagentur Jung von Matt bezahlt. Damit haben wir eine neue, starke Marke, die auch international Strahlkraft entwickeln und neue Maßstäbe setzen wird, sagte er bei der Präsentation der Kampagne.
  • Prof. Dr. Ulrike Lembke, Humboldt-Universität Berlin
    Hat auf Bestellung der Stadt Hannover ein Gutachten verfasst, um die umstrittene Einführung des Gendersternchens in der Stadtverwaltung zu rechtfertigen. Nach ihrer Einschätzung brechen Gerichte die Verfassung und urteilen rechtswidrig, wenn sie die sprachliche Gleichstellung der Geschlechter missachten. Die Verfassung gebiete Gendersprache vielmehr, weil alles andere eine grobe Verletzung rechtsstaatlicher Grundsätze darstelle. Kleiner geht’s wohl nicht?
  • Oberbürgermeister der Stadt Freiburg, Martin Horn
    Ist verantwortlich für einen groben Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, indem er Stellenausschreibungen nur noch in der femininen Form formulieren lässt. Dahinter setzt man nun in Freiburg ein (a) für alle, also zum Beispiel: Vermessungsingenieurin (a) oder Sachbearbeiterin (a).
  • Kienbaum Consultants International GmbH
    Die führende Firma für Personalberatung stört sich an den Resten der deutschen Sprache in ihrer Branche. Aus der Kienbaum-Jahrestagung wurde die People Convention, People Sustainability soll angeblich The Next Chapter for Organizations sein. Es geht um Leadership, Corporate Governance und Best Practices. Außerdem wird gegendert, was das Zeug hält. Selbst vor Vorständin und Speaker:in schrecken die Verantwortlichen nicht zurück.

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